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  Wien-Hütteldorf                               glauben - leben - lieben - lehren        

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Geistlicher Ehebruch und Wut auf die "lieben" Mitmenschen
(aus "Werkzeuge in Gottes Hand", Paul David Tripp, Seite 92)
"Jakobus bezeichnet die Empfänger seines Briefes als "Ehebrecher und Ehebrecherinnen" (Jakobus 4:4).  Wechselt er damit etwa das Thema.  Nein, denn er spricht ja über geistlichen Ehebruch.  Wenn ich Ehebruch begehe, gebe ich jemanden die Liebe, die ich einem oder einer anderen versprochen habe.  Also bin ich im geistlichen Sinne ein Ehebrecher, wenn ich die Herrschaft über mein Herz anstelle von Gott jemand oder etwas anderem überlasse.  Vers 4 vermittelt uns das Kernprinzip des gesamten Abschnitts: Geistlicher Ehebruch ist die Wurzel menschlicher Konflikte.  Mein Problem besteht nicht aus sündigen Menschen und schwierigen Situationen.  Mein Problem ist vielmehr, dass ich die Liebe, die Gott gehört, jemand oder etwas anderem gebe."

(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Langmut und Güte"
"Liebe ist langmütig; die Liebe ist gütig." (1. Kor 13:4)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 52, 53)
 Stellen Sie sich vor, wie mehr als dreihundert Christen aus vierzig verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Glaubensrichtungen vierundzwanzig Stunden am Tag zusammen leben.  Stellen Sie sich vor, wie alle in extrem engen Quartieren arbeiten, die meisten von ihnen zwei Jahre lang, manche sogar länger.  Stellen Sie sich vor, dass alle dies ohne Bezahlung und ehrenamtlich tun!  Das ist das Leben an Board des Schiffes MV Doulos.
  ...
  Die Ehrenamtlichen, die auf dem Schiff arbeiten, sind ganz gewöhnliche Menschen.  Sie haben die gleichen Schwächen und Fehler wie andere Menschen.  Sie durchleben an Bord der Doulos die gleichen Schwierigkeiten wie die Menschen an Land.  Der einzige Unterschied ist, dass man auf dem Schiff von Konflikten nicht wegrennen kann.  Wie können die Menschen unter solchen extremen Bedingungen zusammenleben und arbeiten, ohne sich gegenseitig zu zerstören?
Die Antwort ist: Liebe.  


(andere Gedanken zum Tag ...)


Montag
"Ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt."  (Hebräer 11:6)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
Der Glaube ist eine der schönsten Früchte des Leidens. Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi.  Ohne ihn müsste die Welt versinken im Unglauben und Aberglauben, in Nacht und Verzweiflung, in Täuschung und Selbsttäuschung.  Wer unter dem Kreuz von Golgotha in Buße und Reue den Herrn Jesus ergreift, darf glauben, darf seines zeitlichen und ewigen Heils gewiss sein, ganz gewiss.  "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht" (Hebräer 11:1).  In Jesus haben wir Glauben, wunderbare Hoffnung.  In Jesus haben wir Gewissheit, herrliche Gewissheit.
  In immer neuen Worten und mit zahlreichen Beispielen schon aus dem Alten Testament bezeugt uns der Apostel, dass wir in Jesus Christus im Glauben alles haben.  Wir hören von des Glaubens eigentümlicher Art, von dem Unterschied zwischen Gläubigen und Ungläubigen, vom Segen der Glaubens, von einem Leben im Glauben, einem Leben, das sich lohnt, von der Bewährung des Glaubens, von Wundern des Glaubens, vom Kampf des Glaubens, vom Glauben in unserem täglichen Wandel, vom Glauben im Leid und vom Sterben im Glauben.
  Kennst du diesen Glauben?  Hast du diesen Glauben?  Hast du Jesus, unseren Herrn und Meister? Wer hat, darf glauben!
                                                    (Heinrich Jochums 1904-1986
                                                      aus

Dienstag
"So wahr ich lebe, spricht Gott der Herr: ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe."  (Hesekiel 23:11)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
Die Bekehrung ist der Weg zum Leben.  Wer sie versäumt, verfällt dem Tod.  "Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?" fragte einst der Prophet.
  Ja, warum stemmen sich die Menschen so gegen die Bekehrung?  Warum sind die ernsten Zeugen der Wahrheit, die zur Buße rufen, zu allen Zeiten bei der Masse unbeliebt gewesen, verkannt und geschmäht worden? Jeremia klagt: "Ich bin zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich."  Woher dieser Widerwille?  Mit der Bekehrung verliert der Mensch seine Selbstständigkeit, er muss seinen Willen Gott unterordnen, er wir entthront, und der Herr Jesus bekommt die Herrschaft.  Dass diese hochbegehrte Selbstständigkeit und viel gerühmte Freiheit in Wirklichkeit eine unwürdige Knechtschaft ist, dass wir unter der erniedrigenden Herrschaft der bösen Lüste und Leidenschaften stehen, an unserem Eigenwillen zugrunde gehen und ein verpfuschtes und verfehltes Leben davontragen, daran denkt der Mensch in seiner Blindheit nicht.
  Die Bekehrung ist der einzige Weg zum Leben.  Mit ihr nimmt es - im Blick auf die Ewigkeit - seinen Anfang, bekommt es Inhalt, Zweck und Ziel.  Anstatt der Bekehrung aus dem Weg zu gehen, sollten wir dankbar sein, dass uns Gott die Rückkehr gestattet.  Er kann uns nicht ins Himmelreich hineinnehmen so, wie wir sind. - "So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden." (Apostelgeschichte 3:19).
                                                    (nach Carl Eichhorn 1855-1934
                                                      aus "Das Werk Gottes an der Seele")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Jesus Christus ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde."  (Kolosser 1:18)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
Der bekannte Theologe Franz Delitzsch (1813-1890) hat einmal das Bild der Gemeinde Christi, seines Leibes, so charakterisiert: "Kein anderes Bild ist so unendlich tief und doch so durchsichtig klar, so scharf umgrenzt und doch so unerschöpflich reich, so leibhaftig und geistlich, äußerlich und innerlich, augenfällig und geheimnisvoll zugleich."
  Alle gläubigen und wiedergeborenen Gotteskinder auf dieser Erde gehören zu diesem einzigartigen Leib Christi.  Die Herkunft und der Stand dieser Glieder spielt überhaupt keine Rolle, denn die Einheit des Geistes zu ihrem Haupt schafft eine reine, unauflösliche Lebensverbindung.  Auch Schwache und Kränkliche gehören diesem Leib an.  Diese erhalten ebenso wie die Gesamtheit des Leibes die erforderliche Kraft, um im Reich Christi in einer beeindruckenden Vielfalt im Großen und im Kleinen einander dienen zu können.  Die Liebe, die vom Haupt Jesus Christus ausgeht, schafft ein harmonisches, wunderbares Ganzes und dient dazu, die Zahl der Glieder am Leib noch zu mehren.
  In diesem Leib, also der Gemeinde, werden die einzelnen Glieder auch für die himmlische Berufung tüchtig gemacht.  Es ist deshalb im Blick auf die Ewigkeit von höchster Bedeutung, dass dieser Leib in unserer letzten Zeit durch das Lesen und die Predigt des Wortes, besonders das der Apostel und Propheten, zubereitet, gefestigt und bewahrt wird und das herrliche, verheißene Ziel erreicht.
  "Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus" (Epheser 4:15)!
                                                                                   (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Du hast gesehen, dass dich der Herr, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg."  (5. Mose 1:31)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Hört eine kurze Geschichte:  Ein kleiner Junge geht mit seinem Vater zu einer befreundeten Familie.  Kurz vor dem Ziel kommen sie an eine schmale Brücke, die über einen reißenden Bach führt.  Den Jungen packt große Angst.  Erst nach vielem Zureden des Vaters geht er zitternd vor Angst weiter.  Aber der schöne Nachmittag ist für das Kind fast verdorben.  Immer wieder fragt er: "Vater, wie sollen wir wieder über die Brücke kommen?  Heute Abend wird es dunkel sein!  Ich habe Angst!" - Inzwischen haben die vielen Erlebnisse das Kind müde gemacht.  Es schläft ein.  Behutsam nimmt es der Vater auf seine Arme, trägt es heim über die gefürchtete Brücke und legt es in Bett, ohne dass es von allem etwas merkt.  Am nächsten Morgen fragt der Junge:  "Vater, wie bin ich in der dunkeln Nacht über die Brücke gekommen?" - "In meinen Armen!", antwortete der Vater.
  Hast du auch Angst vor der nächsten Wegstrecke?  Vielleicht bist du schwer krank?  Vielleicht musst du dich einer unangenehmen Sache stellen.  Vielleicht wagst du vor Scham nicht mehr den Kopf zu heben, weil dein Versagen so groß war.  Ich kann dich in allem sehr gut verstehen.  Auch in meinem Leben gab es eine Zeit, die für mich so schrecklich und so voll Angst war.  Aufgrund von dem, was ich erlebte, rate ich dir:  Wirf dich mit deinem ganzen Leben und Schicksal völlig in die allmächtige Hand Gottes!  Sag ihm, wie es schon einer in der Bibel gesagt hat: "Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!"
                                                                 (Hans-Dieter Pfleiderer)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Durch Jesus Christus haben wir auch den Zugang im Glauben zu diesen Gnade, in der wir stehen."  (Römer 5:2)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
Es kann sein, dass in einem Christenwandel Treue und Verbindlichkeit vorhanden sind, dass man Gottesdienste, Bibel- und Gebetsstunden besucht, aber dennoch klagt:  Ach, mein Leben als Christ ist ja so dürftig, die Gnade hat kaum Auswirkungen in meinem Leben.  Warum wohl?  Was ist mit mir los?
  Das Wort gibt uns auch hierzu eine Antwort:  Durch Jesus Christus haben wir im Glauben Zugang zu dieser Gnade!  Durch Jesus - nicht durch eigene Werke - haben wir freien Zutritt zur herrlichen Gnade Gottes.  Nimm sie jetzt auch für dich in Anspruch!  Tritt wirklich ein!  Ich habe den Eindruck, viele hören sich das einfach an und denken:  Das ist wohl richtig gesagt und so steht es ja auch in der Bibel.  Aber sie bleiben stehen.  Sie machen nichts daraus. - Was nützt mir eine Freikarte zum schönsten Konzert, wenn man die Gewissheit hat, dass sie gültig ist und dass sie mir gehört, aber man doch nicht eintritt in den Saal?  Die Gnade ist nicht da zum Anschauen und denken:  Nun, Gott sei Dank gibt es sie.  So bleibt ein Christenleben trotz richtiger Erkenntnis eben doch eine dürftige Sache.  Nichts von Leben und volle Genüge.
  Darum die Frage: Bist du schon eingetreten in diese herrliche Lebensmacht von oben?  Sind die himmlischen Klänge von Versöhnung und Rechtfertigung schon eingedrungen in die Tiefen eines danbaren Herzens?  Hast du empfangen Gnade um Gnade?  Nicht nur anschauen, eintreten darfst du und dich beschenken lassen!
andere Gedanken zum Tag ...
                                             

Samstag
"Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme."  (Epheser 2:8-9)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
 Rufen wir uns zum ... Reformationstag ... vier Grundaussagen in Erinnerung:

Solus Christus - Allein Christus!
Jesus Christus allein genügt, um selig zu werden!  Wir bedürfen nicht der Heilsmvermittlung durch religiöse Handlungen von geweihten Personen.   

Sola fide - Allei aus Glauben
Nicht die Leistungsreligion vermag den Abgrund unserer Sünde zu überwinden!  Es ist allein das Werk und Verdienst unseres Heilandes, der unsere Erlösung erkämpft hat.  Dieses Werk wird jedem zugerechnet, der sich ihm hingibt und anvertraut!

Sola gratia - Allein aus Gnade
Gott hat in und durch Christus gearbeitet und ein Werk vollbracht, dass so wertvoll ist, dass es durch nichts verdient werden kann!  Wir können nur eines tun:  dieses Werk in Demut und Dankbarkeit als Gottes Geschenk annehmen!  Der wahre Dank kann immer nur in der Hingabe unseres ganzen Lebens an Jesus Christus bestehen.

Sola scriptura - Allein die Schrift
Als reine Quelle der gättlichen Offenbarung genügt uns die Bibel!  Durch die Entdeckung der Schriftrollen in Qumram im Jahr 1947 wurde die große Treue der Überlieferung der Texte bewiesen.  Der Gläubige darf wissen, dass es genügt, das zu wissen, was die Bibel sagt.  Alle geistliche Literatur muss sich in der Wahrheits- und Offenbarungsfrage an der Autorität der Heiligen Schrift messen lassen.
                                                              (Peter Gogel)

(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht."  (Lukas 21:33)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wir gedenken ... an die gewaltigen Umwälzungen und den Segen, den die Reformation mit sich brachte.  Am Anfang stand der Anschlag der 95 Thesen des Dr. Martin Luther and der Tür der Schlosskirche von Wittenberg in Sachsen-Anhalt.   Die Zeit war reif geworden für einen epochalen geistlichen Aufbruch, dessen bedeutendste Errungenschaft es wurde, dass der Zugang zum Wort Gottes für jedermann erkömpft wurde.  Dazu gehörte auch die Vermittlung der Fähigkeit des Lesens und Schreibens für die breiten Volksschichten, denn Bildung war im Mittelalter ein Privileg des Klerus, der Klöster und der Hochgestellten.
  Wie unerhört klingt es auch heute noch in unseren Ohren, wenn wir in Zeugnissen von ehemals katholischen Gläubigen hören, dass ihnen früher von ihrer eigenen Kirche der Zugang zur Bibel verwehrt wurde.  Wir sind dankbar, dass Gott mutige Männer schenkte, die unter Einsatz ihres Lebens uns die bie heute erhaltene Glaubensfreiheit erkämpten!  Auch das feindliche Feuer der Gegenreformation, welches zum 30jährigen Krieg führte (1616-1648), konnte den Menschen den freien Zugang zum Wort Gottes nicht mehr wegnehmen.
  Denken wir daran, dass Gottesdienste in deutscher Sprache und mit der deutschen Bibel keine Selbstverständlichkeit sind.  Den größten Schatz der Reformation, die Bibel, gilt es heute wieder zu bewahren gegen Verfälschung, Verwässerung und Verunglimpfung!
  Zitat M.Luther: Das Wort sie sollen lassen stah´n (stehen) und keinen Dank (Gedanken) dazu haben (hinzufügen)!
                                                              (Peter Gogel)


(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Weder nachtragend noch froh über das Böse"
"Liebe rechnet Böses nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit." (1. Kor 13:5-6)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 92,93)
  Obwohl R.C. Chapman ein liebevoller Mensch war, gab es Menschen war, gab es Menschen, die ihn verachteten.  Ein Lebensmittelhändler aus Barnstable, zum Beispiel, regete sich so sehr über Chapmans Predigen im Freien auf, dass er ihn einmal sogar anspuckte!.
...
Nachdem er sich informiert hatte, fragte der Verwandte, ob er Lebensmittel für den Dienst an den Armen kaufen könnte.  Chapman freute sich darüber, bestand jedoch darauf, dass die Lebensmittel in einem bestimmten Laden gekauft werden sollten - nömlich bei dem Mann, der ihn so lange und vehement verleumdet hatte.
...
Der verblüffte Lebensmittelhändler sagte dem Besucher, dass er im falschen Laden sein müsse, aber der Besucher erwiderte, das Chapman ihn ausdrücklich in dieses Geschäft geschickt habe.  Es dauerte nicht lange, und der Händler ging zu Chapman.  Dort brach er in Tränen aus und bat um Vergebung.  Noch am selben Tag übergab der Händler sein Leben Christus!"


(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Weder nachtragend noch froh über das Böse"
"Liebe rechnet Böses nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit." (1. Kor 13:5-6)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 93,94)
  Jay Adams, ein christlicher Seelsorger und Autor zahlreicher Bücher über die Seelsorge, erzählt die Geschichte eines streitenden Ehepaars, ... Der Arzt der Frau hatte ihr geraten, einen Seelsorger aufzusuchen, weil sie ein Geschwür bekommen hatte, das offensichtlich keine körperlichen Ursachen hatte.  Während der Sitzung knallte die Frau eine "zwei Zentimeter dicken, beidseitig bedruckten Stapel Papier auf den Schreibtisch des Seelsorgers, in dem alles Unrecht stand, dass ihr Ehemann ihr in den letzten dreizehn Jahren angetan hatte."
  Der Seelsorger wusste sofort, dass die Frau verbittert war, weil sie sich über die vielen Fehler ihres Mannes ärgerte und jeden einzelnen Fehltritt sorgfältig dokumentiert hatte.  Die Liste aller Sünden ihres Mannes hatte alles nur verschlimmert, bis diese Frau sogar körperlich krank wurde.  Der weise Seelsorger erinnerte die Ehefrau an 1. Korinther 13 und betonte, dass die Liebe keine Liste mit allem Unrecht führt, das andere verursacht haben.

(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Weder nachtragend noch froh über das Böse"
"Liebe rechnet Böses nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sondern freut sich mit der Wahrheit." (1. Kor 13:5-6)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 95, 96)
  Als Jim Elliot und seine vier Begleiter (...) von Auca-Indianern im Amazonasurwald im Osten von Ecuador getötet wurden, dachten seine Frau Elisabeth und die vier anderen Frauen nicht an Rache, sondern an Liebe und Vergebung.  ...
  "Die Witwen glaubten, dass der Tod ihrer Ehemänner keine bedeutungslose Tragödie war, wie es vielen erschien.  Sie dachten überhaupt nicht an Rache.  Im Gegenteil: Sie hatten das Gefühl, dass die Botschaft von der Liebe und Erlösung dringend den Aucas gepredigt werden müsse."
...
Fast drei Jahre nach dem Tod der fünf jungen Missionare, zogen Elisabeth Elliot und Rachel Saint in das Dorf der Aucas.  Sie waren die ersten Ausländer, die unter diesen wilden Menschen wohnten.  Diese Frauen brachten genau den Männern, die ihre Ehemänner getötet hatten, die Botschaft des Evangeliums und wurden ihre Freunde.

(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Erträgt, glaubt, hofft und erduldet alles"
"Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles." (1. Kor 13:7)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 103)
  Ich habe einmal die Geschichte über einen jungen kriminelle Mann gelesen, der immer wieder wegen Drogen und Raub mit der Polizei Probleme hatte.  ... Zum Schluss musste er fast den Rest seines Lebens im Gefängnis verbringen.  ... Außerhalb des Gefängnisses dachte niemand mehr an ihm, außer einer Person.  Jede Woche fuhr seine Mutter mit dem Bus mehrere Stunden, um ihm im Gefängnis zu besuchen.  ... Sie schrieb ihm fast täglich Briefe und schickte ihm oft Bücher und persönliche Dinge, soweit das Gefängnis es erlaubte.  Weder Entfernung noch Gefängnismauern noch Geld oder Zeit konnten sie davon abhalten, ihren Sohn zu lieben und zu besuchen.

(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Gastfreundschaft praktizieren"
"Die Bruderliebe bleibe.  Die Gastfreundschaft vergesst nicht ..."
(Hebr 13, 1-2)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 127)
  Es gibt kaum etwas, was für die christliche Nächstenliebe charakteristischer ist, als als Gastfreundschaft.  Gastfreundschaft ist wesentlich, um die Flammen der Liebe zu entfachen und die christliche Gemeinschaft zu festigen.  ...
Durch den Dienst der Gastfreundschaft teilen wir mit anderen jene Dinge, die uns am meisten Wert sind: Familie, Heim, Geld, Essen, Privatsphäre und Zeit.  Mit anderen Worten, wir teilen unser Leben.


(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Gastfreundschaft praktizieren"
"Die Bruderliebe bleibe.  Die Gastfreundschaft vergesst nicht ..."
(Hebr 13, 1-2)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 128, 129)
  Welche Wirkung Gastfreundschaft in einer liebevollen und familiären Atmosphäre einer Gemeinde hat, zeigt die Geschichte eines Zeitungsreporters, der verschiedene christliche Gemeinden besuchte, um über deren Freundlichkeit und Liebe zu berichten.  Er bewertete seine Besuche nach folgendem Punktesystem:  Eine Begrüßung an der Tür bekam zwei Punkte.  Ein Willkommens-Faltblatt bekam drei Punkte.  Ein Stehkaffee nach dem Gottesdienst bekam fünf Punkte.  Die Menschen, die sich ihm höflich und unaufdringlich vorstellten, bekamen zehn Punkte.  Abe persönliche Einladung zum Abendessen wurde mit sechzig Punkten bewertet.  Das Bewertungssystem des Reporters zeigt, wie sehr doch Gastfreundschaft mit Liebe verbunden ist.

(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Gastfreundschaft praktizieren"
"Die Bruderliebe bleibe.  Die Gastfreundschaft vergesst nicht ..."
(Hebr 13, 1-2)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 130-131)
  Einer der größten Evangelisten und Gemeindegründer des zwansigsten Jahrhunderts war Bruder Bakht Singh aus Indien.  ... Bakht Singhs Biograf, T.E. Koshy, erzählt, welche "bedeutende Rolle die christlichen Häuser spielen, um neu Bekehrte in der Heiligen Schrift zu unterweisen und sie darauf vorzubereiten, wirksame Zeugen für den Herrn zu sein."
Er schreibt:
  " Der Herr gebrauchte die Haywards auf bemerkenswerte Art, damit er geistlich wachsen konnte.  In ihrem Haus brachte ihm der Herr viele wichtigen Dinge bei, einschließlich der völligen Hingabe an den Herrn, die Bibel als das inspirierte Wort Gottes anzuerkennen, wie wichtig Gastfreundschaft und Gebet ist sowie in allem nach Gottes Willen zu fragen
.  Die Haywards hatten ein offenes Haus für Missionare, die dort Urluab machten.  Dadurch lernte Bakht Singh viele Gläubige aus verschiedenen Konfesionen und Kulturen kennen und konnte mit ihnen Gemeinschaft haben."

(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Gastfreundschaft praktizieren"
"Die Bruderliebe bleibe.  Die Gastfreundschaft vergesst nicht ..."
(Hebr 13, 1-2)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 132)
  Jim Petersen erzählt in seinem Buch "Evangelism as a Lifestyle" von einem Brasilianer names Mario, mit dem er vier Jahre lang zusammen die Bibel studierte, bevor der junge Mann Christ wurde.  Mario war intellektueller Marxist und ein politischer Aktivist ...  Einige Jahre nach Marios Bekehrung fragte Mario Jim, ob diese wüsste, was ihn dazu gebracht hätte, sich für Christus zu entscheiden.  Jim vermutete die vielen Stunden der gemeinsamen intellektuellen Diskussionen über die Bibel, aber Mario antwortete:
  "Erinnerst du dich, als ich das erste Mal zu dir nach Hause kam?  Wir waren auf der Durchreise und machten bei dir Halt, um eine Suppe zu essen.  Als ich so da saß, und dich, deine Frau und Kinder beobachtete, wie ihr miteinander umgegangen seid, fragte ich mich: Wann werde ich mit meiner Verlobten solch eine Beziehung haben? Als ich erkannte, dass das nie geschehen würde, wusste ich, dass ich erst Christ werden müsste, um überleben zu können."

(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Gastfreundschaft praktizieren"
"Die Bruderliebe bleibe.  Die Gastfreundschaft vergesst nicht ..."
(Hebr 13, 1-2)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 134)
  Der in Afrika geborene Radioprediger und Autor Stephen Olford, dessen Eltern Missionare waren, beschreibt, wie er die großzügige Gastfreundschaft seiner Eltern empfand:
  "Keiner kann voraussagen, welchen ewigen Lohn wir für unsere Gastfreundschaft erhalten werden.  Aber wir bekommen schon jetzt etwas dafür zurück.  Gastfreundschaft ist ein aufregendes Abendteuer, und man wird auf wunderbare Weise belohnt.  Wenn ich auf meine Kindheit zurückschaue, dann lobe ich Gott für alle frommen Männer und Frauen, die unser Haus besuchten und mich bereicherten.  Die Eindrücke, die ein Kind in seinem ihn prägenden Jahren sammelt, kommen ihm später zugute."

(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Sich um die Bedürfnisse andere kümmern"
"Weinte ich nicht über den, der harte Tage hatte, hatte meine Seele mit dem Armen denn kein Mitgefühl?"
(Hiob 30:25)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 143)
  Leon Moris geht näher aud die Erklärung des Johannes ein und schreibt:
  "Johannes sieht es praktisch.  Er weiß, dass ein Mensch schnell erklärt, sein Leben für andere zu geben, weil Worte nichts kosten und solch ein Opfer wahrscheinlich nicht gefordert wird.  Johannes fordert keine heldenhafte Geste, sondern täglich mit anderen da zu teilen, was sie nicht haben.  Täglich zu prüfen, was bedürftige Menschen brauchen, ist eine Pflicht, die Johannes als notwendige Konsequenz des Kreuzes sieht.  Das Kreuz zeigt uns, was Agape bedeutet:  Die Bereitschaft, nicht nur für andere zu sterben, sondern auch für andere zu leben.  Liebe ist kein zerbrechlicher Schatz, den man irgendwo in Sicherheit bringt.  Liebe ist eine starke Tugend, die im täglichen Leben ausgeübt werden muss."


(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Gebetsarbeit"
"Es grüßt euch Epaphras, der von euch ist, der allezeit für euch ringt in den Gebeten"
(Kol 4:12)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 149)
  George Verwer, Gründer von "Operation Mobilisation", beobachtete folgendes:
   "Wenn es in unseren Gemeinden irgendeine Lehre gibt, zu der wir uns nur mit Lippen bekennen, dann muss das die Lehre des Gebets sein.  Ich habe in Tausenden Gemeinden in Europa, Nordamerika, und der ganzen Welt Dienst getan und war immer wieder erstaunt, wie wenig man gemeinsam ehrlich und leidenschaftlich betet.  Natürlich gibt es ein paar wunderbare Ausnahmen, aber im Vergleich sind das nur wenige."


(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Gebetsarbeit"
"Es grüßt euch Epaphras, der von euch ist, der allezeit für euch ringt in den Gebeten"
(Kol 4:12)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 149)
  D.A. Carlson ... fügt hinzu, dass Gebetslosigkeit im Widerspruch zur Bibel steht:
   "Es ist erstaunlich und frustrierend, dass in unseren westlichen Gemeinden so wenig gebetet wird.  Es ist deswegen erstaunlich, weil es der Bibel widerspricht, die genau erklärt, wie ein Christ leben sollte;  es ist frustrierend, weil wir gleichzeitig übermäßige christliche Aktivitäten haben, die irgendwie hohl, leichtfertig und oberflächlich erscheinen."


(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Gebetsarbeit"
"Es grüßt euch Epaphras, der von euch ist, der allezeit für euch ringt in den Gebeten"
(Kol 4:12)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 157)
  Aus Liebe zu jenen, die Sie leiten, sollten Sie versuchen, Ihr Fürbittgebet zu vervollkommnen.  Stellen Sich sich die Frage:  "Wie würde es den Menschen, die ich leite, gehen, wenn sie von meinen Gebeten abhängig wären?"  Oder: "Wie würde es unseren Missionaren gehen, wenn sie von meinen Gebeten abhängig wären?"

(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Den Hunger der Seele stillen"
"Hast du mich lieb? ... Weide meine Lämmer!"
(Joh 21: 17)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  Seite 161, 162)
  Robert Chapman war fest davon überzeugt, dass er ohne die Freiheit, Gottes Wort zu lehren, in dieser Baptistengemeinde nicht dienen könnte.  Also stellte er diese Bedingung, bevor er die Pastorenstelle in der Eben-Eser-Gemeinde annahm:
  " Als ich die Einladung  bekam, London zu verlassen, um in der Eben-Eser-Gemeinde, in der zu jener Zeit eine Gemeinschaft strenger Baptisten zu Hause war, das Wort Gottes zu lehren, sagte ich zu, aber nur unter einer Bedingung - dass ich die Freiheit hätte, alles, was in der Heilige Schrift geschrieben steht, lehren zu dürfen."
Die Gemeinde nahm die Bedingung an und Robert Chapman begann so seinen sechzigjährigen Dienst in Barnstable.  Mit der Zeit veränderte sich die Gemeinde unter seiner wahrhaftigen und ausdauernden Bibellehre.


(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Den Hunger der Seele stillen"
"Hast du mich lieb? ... Weide meine Lämmer!"
(Joh 21: 17)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  163)
  [Howerd Hendricks] erzählt folgende Geschichte über Walt, der sein Leherer in der Sonntagsschule war.
  "Walt liebte Kinder und er liebte das Wort Gottes.  Er lief durch ein verrufenes Viertel einer Stadt und hielt Ausschau nach Kindern, die keine Gemeinde besuchten, um sie in seine Sonntagsschule einzuladen.  Schon bald kamen dreizehn Jungen aus der Nachbarschaft in seinen Unterricht.  Die meisten dieser Jungen bekehrten sich zu Christus und elf von ihnen gingen schließlich in den vollzeitlichen Dienst.  Einer davon war Howard Hendricks.  Walt war weder ein intellektueller Überflieger noch war er eine besonders faszinierende Persönlichkeit.  Was aber war denn so Besonderes an ihm, was jenen Jungen so ans Herz ging und für alle Zeiten beeindruckte?  Hendricks sagt: "Eigentlich weiß ich nicht mehr, was Walt uns erzählt hat, aber ich kann alles über ihn erzählen ... weil er mich um Christi Willen lieb hatte.  Er liebte mich mehr als meine Eltern es taten."

 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Den Hunger der Seele stillen"
"Hast du mich lieb? ... Weide meine Lämmer!"
(Joh 21: 17)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  163)
  Christliche Pädagogen stimmen darin überein, dass Liebe und Respekt gegenüber den Schülern unerlässlich ist, um die lebensverändernde Kraft des Evangeliums zu lehren:
  "Für die Liebe des Lehrers zu seinen Schülern gibt es keinen Ersatz ... Christliche Unterweisung ist weit mehr als Wissensvermittlung; genauso notwendig ist echtes Interesse an den Schülern und eine tiefe Liebe zu ihnen."

 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Den Hunger der Seele stillen"
"Hast du mich lieb? ... Weide meine Lämmer!"
(Joh 21: 17)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  166)
  Wilson Thomas Hogg, der erste Präsident der Greenville Colleges, sat, dass es wichtig sei, die biblische Wahrheit zährtlich und liebevoll zu vermitteln:
  "Mit Zährtlichkeit werden Herzen gewonnen, die so verhärtet sind, dass nichts anderes sie bewegen kann.  Wenn die Wahrheit in Liebe vermittelt wird, trifft sie direkt ins Herz des Hörenden und löst eine freundliche Reaktion aus ... Zöhrtlichkeit überwindet Vorurteil und Hartherzigkeit ... Mit Zährtlichkeit werden die scharfsinnigsten Argumente, die schrecklichsten Warnungen und schlimmsten Drohungen entkräftet, die genauso wenig Eindruck hinterlassen wie ein Tropfen Tau auf einen Granitstein."

 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Den Hunger der Seele stillen"
"Hast du mich lieb? ... Weide meine Lämmer!"
(Joh 21: 17)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  169)
  Mit seiner typischen Einsicht warnt Charles Spurgeon vor der Tragödie, wenn ein Lehrer sich nicht mehr danach sehnt, von Gottes Wort zu lernen und es zu erforschen:
  "Wenn unser christlicher Dienst zu etwas gut sein soll, dann müssen wir unaufhörlich in der Schrift forschen ... Derjenige, der aufgehört hat zu lernen, hat aufgehört zu lehren.  Derjenige, der nicht lönger im Studium sät, erntet nicht mehr auf der Kanzel."

 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Den Hunger der Seele stillen"
"Hast du mich lieb? ... Weide meine Lämmer!"
(Joh 21: 17)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  169)
  Paul Stanley und Robert Clinton nennen in ihrem Buch Connecting: The Mentoring Relationship You Need to Succeed in Life, als Hauptgrund, warum  viele christliche Leiter und Lehrer ihr Leben für Christus nicht wirksam einsetzen können, dass sie zu irgendeinem Zeitpunkt aufgehört haben, in der  Erkenntnis und in der Liebe zu Christus zu wachsen. 
  "Wir haben beobachtet, dass die meisten Menschen um das vierzigste Lebensjahr aufhören zu lernen.  Sie bemühen sich nicht mehr aktiv darum, Erkenntnisse und Verständnis zu sammeln und sind nicht bereit, andere Menschen mit ihren Erfahrungen zu bereichern.  Die meisten ruhen sich auf ihrem Wissen aus.  Aber diejenigen, die es besser machen wollen, sind ihr ganzes Leben lang bereit, dazuzulernen.
  Viele Menschen, besonder Leiter, stagnieren.  Sie sind zufrieden mit dem, was sie sind und was sie wissen.  Das geschieht meistens dann, wenn sie genug erreicht haben, sich wohl fühlen und ihr Leben relativ sicher und vorhersehbar ist.  Aber das steht im Gegensatz zum biblischen Führungsstil."

 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Geliebte Menschen bewahren und ermahnen"
"Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe ..."
(Offb 3:19)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  179)
  Wie Jesus Christus ging Paulus mit den Irrlehrern weder tolerant um, noch sprach er besonders liebevoll über sie.  Er sagt: "Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt entgegen dem was ihr empfangen habt: er sei verflucht"  (Gal 1:10).  Er nennt sie falsche Lehrer, Betrüger, Heuchler, Zerstörer, böse Arbeiter und Hunde.  Und das sind sie auch.  Sie geben sich als Lehrer Christi aus, aber in Wirklichkeit sind sie Agenten de Satans:
  "Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter, die die Gestalt von Aposteln Christi annehmen.  Und kein Wunder, denn der Satan selbst nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an; es ist daher nichts Großes, wenn auch sein Diener die Gestalt von Dienern der Gerechtigkeit annehmen"
(2 Kor 11:13-15)
.

(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Geliebte Menschen bewahren und ermahnen"
"Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe ..."
(Offb 3:19)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  181)
  Als ich Anfang zwanzig war und eine Jugendgruppe mitleitete, konfrontierte ich einen jungen Christen mit der Sünder seines Drogenkonsums.  Als ich keinen Erfolg hatte, ging ich zu seinen Eltern.  Ein Jahr lang gab es heftigen Streit und ich wurde falsch beschuldigt.  Schließlich durfte ich die Jugendgruppe nicht mehr leiten.  Die Eltern, die eine einflussreiche Stellung in der Gemeinde hatten, glaubten den Entschuldigungen und Lügen ihres Sohnes.  Es war eine schmerzliche Erfahrung.  Ein Jahr später bereute der junge Mann seinen Drogenkonsum und bekannte seinen Eltern alle Lügen, die er über mich und ander, die ihm helfen wollten, erzählt hatte.  Dann entschuldigte er sich bei allen, die er verletzt hatte.  Später dankte er mir dafür, dass ich ihn auf seine Drogenabhängigkeit angesprochen hatte.  Seit dieser Zeit haben wir eine gute Beziehung und ich bin sein Ratgeber und Freund geworden.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Geliebte Menschen bewahren und ermahnen"
"Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe ..."
(Offb 3:19)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  183)
  Haben Sie acht auf ihren Stolz, Ihre Rachsucht, und Unschuld, aber hüten Sie sich ganz besonders vor innnerem Ärger.  Ermahnen und korriegieren Sie  nicht, wenn Sie verärgert sind.  Warten Sie, bis der Heilige Geist Ihren Ärger unter Kontrolle hat (s. Gal 5: 15-23).  William Arnot gibt auf diesem Gebiet hervorragende Ratschläge:
  "Auch wenn ein weiser Mann das Feuer des  Zorns spürt, wird er nichts tun, bis er wieder abgekühlt ist.  Wenn Ihre Kleider Feuer gefangen haben, dann wickeln Sie sich, wenn möglich, in Decken ein und ersticken so die Flammen: Genauso ist es auch mit Ihrem Herzen, das wegen Zorns vor Feuer brennt.  Löschen Sie zuerst die Flammen, dann können Sie viel besser ein gerechtes Urteil fällen und einen Kurs einschlagen."

(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Geliebte Menschen bewahren und ermahnen"
"Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe ..."
(Offb 3:19)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  185)
  Hören Sie genau zu, stellen Sie viele Fragen, bleiben Sie höflich, reden Sie nicht ununterbrochen und lassen Sie die Menschen wissen, dass Sie sich alle Mühe geben, gerecht zu sein und auch ihre Seite der Geschichte hören möchten.
...
Oder mit den Worten der Heiligen Schrift gesagt:
 " Jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn"  (Jak 1: 19).
 
  "Wer Antworten gibt, bevor er zuhört, dem ist es Narrheit und Schande ... Im Recht scheint, wer in seiner Streitsache als Erster auftritt, bis sein Nächster kommt und ihn ausforscht (Spr 18:13-17).

(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Geliebte Menschen bewahren und ermahnen"
"Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe ..."
(Offb 3:19)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  188)
  Im Vietnamkrieg wurden viele Fehler gemacht, aber man konnte auch einige gute Lektionen lernen.  ... als man die Herzen und den Verstand der Vietcong und der nordvietnamesischen Berufssoldaten gewann, weil man ihnen versprach, sie fair, freundlich und großzügig zu behandeln, wenn sie sich ergeben würden.  Außerdem wurde ihnen gutes Essen, medizinische Versorgung, Bildung, gute Arbeit und die Möglichkeit, wieder mit ihren  Familien zusammenzukommen, zugesagt.  Das Program hieß Chieu Hoi (frei übersetzt: "offene Arme").  Das Ziel war, den Feind zur Aufgabe zu ermutigen und seine Denkweise über den Kommunismus zu verändern.  ... Die Kommunisten nahmen den Erfolg des Programms "offene Arme"  ernst und taten alles, um es zu zurstören.  Sie fürchteten die Kraft der Freundlichkeit und Großzügigkeit, weil sie letztlich mächtiger ist als Bomben und Kugeln.

(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Geliebte Menschen bewahren und ermahnen"
"Ich überführe und züchtige alle, die ich liebe ..."
(Offb 3:19)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch,  190)
  Als der Vater meines Schwagers unerwartet starb, rief ich meinen Schwager an, um ihm mein Beileid auszusprechen und ihn zu fragen, wie es ihm gehe.  Über seinen Vater, zu dem er ein sehr herzliches Verhältnis hatte, sagte er: "Ich werde ihn wirklich vermissen.  Mein Vater hat mich immer sehr ermutigt."  Was für eine wunderbares Lob von einem Sohn!  Von solch einem Vater möchte ein Sohn gerne zurecht gewiesen werden.  Tatsächlich würden die meisten Menschen auf die Kritik einer Person besser reagieren, wenn sie von diesem Menschen in ihrem Leben auch schon ermutigt worden wären.  Wenn Sie sich also mit der schrecklichen Seite eines Menschen auseinander setzen müssen, dann denken Sie auch an die guten Seiten und erwähnen Sie alles, was lobenswert ist (s. Phil 4:8).  Wenn Sie kein starker Ermutiger sind, dann werden Sie wahrscheinlich auch ein schwacher Ermahner sein.

(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Konflikte nach dem besseren Weg lösen"
"Die Liebe  bedeckt eine Menge von Sünden."
(1 Petr 4:8)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 213)
  Bei der Konfliktbewältigung sollte man immer zuerst an das wichtigste Denken:  Verlieren Sie nicht die Kontrolle, sondern lassen Sie sich vom Heiligen Geist lenken.  Lassen Sie sich nicht vom Fleisch und dem Teufel beherrschen.  Das Fleisch erzeugt nur Zwietracht, Zorn und ruft Spaltung hervor:  "Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, es sind: ... Feinschaftten, Hader, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleinen, Zwistigkeiten, Parteiungne, Neidereien" (s. Gal 5: 19-21)

(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Konflikte nach dem besseren Weg lösen"
"Die Liebe  bedeckt eine Menge von Sünden."
(1 Petr 4:8)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 213)
  Hüten Sie sich in jedem Konflikt vor Zorn (s. Eph 4:25-27).  Unkontrollierter Zorn tötet die Liebe und trennt Menschen. Hüten Sie sich besonders vor bösen Worten, die nur die Gefühle aufstacheln und vom eigentlichen Thema abbringen.  Wenn Menschen zorning werden, kümmern sie sich oft nicht um das, was sie sagen oder tun.  Sie werfen mit Worten um sich wie mit Messern, die verletzen und töten.  Sie benutzen Ausdrücke um sich zu rächen.  Solche Worte verletzen tief und können bis zum Lebensende im Gedächtnis bleiben.

(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Konflikte nach dem besseren Weg lösen"
"Die Liebe  bedeckt eine Menge von Sünden."
(1 Petr 4:8)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 215)
  Stellen Sie sich ein Zimmer voller Klaviere vor.  Wenn Sie alle mit der gleichen Stimmgabel stimmen würden, wären sie vollkommen aufeinander abgestimmt.  Stimmen Sie jedoch alle Klaviere untereinander untereinander, so wären sie schon bald verstimmt.  Das Gleiche trifft auf die Gemeinde zu.  Jeder Gläubige muss seine Gesinnung an die Gemeinde Christi anpassen und diese Gesinnung ist Demut.  Ein Sprichwort sagt: "Es kommt immer auf die Gesinnung an."  Aber für einen Christen geht es noch einen Schritt weiter.  "Es kommt auf die Gesinnung Christi an."

(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Konflikte nach dem besseren Weg lösen"
"Die Liebe  bedeckt eine Menge von Sünden."
(1 Petr 4:8)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 217)
  In seiner humorvollen Art sagt Howard Hendricks: "Viele von uns sind wie Stacheschweine, die sich in einer bitterkalten Nacht aneinander kuscheln, um sich gegenseitig zu wärmen.  Aber je näher wir einander rücken, desto mehr stechen und verletzen wir uns gegenseitig."  Als Geschwister "stechen" und "verletzen"  wir uns zu keinem Zeitpunkt mehr als bei einer Auseinandersetzung.  Ohne brennende Liebe könnten wir solche Verletzungen nicht überleben und die Einheit der Familie nicht aufrechterhalten.  Darum schreibt Petrus: "Vor allen Dingen aber habt untereinander eine anhaltende Liebe, denn die Liebe bedeckt eine Menge von Sünden"  (1 Petr 4:8)

(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Konflikte nach dem besseren Weg lösen"
"Die Liebe  bedeckt eine Menge von Sünden."
(1 Petr 4:8)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 217)
  Mit Liebe bedeckt meint Paulus, dass die Liebe sich nicht verbittern lässt (s. 1 Kor 13:5).  Wenn man immer nur klagt und an die verletzten Gefühle denkt, können Konflikte nicht gelöst werden.  Die Liebe führt keine Liste mit verletzten Gefühlen und Fehltritten, sondern will vergeben.  Vergebung ist eine der wichtigsten Eigenschaften der Liebe (s. Eph 4:32, Kol 2:13)

(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Konflikte nach dem besseren Weg lösen"
"Die Liebe  bedeckt eine Menge von Sünden."
(1 Petr 4:8)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 219)
  Jesus lehrt uns, dass es nichts Besonderes ist, die Menschen zu lieben, die uns lieben.  ... Erst wenn wir jene lieben, die uns hassen und uns feindlich gesinnt sind, haben wir eine göttliche Liebe.  Diese Art, so erklärt uns Jesus, macht uns dem himmlischen Vater ähnlicher:
 "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eueres Vaters seid, der im Himmel ist;  denn er lässt seine Sonne aufgehen über das Böse und das Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.  Denn wenn ihr liebt, die euch lieben, welchen Lohn habt ihr?  Tun nicht auch die Zöllner dasselbe?  Und wenn ihr allein eure Brüder grüßt, was tut ihr Besonderes?  Tun nicht auch die von den Nationen dasselbe?  Ihr nun sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist" (Mt 5:44-48; s. auch Lk 6;27-28)

(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Konflikte nach dem besseren Weg lösen"
"Die Liebe  bedeckt eine Menge von Sünden."
(1 Petr 4:8)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 220)
  Wenn Menschen in ihren Gefühlen verletzt worden sind, dann glauben sie, dass jedes Mittel recht ist, um sich zu rächen.  Sie meinen, die Gemeinde verlassen zu können, die Gemeinde spalten, ihren Ärger unkontrolliert herauslassen, andere ausgrenzen, lügen, hassen und verleumden zu dürfen.  Ihr eigenes boshaftes Verhalten entschuldigen sie einfach mit den Worten "Ich bin verletzt!"  Die Bibel jedoch verbietet Vergeltung, die "Wie-du-mir-so-ich-dir-Mentalität", die den Menschen so plagt.  Das klare Gebot lautet: "Vergeltet niemand Böses mit Bösem" (Röm 12:17; s. auch Thes 5:15; 1 Petr 3;9).  Wenn man uns beleidigt, dann sollen wir das nicht himzahlen; wenn wir angegriffen werden, sollen wir nicht Vergeltung üben; wenn wir kritisiert werden, sollen wir nicht verleumden;  wenn wir verletzt werden, sollen wir nicht zurückschlagen.

(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Konflikte nach dem besseren Weg lösen"
"Die Liebe  bedeckt eine Menge von Sünden."
(1 Petr 4:8)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 221)
  Francis Schaffer, der in seinem Leben viele Konflikte zu bewältigen hatte, erinnert uns daran, was wir oft vergessen;  Je schwieriger und explosiver der Konflikt unter echten Gläubigen ist, desto notwendiger ist es, mehr und nicht weniger Liebe zu zeigen:
  "Je ernster der Konfikt ist, desto wichtiger ist es, die Heiligkeit Gottes zu  zeigen und zu sagen, was falsch ist.  Je ernster der Streit wird, desto wichtiger ist es, dass wir auf den Heiligen Geist schauen, der uns befähigt, den Gläubigen gegenüberm, mit denen wir im Konflikt stehen, wahre Liebe zu zeigen.  Wenn es sich nur um einen kleinen Streit handelt, fällte es uns nicht schwer, Liebe zu zeigen.  Je ernster der Konflikt jedoch wird, desto mehr sind wir gefordert, Gottes Heiligkeit widerzuspiegeln.  Und umso wichtiger ist es, der Welt zu zeigen, dass wir uns immer noch lieben.  ..."  
(Fortsetzung, Samstag ...)

(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Konflikte nach dem besseren Weg lösen"
"Die Liebe  bedeckt eine Menge von Sünden."
(1 Petr 4:8)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 221)
  (Fortsetzung vom Freitag: Zitat von Francis Schaffer)
 "... Menschlich gesehen funktionieren wir genau anders herum:  Je undbedeutender der Konflikt ist, desto größer ist die Liebe, die wir den wahren Gläubigen entgegenbringen.  Wenn jedoch der Streit ernster wird, dann neigen wir dazu, weniger Liebe zu zeigen.  Es sollte jedoch genau umgekehrt sein:  Je ernster der Streit unter den Gläubigen ist, desto mehr sollten wir darauf achten, zu lieben und eine Liebe zu zeigen, die ein Zeugnis für die Welt ist."
Wir fallen immer wieder in unsere alten, fleischlichen Gewohnheiten zurück (s. Gal 5:20).  Das sollte nicht passieren.  Konflikte geben uns die Möglichkeit, dem Liebes-Gebot der Bibel zu gehorchen und Liebe aktiv vorzuleben.  Nutzen Sie diese Gelegenheit, um in der Liebe zu wachsen, und lehren Sie andere, auch zu lieben.

(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 223, 224)
  Helen Keller verlor als kleines Kind ihr ganzes Seh- und Hörvermögen.  Wie sie sich aus einem unkontrollierbaren, ängstlichen, taubstummen Kind in eine intelligente, freundliche Frau verwandelte, die vierzehn Bücher schrieb und von führenden Persönlichkeiten auf der ganzen Welt respektiert wurde, erzählt ihr Buch Die Geschichte meines Lebens und der File Licht im Dunkel.

Am Anfang schien es aussichtslos, Helen Keller, die iner dunkeln, stillen Welt lebte, das Sprechen und Disziplin zu lehren.  Aber ihre Lehrerin, Anne Sullivan, wollte ihr unbedingt die Sprache beibringen.  Ihre Beziehung begann mit einem Willenskrieg.  Helen aß mit ihren Fingern und nahm sich Essen vom Teller anderer Leute.  Manchmal lag sie schreiend und trampelnd auf dem Boden.  Als Anne versuchte ihr Disziplin beizubringen, schlug sie schreiend um sich.  ... In einem Brief an einen Freund offenbart Anne Sullivan das geheime "Tor", durch das Helen sich für Wissen und die Liebe öffnen würde:
 "Ich denke, dass ich mit diesem kleinen Mädchen noch viel kämpfen muss, bis sie lernt, dass die einzigen wichtigen Dinge, die ich ihr beibringen kann, Gehorsam und Liebe sind."

(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 224)
  (Forsetzung vom Sonntag)
 "Schon bald wurde mir klar, dass ich für Helen nichts tun könnte, solange sie in der Familie blieb, die ihr keinen einzigen Wunsch verwehrte.  Helen tyranisiert alle ... und wie alle Tyrannen hält sie zäh an ihrem angeborenen göttlichen Recht fest, alles zu tun, was ihr gefällt ... Mir wurde klar, dass ich ihr weder das Sprechen noch sonst etwas beibringen könnte, solange sie nicht lernte, mir zu gehorchen.  Ich habe viel darüber nachgedacht, und je mehr ich darüber nachdenke, desto fester bin ich davon überzeugt, dass Gehorsam das Tor ist, durch welches Wissen, ja und sogar Liebe die Seele des Kindes erobern können."

Anne Sullivan, eine außergewöhnlich begabte Lehrerin, erkannte, wie wichtig Gehorsam im Lernprozess ist.  Sie wusste, dass Gehorsam und Liebe zusammengehören.  Auch wir müssen erkennen, dass treuer Gehorsam für das geistliche Wachstum eines Christen wichtig ist für und die christlicheLeiterschaft unerlässlich.

(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Dienstag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 225)
  Die Bibel befiehlt uns, Gott, unseren Nächsten, unser Glaubensgeschwister , unsere Feinde und alle Menschen zu lieben.  Das sind nicht nur Vorschläge, sondern Gebote.  Daher sind wir verplfichtet, Gott und unseren Nächsten zu lieben.  Johannes weist auf diese Plficht hin, wenn er schreibt: "wir sind schuldig" für die Brüder das Leben hinzugeben (1 Joh 3:16).

(andere Gedanken zum Tag ...)
  
Mittwoch
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 225)
  Unsere Liebe zu Gott drücken wir am besten mit unserem Gehorsam ihm gegenüber aus.  Johannes macht klar: " Denn dies ist die Liebe Gottes [Liebe zu Gott], dass wir seine Gebote halten, und seine Gebote sind nicht schwer" (1 Joh 5:3).  Auch im Alten Testament steht die Liebe zu Gott immer im Zusammenhang mit dem  Gehorsam gegenüber seinen Geboten.

(andere Gedanken zum Tag ...)
  
Donnerstag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 226)
  Johannes lehrt, dass unser Gehorsam gegenüber Gottes Wort der Beweis dafür ist, dass wir Gott kennen und lieben:  "Und hieran erkennen wir, dass wir ihn erkannt haben: wenn wir seine Gebote halten ... Wer aber sein Wort hält, in dem ist wahrhaftig die Liebe Gottes [Liebe zu Gott] vollendet"
(1 Joh 2:3,5).  Unsere Liebe zu Christus zeigt sich durch unseren Gehorsam ihm gegenüber: "Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt" (Joh 14:21).  Gehorsam offenbart die Liebe zu Gott.  Ungehorsam dagegen zeigt einen Mangel an Liebe: "Wer mich nicht liebt, hält meine Worte nicht", sagt Jesus (Joh 14:24).

(andere Gedanken zum Tag ...)
   
Freitag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 226)
  Zu seinen Jüngern sagte Jesus: "Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Lieber bleibe" (Joh 15:10).  Wir können Christi Liebe nicht durch unsere Werke verdienen oder die Errettung durch Gehorsam, aber Gehorsam ist Bedingung dafür, dass unsere Gemeinschaft mit Christus wachsen kann und wir Freude daran haben.

(andere Gedanken zum Tag ...)
   
Samstag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 227)
  ... Dann ermahnt Jesus die Jünger in seiner Liebe zu bleiben, indem sie seinen Geboten gehorchen.  Bruce Ware schreibt dazu:
  "Seine Jünger sollten erkennen, dass Gehorsam und Liebe zu dem, dem man gehorsam ist, untrennbar miteinander verbunden sind - und  das ist nichts Neues oder Merkwürdiges.  Jesus macht klar, dass es auch zwischen ihm selbst (dem Sohn) und seinem Vater so war ... In der Beziehung zwischen Gott dem Vater und Gott dem Sohn sind also Liebe und Gehorsam untrennbar miteinander verbunden."

(andere Gedanken zum Tag ...)
     
Sonntag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 227)
  Jesus sagt: "Wenn irh mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten" (Joh 14:15).  Jesus meint damit einen Gehorsam, der bereitwillig aus dem Herzen kommt und nicht einen erzwungenen Gehorsam ohne Freude.  Die Liebe motiviert uns zu gehorchen.  Und der Heilige Geist gibt uns die Kraft, zu lieben (s. Joh 14:15-31; siehe auch 5.Mo 30:6)

(andere Gedanken zum Tag ...)
    
Montag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 229)
  Im Alten Testament waren Esra und Nehemia zwei hervorragende vorbildliche Leiter, die den Gehorsam vorlebten und lehrten.  Als Esra, ein Lehrer, Priester und Schriftgelehrter aus Babylon nach Jerusalem kam, um den im Exil Lebenden zu dienen, sah er, dass die fremden Nationen dort Gottes Volk dazu gebracht hatten, sich mit ihnen zu verheiraten.  Diese Sünde war laut Gottes Gesetz strikt verboten (s. Esr 9:1-2; 10:18).
  Wie alle ernsthaften Leiter handelte Esra sofort.  Zuerst brachte er die Nation dazu, ihre Sünde zu bekennen und zu bereuen (s. Esr 9:3-10:1).  Dann machte Esra einen Plan, um ihre sündigen Entscheidungen rückgängig zu machen, und das Volk antwortete mit Gehorsam.

(andere Gedanken zum Tag ...)
   
Dienstag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 229,230)
  Später kam Nehemia uas Persien nach Jerusalem, um die zerfallene Mauer der Stadt Jerusalme wieder aufzubauen, die hundertundvierzig Jahre zuvor von den Babyloniern zerstört worden war.  So wie auch Esra musste Nehemia die Führer des Volkes ermahnen, dem Gesetz Gottes zu gehorchen.
... Er ging ihnen mit gutem Beispiel voran.  Mit seinem eigenen Geld kaufte er die Juden zurück, die wegen ihrer Schulden versklavt worden waren.  Als Statthalter von Judäa nahm er nicht sein volles Gehalt an und belastete das Volk nicht mit ungebührlichen Steuern.  Auf Grund seiner Treue, Weisheit und Liebe horchte das Volk Gottes und blühte wieder auf.  Auch Heute ist er für uns ein Vorbild.

(andere Gedanken zum Tag ...)
  
Mittwoch
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, ,230, 231)
  Einige Könige Israels zeigten ganz offen ihren Ungehorsam gegenüber den Geboten Gottes.  Sie opferten heidnische Götzen, schändeten den Tempel, missachteten das Passafest und den Sabbat, verletzten den Bund, verloren die Schriftrollen mit Gottes Geboten, lehnten Gottes Propheten ab und führten das Volk in den geistlichen Ruin und unter das göttliche Gericht.  Diese Führer liebten weder selbst ihren Herrn, den Gott, von ganzem Herzen, ganzer Seele und Kraft (s. 5 Mos 6:4-5), noch lehrten sie das Volk, Gott zu lieben und seine Gebote zu halten. (s. 5 Mos 6:7-9).  Da sie Gott weder liebten, noch ihm vertrauten, gehorchten sie ihm nicht.  Stattdessen liebten und gehorchten sie den Göttern der anderen Nationen.

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                       
Donnerstag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, , 231,232)
  Im Alten Testament ist König Saul ein klares Beispiel dafür, welche Folgen Ungehorsam haben kann.  Gott befahl dem König, die Stadt Amalek mit all ihren Tieren vollkommen zu vernichten.  Aber Saul gehorchte nur teilweise:  Er vernichtete die Stadt, aber er behielt die besten Tiere und das Beste der Beute für sich und sein Volk.  Als der Prophet Samuel ihn wegen seines Ungehorsams dem Herrn gegenüber zur Rede stellte, rechtfertigte Saul seinen Ungehorsam mit der Aussage, dass die Tiere für religiöse Opfer für Gott gedacht wären.  Samuels Antwort war heftig:
  "Hat der Herr so viel Lust an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, dass man der Stimme des Herrn gehorcht?  Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerksam besser als das Fett der Widder.  Denn Widerspenstigkeit ist eine Sünde wie Wahrsagerei, und Widerstreben ist wie Abgötterei und Götzendienst" (1 Sam 15:22-23).

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                     
Freitag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, , 232, 233)
  Während viele Könige ungehorsam waren, gab es auch einige gute Könige, die den Herrn liebten und ihm voll und ganz gehorchten.  König Josia, so sagt die Bibel, kehrte sich zum Herrn "mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele und mit seiner ganzen Kraft nach dem ganzen Gesetz des Moses" (2 Kö 23:25).  Das bedeutet nur, dass er dem Gebot gehorchte, den Herrn, seinen Gott mit seinerm ganzen Herzen, seiner ganzen Seele und seiner ganzen Kraft zu lieben (s. 5 Mo 6:5).
...
Er erneuerte den Bund mit Gott, leitete das Volk im Gebet, im Bekenntnis der Sünde und in der Buße, lehrte das Gesetz Gottes und setzte die jährliche Feier des Passahfestes wieder ein )s. 2 Kö 22:1-23,25).
....
Dadurch wurde die ganze Nation wider wieder belebt und reformiert.  Alle nachfolgenden Reformen und jede Wiederbelebung haben auf die gleiche Weise begonnen, nämlich mit einem Herzen, das vom Heiligen Geist gewegt wurde, das Wort des Herrn zu lieben und ihm zu gehorchen.

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                   
Samstag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, ,  233,234)
  Gehorsam iste eine gewaltige motivierende Kraft.  Gehorsame Leiter werden ihre Mitgläubigen aufoperfungsvoll lieben und ihnen dienen, weil die Bibel sagt: "Wir sind schuldig, für die Brüder das Leben hinzugeben" (1 Jo 3:16).  Und sie sind bereit, sündiges Verhalten zurechtzuweisen, weil die Heilige Schrift sagt: "Überführe, strafe, ermahne mit aller Langmut und Lehre " (2 Tim 4:2).  Sie werden sich bei der Leitung viel Mühe gebe, weil das Wort Gottes sagt, dass diejenigen, die leiten, es "mit Fleiß" tune sollen (Röm 12:8).  Sie werden sich mit viel Einsatz um Gottes Herde kümmern, weil sie glauben, dass der Heilige Geist sie als Hirte der Herde eingesetzt hat (s. Apg 20:28).  Sie werden ihre Pflichten erfüllen, weil sie gehorsame Diener sind.

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                  
Sonntag
"Den Geboten Christi gehorchen und andere Gehorsam lehren"
"Wenn ihr mich liebt, so werdet ihr meine Gebote halten."
(Joh 14:15)

(aus "Mit Liebe leiten", Alexander Strauch, 234)
  Wenn wir nicht Gehorsam lehren und vorleben, dann werden wir auch nicht christliche Liebe lehren und vorleben.  Ohne Gehorsam können wir auch nicht über Liebe sprechen.  Liebe kann nur wachsen, wenn sie ihre Wurzel im Boden echten Gehorsams hat.
  Die Bibel sagt: "Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen."  (Jak 1:22)

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                   
Montag
"Wer den Herrn fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn;
  wer Ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen.
"
(Sprüche 14:2)

(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Gottesfurcht - noch tiefer ist eigentlich gemeint Ehrfurcht vor Gottes Heiligkeit und Souveränität (Herrschergewalt über alles, was geschaffen ist im Himmel und auf Erden), war in unserem christlichen Abendland ein Charakteristikum, welches unsere Väter der früheren Generationen hoch hielten.  Gesetze und Ordnungen in unserem Land hatten die Furcht des Herrn zum Grund.  Das blieb nicht ohne eindrückliche Segesnspuren.
  Wie früher, hinter dem Eisernen Vorhang, wo man glaubte: "Ohne Gott und Sonnenschein, holen wir die Ernte ein", glaubt man heute in unserem Wohlstandsländern, keinen Gott mehr nötig zu haben.  Das wird ernste Folgen haben!  Der Mensch unserer Zeit hat sich selber auf imponierende Höhen emporgearbeitet.  Er ist dem Lockruf der alten Schlange gefolgtÖ  "Ihr werdet sein wie Gott!" (1 Moses 3:5).  Und weil das schon die ersten Menschen geglaubt haben, ist der Fluch Gottes über sie gekommen.  Dasselbe Unheil trifft auch die heutigen Verächter! Gott ändert sich nie!
(Fortsetzung)

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                   
Dienstag
"Wer den Herrn fürchtet, der wandelt auf rechter Bahn;
  wer Ihn aber verachtet, der geht auf Abwegen.
"
(Sprüche 14:2)

(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  (Fortsetzung vom Vortag)
  Liebe Leser, ...., ist der ewige Gott und Vater im Himmel und Jesus Christus, dein Heiland und Erlöser, für dich das Anbetungswürdigste und Liebenswerteste?  Wandelst du "auf rechter Bahn"  im Gehorsam des Glaubens?  Diese Fragen gelten auch mir.  Ein überzeugtes "Ja!" macht die und mich in der heutigen Zeit zu einem Sonderling.  Aber "wohl dem, der den Herrn fürchtet und auf seinen Wegen geht!"  (Psalm 128:1).  Wohl dem! - Welch eine Verheissung!

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                     
Mittwoch
"Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe.  Eins aber ist not.  Maria hat das gute Teil gewählt; das soll nicht von ihr genommen werden."
(Lukas 10:41-42)

(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Das Sendschreiben an die Gemeinde in Ephesus berichtet uns über eine besondere Prägung der Gemeinde.  Der Name Ephesus legt die Spur dazu: Antrieb, Betrieb.  Das war das Unheilvolle in Ephesus, dass man in einen Betrieb hineingeraten war und dass man über der Vielgeschäftigkeit die erste Liebe verlassen hatte.  Man arbeitete für den Herrn, aber man hatte keine Zeit mehr für den Herrn selber und für den Herzensumgang mit ihm.  Arbeit, Betrieb - aber keine Stille.
Ist das nicht auch die Gefahr der christlichen Kreise der Gegenwart? Wie viele Stunden werden gehalten, was wird sonst noch alles getan und geleistet!  Es ist wirklich staunenswert, was für ein reger Betrieb in christlichen Kreisen herrscht.
  (Fortsetzung folgt)

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                     
Donnerstag
"Marta, Marta, du hast viel Sorge und Mühe.  Eins aber ist not.  Maria hat das gute Teil gewählt; das soll nicht von ihr genommen werden."
(Lukas 10:41-42)

(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  (Fortsetzung vom Vortag)
 Aber  Ich sage nichts dagegen, dass in der gläubigen Gemeinde gearbeitet wird. Aber das sage ich, dass in die Gefahr so gross ist, dass man in den Betrieb hineingerät und darüber die Liebe zum Herrn in den Hintergrund treten lässt.  Gott helfe uns, dass wir die Gefahr erst eínmal erkennen!  Damit ist sie noch nicht beseitigt.  Aber wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.  Leicht wird es nicht immer sein, den Betrieb zu vermeiden.  Und es wird auch nicht leicht sein, in aller Arbeit die Zeit für den Herzensumgang mit dem Herrn zu finden.  Aber es muss gehen und dann wird es auch gehen.  - Der Herr schenke uns Maria-Gesinnung!
                      (Ernst Modersohn 1870-1948, aus "Ich habe wider dich ...I")

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                    
Freitag
"Es ist gut, auf den Herrn vertrauen und nicht sich verlassen auf Menschen."
(Psalm 118:8)
"Vertraulichkeit - Vertrauen!"
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es gibt viele gläubige Christen, die in einem recht intimen Vertraulichkeitsverhältnis zu Gott stehen.  Wenn man sie vom Heiland reden hört, hat man den Eindruck, dass er ihnen wirklich ein treuer, lieber, nahestehender Hausfreund ist, mit dem sie so recht herzlich von du zu du verkehren, mit dem sie alles besprechen und der an allem in ihrem Tageslauf teilnimmt.  
  Und doch ist es merkwürdig, sehen zu müssen, wie so manche dieser vertraulichen Gottesfreunde ganz plötzlich die Fassung, alle innere Freude und Ruhe verlieren können, wenn einmal ein Sturm kommt, Not hereinbricht.  Warem denn?  Weil eben Vertraulichkeit und Vertrauen nicht ohne weiteres dasselbe ist.
  (Forstetzung folgt)


(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                    
Samstag
"Es ist gut, auf den Herrn vertrauen und nicht sich verlassen auf Menschen."
(Psalm 118:8)
"Vertraulichkeit - Vertrauen!"
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  (Forstetzung vom Vortag)
  Gewiss führt jedes wahre Gottvertrauen auch zu einer heiligen, ehrfurchtsvollen Vertraulichkeit der Seele mit ihrem Herrn und Heiland.  Aber nicht jede Vertraulichkeit im Umgang mit Gott ist auch schon ohne weiteres ein wahres biblisches Gottvertrauen.  Im Gegenteil, gerade die Vertraulichkeit, die sich auch manchmal so offen und laut in den Gesprächen kundgibt, die auch so gedankenlos bei jeder Gelegenheit den heiligen Freudesnamen gebraucht, ohne dass man die tiefe Ehrfurcht und Scheu von dem dreimal heiligen Gott spürt, ist selten auch zugleich ein echtes, tiefes Gottvertrauen.
  Wahres Gottvertrauen ist etwas viel zu Heiliges, viel zu Innerliches und Intimes, als dass es viel Worte ertragen könnte. - "Es ist gut, auf den Herrn vertrauen!"
                                          (Johannes Schneider aus "Elias-Predigten")

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                  
Sonntag
"Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht."
(Römer 7:18)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Den Kindern (und den Erwachsenen), die immer sagen: "ja", "ja gleich"  und "ich will mir Mühe geben" usw., nachher ihr Wort aber nicht in die Tat umsetzen, denen geht es wie den Leuten, die der Apostel Paulus in seinem Brief an die Römer beschreibt, die ganz verzweifelt bekennen müssen: "Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht."  Sie nehmen sich immer allerlei Gutes vor, fassen einen wohlgemeinten Vorsatz nach dem andern, aber sie führen nichts aus.  Der Wille zum Vollbringen des Guten fehlt.
  Woran kann das liegen?  Es kommt zumeist dader, dass die Macht ders Fleisches stärker ist als dein Wille und dich die Lust zum Ungehorsam und zum Bösen immer wieder reizt.  
  (Forstetzung folgt)
                              

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                    
Montag
"Wollen habe ich wohl, aber das Gute vollbringen kann ich nicht."
(Römer 7:18)
"Vertraulichkeit - Vertrauen!"
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  (Forstetzung vom Vortag)
  Du erliegst ihrem Locken, und so kommt es, dass du stillschweigend eine guten Vorsatz nach dem andern begräbst, und schließlich dein Herz einem grossen Friedhof gleicht, auf dem du Jahr für Jahr deine guten Vorsätze zu Grabe getragen hast.  Und zuletzt wird dein Herz ganz empfindlich gegen die Mahnrufe des Heiligen Geistes; stumpf und gleichgültig lebt es sein Leben weiter, und dass es das Gute nicht vollbringt, tut ihm schließlich gar nicht einmal mehr leid.  Und einen gibt es, der freut sich darüber, das ist der Satan.  - Fasse von heute an keine guten Vorsätze mehr, die du nicht auch wirklich ausführst!
                                          (aus "Komm zum Heiland", Kinderandachtsbuch)

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                    
Dienstag
"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt.  Dies ist das höchste und größte Gebot." (Matthäus 22;37-38)
"Aus Liebe"
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Die nachfolgende Erzählung von Renate Hanssmann, die ich hier kurz wiedergebe, trägt den Titel "Aus Liebe".
  Horst schlendert durch die Straßen der Stadt.  Er mächte so gern etwas für seinen Heiland tun, weiss aber nicht was und wie er es anstellen soll.  Plötzlich horcht er auf. Hackt da nicht jemand Holz?  Da erspäht er einen alten Mann, der sich mühsam aus seiner gebückten Haltung aufrichtet und murmelt: "Bald geht es nicht mehr!" - und schon steht Horst vor dem Betagten.  Hier hat er endlich eine Gelegenheit etwas für den Herrn Jesus zu tun.  "Guten Tag", grüsst der Junge freundlich.  Mürrisch mustert ihn der Betagte: "Mach dass du wegkommst, ich brauche keine Zuschauer!"  - "Ich will ja gar nicht zuschauen, sonder Ihnen helfen.  Darf ich?" - "Kannst du denn überhaupt Holz hacken?", spöttelt der Betagte. - "Zu Hause spalt ich immer das Holz.  Lassen Sie mich es doch wenigstens einmal vesuchen.  Sie können mir es ja sagen, wenn ich es nicht richtig mache!" - "Wie viel Geld willst du denn dafür haben?", fragt der Mann.  "Gar nichts!", erwidert Horst.  "Darf ich jetzt anfangen?" - "Nun gut", brummelt der Greis, sich auf eine Holzklotz niederlassend.  "Aber irgend etwas steckt bestimmt dahinter.  Umsonst arbeitet heutzutage doch keiner mehr."
  (Fortsetzung folgt)                                          Bernd Knörr

"Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen ... Ihr dient dem Herrn Christus!" (Kolosser 3:23-24)

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                     
Mittwoch
"Das andere Gebot aber ist dem gleich: "Du sollst deine Nächsten lieben wie dich selbst."  In diesen beiden Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten." (Matthäus 22;39-40)
"Aus Liebe"
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  (Fortsetzung vom Vortag)
  In unserer gestrigen Betrachtung habt ihr vernommen, wie der Knabe Horst an einem freien Nachmittag gerne etwas für den Heiland tun wollte.  Da erspähte er einen betagten Mann beim Holzhacken, dem er dann seine Mithilfe anbot.  
  Host arbeitet, dass ihm derSchweiss von der Stirne rinnt.  Aus einem Fenster des nahen Hauses schaut eine Frau mit weissen Haaren heraus und lädt die beiden zu einem Kaffee ein.  Auf dem Küchentisch stehen drei Tassen mit dampfendem Kaffee und etwas Kuchen.  Bevor Horst Speise und Trank zu sich nimmt, neigt er sich zu einem kurzen Dankgebet.  Der Betagte rührt schweigend in seiner Tasse.  Plötzlich wendet sich der Greis forschend dem Knaben zu: "Warum hast du mir eigentlich geholfen?  Sonst spielen Jungens in deinem Alter doch lieber Fußball.  als dass sie alten Leuten helfen." - "Ja, das stimmt", bestätigt Horst.  "Aber ich tue es aus Liebe."  - "Aus Liebe?", staunend zieht der Alte die Augenbrauen hoch.  "Das verstehe ich nicht.  Und du, Anna?"  Seine Frau schweigt.  Horst erklärt nun: "Wissen Sie, ich bin ein Kind Gottes.  Ich habe dem Herrn Jesus Christus mein Herz geschenkt, und aus Liebe zu ihm helfe ich anderen.  Er hat ja so viel für mich getan.  Aber nicht nur für mich, für alle Menschen ist er am Kreuz gestorben, und deswegen tue ich dies aus Liebe zu ihm."
  (Schluss folgt)                                                               Bernd Knörr

"Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe." (Epheser 4:15)

(andere Gedanken zum Tag ...)
                                                                                                                                                                                                      
Donnerstag
"Ihr seid das Licht der Welt.
  So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen."
(Matthäus 5:14,16)
"Aus Liebe"
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  (Fortsetzung vom Vortag)
  Die gestrige Kalendarbotschaft hat euch berichtet, wie der Jüngling Horst bei einem betagten Mann Holz hackte.  Der Greis wollte wissen, warum er das tue.  Horst erklärte ihm, dass er ein Kind Gottes sei und weil der Herr Jesus so viel für ihn getan habe, helfe er gerne anderen - aus Liebe zum Herrn Jesus.  Horst ergänzt nun noch: "Meine Eltern und meine Schwester sind auch gläubig.  Wir besuchen sonntags immer den Gottesdienst.  Ich lade sie auch herzlich dazu ein.  Es würde mich sehr freuen, wenn sie mal kommen!"  - Treuherzig sieht Horst den Betagten an.  "Abgemacht, mein Junge - wir kommen!"
  Am Sonntag sind dann beide zum Gottesdienst erschienen.  Nach der Versammlung muss Horst lange auf sie warten.  Endlich verlassen die zwei Eingeladenen, begleitet vom Prediger, den Saal.  Freudig bekennt der Betagte: "Nun sind wir verwandt, mein Junge.  Ich bin jetzt auch ein Kind Gottes.  Wir haben jetzt den gleichen Vater!" - Da legt der Pastor den Arm um Horsts Schulter und sagt ihm: "Horst, was man aus Liebe tut, ist nicht umsonst und wird immer belohnt!"
  Herr Jesus Christus, schenke auch uns bitte sehende Augen, hörende Ohren und ein offenes, mit wahrer Liebe erfülltes Herz, damit wir die Bedürfnisse und Probleme unserer Mitmenschen erkennen und ihnen, soweit es uns möglich ist, mit Rat und Tat beistehen können, damit dadurch dein wunderbarer Name verherrlicht und gepriesen werde!                                                                                                                      Bernd Knörr
(andere Gedanken zum Tag ...)

 Freitag
"Darin ist die Liebe bei uns vollkommen, dass wir Zuversicht hben am Tag des Gerichts; denn wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt." (1 Joh 4:17)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es war wieder einmal Zeit zum Einkaufen.  Verschiedene Dinge zum täglichen Leben mussten besorgt werden.  Langsam deckt sich der Boden des Einkaufswagens.  Dann, kurzes Schlangestehen an der Kasse, eintippen, bezahlen und raus aus dem Gedränge!
  Beim Ausgang stellt sich mir eine ältere Dame in den Weg.  Ich will zielstrebig an ihr vorbeigehen.  Sie stellt sich mir aber mit einem klaren und unmissverständlichen "Halt!" in den Weg.  "Sie wissen genau, warum ich sie aufhalte, sie haben gestohlen!"  Zuerst erschrak ich.  Diesen Befehltston bin ich nicht gewohnt.  Aber dann ging ich mit leichten Schritten und freudigen Herzens in die Kammer.  Zuerst die Ware, dann die Quittungen - alles in Ordnung.  "Und in der Hosentasche?", fragt die Dame noch einmal bestimmt.  "Nur ein zerknittertes Stückchen Papier!"  Nun wird die Dame auf einmal ganz freundlich und sprach:  "Ich dachte, sie hätten eine Batterie gestohlen.  Es tut mir leid für ihre Unannehmlichkeiten!  Sie sind frei, sie können gehen!"
  Wer seine Sündhaftigkeit vor Gott einmal so richtig erkannt hat und dann im Opferblut Jesu Christi Vergebung und Frieden erlangt hat, der hat ein gutes Gewissen (Hebräer 13:18) und läuft fröhlich und dankend nach Hause!
  "Wer will verdammen? Christus Jesus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, der zur Rechten Gottes ist und uns vertritt" (Röm,er 8:34)

(andere Gedanken zum Tag ...)
 
 Samstag
"In ihm seid auch ihr, die ihr das Wort der Wahrheit gehört habt, nämlich das Evangelium von eurer Seligkeit - in ihm seid auch ihr, als ihr gläubig wurdet, versiegelt worden mit dem Heiligen Geist, der verheissen ist." (Epheser 1:13)
"Wie erlangt man Heilsgewissheit?"
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wir können den Menschen nicht Heilsgewissheit geben, aber wir können als Mitarbeiter Gottes sie auf den Punkt zu bringen versuchen, wo sie das Heil empfangen können.  Und dieser Punkt ist immer: unbedingte Übergabe an Gott auf allen Gebieten des Lebens!  ... Wo das nicht der Fall ist, sucht man vergeblich die Heilsgewissheit ... Es fehlt das göttliche Siegel.  Paulus sagt den Ephesern: Ihr habt geglaubt an das Evangelium, und Gott hat versiegelt.
  Wir machen leider die traugrige Erfahrung, dass viele von den Leuten, die auf unseren Versammlungsbänken sitzen und die alle mehr oder weniger für gläubig angesehen werden, nicht wirkliche Heilsgewissheit besitzen, Heilsgewissheit, wie sie in dem Wort dargestellt ist: "Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind"  (Römer 8:16).  Der Apostel nennt diese Erfahrung eine Versiegelung.  Was wird versiegelt?  Ein Testament oder ein Vertrag.  Wir können ein Testament machen, aber versiegeln muss es ein anderer, einer, der die Macht dazu besitzt.  Nur der Heilige Geist hat die Macht, Heilsgewissheit zu geben!
                               Georg Steinberger 1865-1904 (aus "Heilsgewissheit")
(andere Gedanken zum Tag ...)
  
 Sonntag
"Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort, das wir hören, damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben." (Hebräer 2:1)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wahrscheinlich kennst auch du das Navigations-System, mit dem heute schon viele Autos ausgerüstet sind.  Man muss nur den Bestimmungsort eingeben und dann übernimmt das Gerät die Leitung und Führung.  Es zeigt auf dem Bildschirm an, wo ich mich befinde udn wie ich weiterfahren muss, um zum Ziel zu gelangen.  Eines allerdings ist wichtig!  Es dient mir nur, wenn ich den Zielort eingebe.  Das ist klar.
  Was uns hier so klar scheint, ist leider vielen Menschen im Blick auf ihr Leben nicht klar.  Sie leben so dahin und haben vergessen, den Zielort für ihr Leben zu bestimmen.  Darf ich dir diesbezüglich eine Frage stellen?  Was ist dein Zielort?  Wohin willst du?  Was soll die Endstation deines Lebens sein?  Ich kann an dieser Stelle nur staunen, wie einfach es uns der lebendige und allmächtige Gott gemacht hat.  Wer ihn als Zielort gewählt hat und dem Weg, der Jesus Christus heisst, bleibt, kommt wohlbehalten an.  Wer aber kein Ziel hat und nur so in den Tag hinein lebt, landet automatisch dort, wo er gar nicht hin will, nämlich in der Verdammnis und ist ein von sich selbst und seiner Umwelt betrogener Mensch.
  Von mir darf ich sagen, dass ich gewählt habe.  Der Herr Jesus ist in meinem Leben Anfang und Ziel.  Ich liebe ihn deshalb, weil er sein Leben und Blut für mich gegeben hat.  Ich darf jetzt aus lauter Güte und Gnade sein Leben haben und kann mit Freuden sagen:  "Christus ist mein Leben" (Philipper 1:21).  Etwas Herrlicheres gibt es nicht!"
                                                                            Hans-Dieter Pfleiderer
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
 Montag
"Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet." (Mathäus 21:16)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Im Kindersaal einer Klinik überraschten einmal kranke Kinder Schwester Getrud mit der Frage: "Sag mal, Tante Getrud, warum bist du eigentlich Schwester?"  Aber sie brauchte gar nicht zu antworten.  Ganz hinter in der Ecke meldet sich stürmisch eine Achtjährige: "Ich weiss ..., du bist Schwester, weil du einen Bruder hast!"  Eine bessere Antwort hätte auch Schwester Gertrud nicht geben können.  Ja, sie ist Schwester, weil sie einen grossen, mächtigen Bruder hat!  Hier ist die Verwandtschaft mit Jesus Chrstus gemeint!
  Wie wird man sein Bruder, seine Schwester?  Der Herr Jesus hat es einmal so gesagt:
"Wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder, und meine Schwester und meine Mutter" (Markus 3:35)  Gottes Willen tun heisst: in eine aufrichtige und bleibende Beziehung zu Jesus treten und ihm dienen in gläubigem Gehorsam und tätiger Liebe!  Keine Frage:  Seligkeit erlangen wir durch Gnade allein, die in Christus Jesus ist!  Aber wenn sein Geist in uns wohnt, dann wird er auch in uns "die Frucht des Geistes" (Galater 5:22-23) wirken, so dass unser Leben überströmend wird von Gott wohlgefälligen, guten Werken.  Unsere Nachfolge wirk konkret, unser Glaube wird glaubwürdig!  Jakobus sagt (Kapitel 2:17): "So ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot in sich selber".  Dabei spricht Jakobus nicht von "Gesetzeswerken", sondern von den "Werken des Glaubens",  von dem, was aus unserer lebendigen Beziehung und Gemeinschaft mit Jesus Christus aus unserem Leben herausfließt!
                                                       Peter Quellmatz (aus "Ackerfeld")
(andere Gedanken zum Tag ...)

 Dienstag
"Jesus, voll heiligen Geistes, kam zurück vom Jordan und wurde vom Geist in die Wüste geführt und vierzig Tage lang vom Teufel versucht." (Lukas 4:1-2)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wir wollen miteinander betrachten, wie unser Herr Jesus in der Stunde der Versuchung dem Teufel siegreich widerstanden hat, um auch für unser Leben in der Stunde der Versuchung gerüstet zu sein.  Das Wort Gottes zeigt uns, dass Jesus Christus vierzig Tage versucht wurde.  Was in diesen vierzig Tagen alles über den Herrn Jesus gegangen ist, sagt uns die Bibel nicht, doch eines dürfen wir sicher sein:  Es gibt keine Versuchung, die uns Menschen betreffen kann, die unser Heiland nicht selbst erlebt und siegreich überwunden hat.  In Hebräer 2:18 steht das gewaltige Wort:  "Worin er selbst gelitten hat und versucht worden ist, kann er helfen denen, die versucht werden."
  Und noch etwas ist mir zum Trost geworden.  Jesus aß während dieser vierzig Tage nichts.  Wie schwach er dem Leib nach geworden ist können wir nur erahnen.  Hier dürfen wir sehen, dass nicht unsere körperliche Kraft maßgeblich ist, sondern ob wir dem Feind in der Kraft des Heiligen Geistes entgegen treten.
  Als diese vierzig Tage vollendet waren, versucht der Teufel den Herrn Jesus auf drei Gebieten, zum einem dem Leib nach, dann in der Seele und zuletzt im Geist.  Und immer wieder beginnt der die Versuchung mit der Frage: Bist du Gottes Sohn? Und wie fragt er dich?  Bist du ein neugeborenes Gotteskind?  O dann antworte ihm doch wie der Herr Jesus: Es steht geschrieben - wiederum steht geschrieben! (Matthäus 4:3-10)
                                                       Hans Martin Heck
(Fortsetzung folgt)
(andere Gedanken zum Tag ...)

 Mittwoch
"Jesus antwortete ihm:  Es steht geschrieben:  "Der Mensch lebt nicht allein vom Brot."" (Lukas 4:4)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es ist schon verwunderlich, dass der Teufel Interesse zeigt am leiblichen Wohlergehen des Herrn Jesus.  Und er hat auch gleich eine Hilfe parat: Er sagt: "Sprich zu diesem Stein, dass er Brot werde" (Vers3).  Aber Jesus weist das von sich, mit unserem Tagesvers: "Der Mensch lebt nicht allein vom Brot."
  Gewiss wäre eine leibliche Stärkung für den Heiland sehr nötig gewesen, aber er stellt die Dinge ins rechte Licht.  Und das ist auch für unser Leben von entscheidender Bedeutung.  Kennen  wir nicht auch in unserem Leben die Versuchung, wo dann immer wieder die Frage auftaucht:  Was werden wir essen und trinken, womit werden wir uns kleiden, oder wie wird es mit meinem Leib in Krankesnöten weitergehen?  Alles Fragen, die eine Berechtigung haben.  Aber machen diese Dinge das Leben eines Gotteskindes aus?  Ist uns nicht bewusst, dass wir Brot für unseren Leib essen und doch unaufhaltsam dem leiblichen Tod entgegengehen?  Darum heisst es für ein Kind Gottes: Es lebt nicht vom Brot allein!
  Von welchem Brot ernährt sich dann der Gläubige?  Von dem Brot, das aus dem Himmel kommt.  Jesus sagt: "Ich bin das Brot des Lebens" (Johannes 6:48).  Paulus sagt von sich: "Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn"  (Philipper 1:21).  Christus, geoffenbart in seinem Wort, soll unsere Speise sein.  Der Herr Jesus sagt: "Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das (was unsere Leibesbedürfnisse betrifft) alles zufallen"  (Matthäus 6:33)
                                                       Hans Martin Heck
(Fortsetzung folgt)
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben:  "Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen."" (Lukas 4:8)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es heißt hier: "Und der Teufel führte ihn hoch hinauf und zeigte ihm alle Reiche der Welt in einem Augenblick und sprach zu ihm:  Alle diese Macht will ich dir geben und ihre Herrlichkeit; denn sie ist mir übergeben, und ich gebe sie, wem ich will.  Wenn du mich nun anbetest, soll sie ganz dein sein."  Ein verlockendes Angebot! Ohne das Kreuz zur Krone?  Eine irdische und vergängliche!
  Satan verlangt Anbetung, dass heißt, sich ihm unterordnen, und verspricht zeitliche Freuden.  Der Herr Jesus lehnte das Angebot mit unserem Eingangsvers ab.  Lesen wir ihn noch einmal!  Benützt nicht der Feind auch unser Denken und Fühlen (unserer Seele) für seine Angriffe?  Führt er uns nicht auch gelegentlich hoch hinauf?  Will er uns nicht davon abhalten, die Schmach Christi zu tragen?  Flüstert er den Gotteskindern nicht ein:  Warum willst du verzichten und Leiden auf dich nehmen um Jesu Christi willen - siehts du nicth, die ganze Welt sthet dir offen?
  Der Herr Jesus erwählte das Kreuz um unser aller willen, so wollen auch wir hinausgehen zu ihm, aus dem Lager und seine Schmach tragen (Hebräer 13:13).  Mose erwählte viel lieber mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, als die zeitliche Ergöttzung der Sünde zu haben.  Warum?  Er sah auf die Belohnung.  Lassen wir uns nicht verführen!  Lasst uns Gott anbeten, das heisst auch, sich ihm unterordnen und ihm dienen, gerade da wo er mich hingestellt hat!  Dann werden wir eine unvergängliche Krone empfangen.                                                                                Hans Martin Heck
(Fortsetzung folgt)
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Freitag
"Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen."" (Lukas 4:12)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wir lesen hier, wie der Teufel den Herrn Jesus nach Jerusalem führte, ihn dann auf die Zinne des Tempels stellte und zu ihm sagte: "Bist du Gottes Sohn, so wirf dich von hier hinunter; denn es steht geschrieben (Psalm 91:11,12): "Er wird seinen Engeln deinetwegen befehlen, dass sie dich bewahren.  Und sie werden die auf Händen tragen, damit du deine Fuß nicht an einen Stein stößt."

 
Beachten wir, an welchem Ort und auf wa für eine Ebene der Herr Jesus hier versucht wurde: Der Tempel, die Stätte der Begegnung mit dem lebendigen Gott.  Schon als Zwölfjähriger sagte er: Muss ich nicht sein in dem, was meines Vater ist?  Er, der sich in allem den Willen seines Vater unterordnete und nichts tat, als nur das, was dem Willen Gottes entsprach.  Nun gibt der Teufel ihm einen Befehl und begründet ihn damit: "Es steht geschrieben!"  Aber der Herr Jesus blieb dabei, nichts anderes zu tun, als nuir das, was sein Vater von ihm wollte.

  Was können wir für unser Glaubensleben daraus lernen?  Ist nicht der Feind daran interessiert, unseren Glauben und unser Vertrauen zum lebendigen Gott zu erschüttern?  In den mancherlei Proben, in ungelösten Fragen, vielleicht auch wenn unsere Gebete bis Heute nicht erhört wurden, woll wir dem Feind widerstehen und unseren Gott vertrauen!  Vielleicht sagt der Teufel auch zu dir:  Es steht geschrieben!  Trete ihm fest im Glauben entgegen!  "Wiederum steht geschrieben (5. Moses 6:16): Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen." (Matthäus 4:7)
                                                                               Hans Martin Heck
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Samstag
"In Jesus Christus wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und an dieser Fülle habt ihr teil in ihm, der das Haupt allere Mächte und Gewalten ist." (Kolosser 2:9-10)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Die Fülle Gottes lebt nie in uns, nie in den gottesdienstlichen Formen der Gemeinde, nie in unserer Lehrbildung.  Die Fülle Gottes lebt allein in Christus! "Leibhaftig" sagt Paulus, um betont zu verhüten, dass aus dem "Heil in Christus" ein "Heil in Gedankengängen" wird, die man von ihm empfangen hat.  Kein noch so wahrer biblischer Gedankengang kann den Herrn Jesus selbst ersetzen.  Keine noch so schöne gottesdienstliche Form und Handlung kann an seine Stelle treten.  "Leibhaftig", das heisst: Er in seiner Person ist der Eine, in dem die Fülle Gottes wohnt - er, der als der lebendige, unsichtbare Herr inmitten seiner Gemeinde ist und in ihren Gliedern Wohnung macht.  In ihm sind wir zur ganzen Fülle gekommen.  In uns bleiben wir Bettler, aber in ihm haben wir die Fülle.  Merkwürdig, dass wir dennoch der Versuchung so leicht unterliegen, in irgendwelchen religiösen Gebilden, Trends, und Gedankengängen das Heil zu sehen statt in Jesus Christus allein.  Weil wir in ihm zur Fülle gekommen sind, darum hat das Kind von sieben Jahren, das seinen Heiland lieb gewinnt, und der reife, kluge Mann von fünfzig Jahren, dem viel Erkenntnis zuteil wurde, in ihm in gleicher Weise das ganze Leben.
  Jesus Christus ist zudem das Haupt jeder Macht und Herrschaft in der sichtbaren und unsichtbaren Welt.  Er steht über allem.  Darum darf seine Gemeinde in ihm ihren ganzen Lebensgrund haben.  
   .                                    Erich Schnepel (aus "Der Kolosserbrief")
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Sonntag
"Wer an mich glaubt, der hat das ewige Leben." (Johannes 6:47)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wenn jeder, der an Jesus Christus glaubt, ewiges Leben hat - dann braucht er also nicht zu sterben?  Und doch heisst es, dass alle Menschen sterben müssen.  Das gilt doch für die Gläubigen ebenso wie für die Ungläubigen - oder?  Ja siehst du, es ist beides richtig; der Leib muss bei allen Menschen sterben, die Seele aber behält bei den Gläubigen ewiges Leben.  Aber können denn Leib und Seele von einander getrennt werden?  
  In einer Sonntagsschule wollte ein Prediger den Kindern die Unsterblichkeit klar machen.  Er bemerkte, dass sie íhn nicht verstanden.  Nun zog er seine Uhr heraus und fragte: "Wie wisst ihr denn, dass dies eine Uhr ist?" -  "Wir sehen sie und hören sie ticken!"  Der Prediger nahm die Uhr auseinander, so dass er in der eine Hand das Werk, in der anderen das Gehöuse hielt.  "Nun habe ich zwei Uhren, nicht wahr?" - "Nein, der eine Teil ist nur die Schale", riefen die Kinder.  "Nun will ich die Schale verstecken.  Hört ihr die Uhr noch ticken?" - O ja, seht gut!" - "Also kann die Uhr auch ticken, auch wenn die zwei Teile nicht mehr beisammen sind.  So ist es auch beim Menschen.  Der Leib ist die Schale; die wird abgelöst, in die Erde gelegt und verwest.  Die Seele jedoch lebt weiter, wie dieses Uhrwerk auch weiter läuft, auch wenn kein Gehäuse darum ist.  Dann aber kommt die Zeit, da Gott den Leib auferwecken und verklären wird.  Dann wird Schale und Werk, Leib und Seele, wieder vereinigt und leben ewig.".  
   .                                    (aus "Komm zum Heiland", Kinderandachtsbuch)
(andere Gedanken zum Tag ...)
  
Montag
"Darin besteht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sünden." (1 Johannes 4:10)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wie viel Geduld und Liebe hat dir der himmlische Vater erwiesen, bis du zur Erkenntnis der Wahrheit gekommen bist?  Jetzt, da der Geist Christi in dir wohnt, um dir die Augen aufzutun über die Not deiner Mitmenschen, die Jesus noch nicht kennen und deshalb verloren sind, bis du betrübt.  Gehört dein lieber Ehemann auch noch zu diesen Menschen?  Was kannst du tun?  Pastor Modersohn erzählt dazu diese Geschichte:  "Einige Trinker sitzen im Wirstshaus.  Sie sprechen über dies und das.  Dann kommen auch die Frauen dran.  Da hat der eine noch mehr zu schimpfen als der andere.  Einer nur bleibt still.  Das fällt den andern auf.  "Nun fragen," fragen sie, "du sagst ja nichts?" - "Da kann ich nicht mittun.  Ich habe keinen Grund. mich über meine Frau zu beklagen.  Sie gibt mir kein böses Wort."  Da lachen die anderen und sagen: "So was gibt es doch nicht!" - "Aber sicher", verteidigt er nun seine Frau.  "Ich bin gewiss, wenn ich ihr mitten in der Nacht sagen würde, sie solle aufstehen und mir etwas Essen zubereiten, so würde sie das ohne Widerrede tun."  Der Spott und das Gelächter der andern wird immer lauter.  "Unsinn! Du machst uns was vor."
  Jeder will sich nun selber überzeugen, ob er die Wahrheit gesagt hat.  Die ganze angetrunkene Gesellschaft macht sich auf den Weg zu seinem Haus."
(Schluss folgt).  
   .                                                                           (Peter Derksen)
  "Die Liebe ist langmütig und freundlich ...
  sie lässt sich nicht erbittern,
  sie rechnet das Böse nicht zu." (1. Korinther 13:4-5)

(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Desgleichen sollt ihr Frauen euch euren Männern unternordnen, damit auch auch die, die nicht an das Wort glauben, durch das Leben ihrer Frauen ohne Worte gewonnen werden. " (1 Petrus 3:1)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  (Fortsetzung vom Vortag)
  Mitternacht ist vorbei, alos sie dort ankommen.  Seine Frau ist zu Bett gegangen.  Nun ruft er ihr: "Schnell, Frau, steh auf und bereite uns einen guten Kaffee.  Ich habe Gäste mitgebracht."  Die Männer denken, dass sie nun böse Worte zu hören bekommen, so wie sie das gewohnt sind.  Nach kurzer Zeit hört man das Klappern von Tassen und wenig später bringt sie mit freundlichem Gesicht den dampfenden Kaffee.  Dieser Anblick bleibt nicht ohne Wirkung.  Die Männer fangen an, sich vor der stillen, sanften Frau zu schämen.  Endlich fragt einer: "Wie können sie nur so freundlich zu solchen Leuten wie wir sind sein?  Wie bringen sie das fertig?"  Darauf sagt sie: "Mit schmerzen sehe ich, dass mein Mann alles tut, um sich zu ruinieren. Er hat nur dieses Leben, denn das ewige Leben gibt es für Trinker nicht. Darum will ich ihm sein Erdenleben, das er sich zudem verkürzt, so lieblich wie möglich machen."
  Bald gehen die ernüchterten Gäste weg.  Nun spricht der Mann zu seiner Frau: "Sag, liegt dir soviel am Heil meiner Seele?"  Wie er nun in ihre tränennassen Augen sieht, da kann er nicht mehr an sich halten.  Er bereut sein bisheriges Leben.  Zusammen knien sie nieder vor dem Herrn.  Durch Jesus Christus darf er jetzt ein neues Leben beginnen zu seiner Ehre.
   .                                                                           (Peter Derksen)
  "Die Liebe erträgt alles, sie glaubt alles,
  sie hofft alles, sie duldet alles" (1. Korinther 13:4-7)

(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"... dass ihr gestärkt werdet mit aller Kraft durch seine herrliche Macht zu aller Geduld und Langmut. " (Kolosser 1:11)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Was liegt doch in einem Vers in Gottes Wort verborgen!  Fühlst du dich schwach und hilflos?  Lass es dich nicht kümmern.  Gott rüstet seine Kinder mit Kraft aus und er ist in seinen Darreichungen nicht knauserig.  Von ihm heisst es nicht umsonst:  "Er gibt dem Müden Karft und Stärke genug dem Unvermögenden" (Jesaja 40:29).  Wir haben einen wunderbaren Gott und dürfen ihn  sogar Vater nennen!  Und wozu will der Herr uns stärken?  Zu allem Ausharren und aller Langmut mit Freuden, dass wir dem Vater im Himmel Dank sagen!  Ja, wie viel Reichtum liegt in diesen wenigen Worten.  Darum haben wir auch keinen Grund zum Klagen, sondern viel Grund, unserem treuen und großen Gott zu danken.
  Wie leicht wird der Mensch in den Bedrängnissen des Lebens müde.  Gott aber reicht uns dar aus seiner Fülle.  Er hat genug für jede Situation.  Er erhält uns lange den Mut, sodass wir nicht zu verzagen brauchen.  Gotteskinder sind begnadete Menschen! Sie haben den allmächtigen Gott zum Vater, der größer ist als alles!  Seine Vorräte - Mut, Kraft, Glauben - sind unerschöpflich! Möchten wir es doch alles lernen, ihm so recht freudig zu folgen und ihm von ganzem Herzen zu vertrauen, denn der Herr Jesus enttäuscht uns nie!  Wichtig ist jedoch, dass wir diese Reichtürmer nicht nur in der Bibel aufgezeigt finden, sondern dass wie sie im Glauben wirklich erleben dürfen.  Darum komm, nimm Gott vertrauensselig beim Wort!
   .                              (Paul-Gerhard Mink,1933-2004, aus "Maranatha") )
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Donnerstag
"Wo Neid und Streit ist, da sind Unordnung und lauter böse Dinge. " (Jakobus 3:16)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es gibt ein kleines Ding in unserem Herzen - es ist wie ein Kork.  Immer wieder schwimmt es obenauf - nur zu oft auch bei Gotteskindern!  Es ist keine Erfindung der Neuzeit - und lehren muss uns darin keiner.  Wir können es von selbst!
  Ein Automechaniker sagte einmal zum Pfarrer:  "Ihr Pfarrer habt es doch viel einfacher als wir!  Jedes Jahr müssen wir uns mit vielen neuen Fahrzeugen und Verbesserungen beschäftigen, ihr aber seit Adam und Eva nur mit einer einzigen Art Mensch, der derselbe geblieben ist. "  Ich glaube, derMann hat mindestens an diesem Punkt recht:  So verschieden wir alle sind, etwas verbindet uns, etwas sitzt immer im natürlichen Menschen und zwar in der Mitte seines Herzens:  der Neid, die Eifersucht!
  "Neid und Streit" - interessant, dass beides hier in einem Zug genannt wird!  Der Neid ist sozusagen immer hoch schwnager:  Er gebiert meistens Drillinge:  den Streit, die Lieblosigkeit und das Gekränktsein!  Diese machen sich nicht nur in der Welt des Unglaubens bemerkbar, sondern leider auch in der Gemeinde Jesu.
  Der Neid kommt aus dem Herzen und ist ein untrügliches Zeichen fehlender Demut.  Mit diesem hässlichen Ding in uns werden wir nicht fertig.  Vielmehr macht es uns fertig, unseren lebendigen Glauben und unsere Glaubwürdigkeit als Christen!  Es gibt nur einen, der damit fertig wird: Jesus Christus, der am Kreuz dafür gestorben ist.  Allein unsere verbehaltlose Hingabe an unseren Herrn kann uns in der Tiefe des Herzens verändern!
   .                              (Peter Quellmalz, aus "Ackerfled" )
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Freitag
"Es ist gut, auf den Herrn zu vertrauen und nicht sich verlassen auf Menschen. " (Psalm 118:8)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wie wertvoll scheint es, wenn man gute Beziehungen zu höheren Instanzen hat.  Manche Menschen sind da sehr geschickt.  Im Laufe ihres Lebens haben sie nach allen Seiten hin Verbingungen aufgebaut.  Was geschieht aber, wenn einer ihrer Freunde plötzlich stribt oder sich auch deren Verhältnisse mit einem Mal ändern?  Dann kann es sein, dass man vor Tatsachen steht, wie man sie nie vermutet und gewünscht hätte.  Alle irdische Sicherheit und Zuverlässigkeit stürzt in sich zusammen.  Was dann?
  Ich darf dir von einer Sicherheit und Zuverlässsigkeit sagen, die mit nichts anderem in dieser Welt zu vergleichen ist.  Meine Sicherheit ist Gott selbst und sein Sohn Jesus Christus!  Mein Herr und Heiland vertritt mich Tag und Nacht beim allmächtigen Gott.  Ich habe eine Fürsprecher, welcher sagt: "Ich aber habe für dich gebetet, damit dein Glaube nicht aufhöre" (Lukas 22:32).  Prüfe dich, wem dein Vertrauen gehört. Wie vertrauensselig sind doch so viele Leute in ihren menschlichen Beziehungen.
  Heute betet man zu den verschiedensten Göttern, Heiligen und himmlischen Vertretern, und keiner von ihnen kann bei Gott Fürsprache für mich einlegen.  Die Bibel lehrt uns: "Es ist ein Gott und ein Mittler zwisdhen Gott und den Menschen, nömlich der Mensch Jesus Christus" (1 Timotheus 2:5).  Darum rate ich dir: Wende dich an keinen anderen!  Wie oft habe ich diese Stellvertretung Jesu in meinem Leben erfahren dürfen.  Er möchte es auch für dich tun.  Vertraue ihm doch dein ganzes Leben an!
   .                                                                     (Hans-Dieter Pfleiderer)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Das ist meine Freude, dass ich mich zu Gott halte und meine Zuversicht setze auf Gott, den Herrn, dass ich verkündige all dein    Tun. " (Psalm 73:28)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Der Psalmist Asaf ist für uns ein eindrückliches und immer noch gültiges Beispiel, was wir unter Freude als Kinder Gottes zu verstehen haben.  Der von den Kanzeln stets wieder gehörte Aufruf, dass wir doch freudige und strahlende Christen sein sollen, hat gewiss seine Berechtigung.  Griesgrämige Christen haben ja nichts Anziehendes. - Was für eine Freude ist denn eigentlich gemeint?  Es ist sicher nicht eine Freude, die sich hauptsächlich in äußeren, gefühlsbetonten Gebärden kundgibt.  Wenn die Freude eines Christen von den Freuden dieser Welt geprägt ist, wird sie Jesus Christus nicht als Freude in den Herrn erkennen!
  Wie kommt Asaf zu seiner Freude, wenn er im Vers 14 sagen muss:  "Ich bin doch täglich geplagt, und meine Züchtigung ist alle Morgen da?"  Er befand sich eben im Heiligtum Gottes (Vers 17)  und hatte unmittelbare Gemeinschaft mit seinem Gott!  Dies erfüllte ihn mit einer innigen Freude und großer Getrostheit, sagt er doch in Vers 25: "Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde."
  Kann ich dann, wenn ich ein geängstigtes Gewissen, ein zerschlagenes Gemüt oder ein angefochtenes Herz habe, sagen: "Wenn ich nur dich habe ..." ?  Bin ich geborgen und liebevoll getragen im Namen meines Lebens Licht und Kraft?  Welch eine Seligkeit ist es doch, wenn du allezeit deinen Heiland herzlich lieb hast!  Ist nicht das eines wahren Christen überwältigende Herzensfreude?
   .                                                                     (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Der Friede Christi regiere in euren Herzen. " (Kolosser 3:15)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Der ärgste Friedensstörer und die größte Anfechtung bestehen in unseren Sünden sowie im Zweifel an unserer Bekehrung und Rechtschaffenheit.  Aber nun sagt der Apostel: "Wir sind mit Gott versöhnt worden durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren" (Römer 5:10)  Wenn ich in der Anfechtung und Sorge stehe, dass ich nicht recht bekehrt bin und darum auch nicht recht glauben kann, dann sagt der Apostel, dass wir mit Gott versöhnt worden sind zu der Zeit, als wir noch Feinde waren.  Also nicht als wir uns bekehrten und Gottes Freunde wurden, sondern durch den Tod seines Sohnes - nicht durch unsere Bekehrung, Reue und unseren Glauben!
  Könnte ich nur glauben, dass die ganze Welt im Tod Jesu Christi am Kreuz mit Gott versöhnt wurde und dass ich - sobald diese Gnade Gegenstand meines Herzens, sein Trost oder wenigstens seine Sehnsucht wird - sogleich gerecht und selig bin!  Ich soll also an eine Gnade glauben, die längst vorhanden ist.  Ja, so werde ich in der beschriebenen Anfechtung einen tiefen, seligen Frieden erhalten!  Wenn ein über seine Sünde und seine Bekehrung bekümmerter Mensch diesen wunderbaren Trost erhält, dann sind sowohl die Bekehrung als auch die Buße und der Glaube von der rechten Art.  So werden dein Augen geöffnet, dass du die Herrlichkeit Gottes im Evangelium schaust und seinen Frieden in deinem Herzen erfährst!
   .                                                        (Carl Olof Rosenius 1816-1868,
                                                             aus "Dein Wort erquickt mich")
"Gott aber erweist seine Liebe zu uns darin,
  dass Christus für uns gestorben ist,
  als wir noch Sünder waren."
 (Römer 5:8)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Montag
"Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. " (Römer 5:5)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  So vermögen wir mit der empfangenen Liebe Gottes, nämlich durch den Heiligen Geist, mit der Liebe Christi zu lieben.  Das ist ein anderes als das uns natürlich angeborene Lieben!  Es ist das Lieben jenseits von Zuneigung und Abneigung.  Es ist das durch den göttlichen Hass gegen alles sündige Menschenwesen hindurch gegangene Lieben.  Es ist das Lieben Gottes im Zeichen des Kreuzes.  Da ist alles Fleisch in seiner Anmut und Liebenswürdigkeit gerichtet.  Da hasst man, wie das Wort darauf hindeutet, Vater, Mutter, Frau, Kind, Brüder, Schwestern und das eigene Leben mit göttlichem, von menschlicher Bosheit freiem Hass.  Da kennt man niemand mehr nach dem Fl,eisch, das heißt, der natürlich angeborenen Menschenart nach.  Da liebt man nicht mehr menschlich bedingt, sondern göttlich bedingt.
 (Fortsetzung folgt)
                                                            (Fritz Binde 1867-1921,
                                                             aus "Harte Reden")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
  
Dienstag
"Die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben ist. " (Römer 5:5)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  (Fortsetzung vom Vortag)
  Durch das Gericht im Kreuz Christi vom eigenen Ich und aller Menschenart geschieden, erbarmt sich nun in der erlöseneden Barmherzigkeit des Kreuzes Christi aller - ohne Unterschied.  Das heißt wie Gott, das heißt wie Jesus Chrisit lieben!  Es ist die ichfreie Liebe, die deshalb wahrhaft den Feind lieben kann; denn sie hat kein Eigeninteresse, und Gott ist niemandes Feind.  Es ist die Liebe, an der man die Kinder Gottes und die Jünger Jesu erkennt.  Es ist die Liebe, an der allein die im Argen der Selbstsucht liegende Welt genesen wird.  Es ist die am Kreuz entdeckte Liebe, die man durch Buße und Bekehrung geschenkt bekommt.
                                                     (Fritz Binde 1867-1921,
                                                             aus "Harte Reden")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Mittwoch
"Wer will uns scheiden von der Liebe Christi?  Trübsal oder Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder Schwert? ..."
 Ich bin gwiss, dass weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch eine andere Kreatur uns scheiden kann von der Lieber Gottes die in Christus Jesus ist, unserm Herrn.
(Römer 8:35-39)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Siehst du, ... die Tragweite und die Entdeckung der Liebe Gottes?  Hast du sie entdeckt, da wo sie allein zu entdecken ist - im für dich gekreuzigten Christus?  Und mit dieser Gottesliebe als Christi Liebe vermag man auch allein recht zu leiden.
  Nur diese Liebe dient wahrhaftig alles zum Besten, weil sie keinen Eigenwillen, sondern nur Gottes Willen verfolgt und weil sie bereits alles in Jesus Christus empfangen hat und mit ihm in Gott besitzt.  So hat sie nichts zu verlieren, braucht nichts zu fürchten, treibt alle Pein aus und kann deshalb gottgemäß leiden.  Es ist das Leiden jenseits des Heldentums und der ergebenen Dultsamkeit.  Es ist das allezeit menschlich arme und göttlich reiche Leiden Christi, das man nur bei denen findet, die am Kreuz die Liebe Gottes entdeckt haben.  Getrennt von sich selbst und der Welt, wissen sie:  Ihr Teil auf dieser Erde ist das Leiden.  Aber ihr Inneres ist dabei voll von einer Freude, die niemand von ihnen nehmen kann.  Es ist die Freude Jesu Christi in ihnen!
                                                     (Fritz Binde 1867-1921,
                                                             aus "Harte Reden")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Herr, wer ist dir gleich unter den Göttern?  Wer ist dir gleich, der so mächtig, heilig, schrecklich, löblich und wundertätig ist?" (2.Mose 15:11)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Diese Worte voll wunderbarer Anbetung aud dem Lobgesang des Mose, werden heute wohl nur noch aus einem gläubigen Herzen aufrichtig nachgebetet.  Wir leben in einer Zeit, in der der Gott Israels, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, je länger je mehr verschmäht oder gar geleugnet wird.  Der Wohlstand, die Vermessenheit des Menschen sowie die gewollte Verschmelzung der Kulturen, die ein Druch- und Nebeneinander von Weltreligionen mit sich bringt, sind Gründe für diese offensichtige Gottfeindschaft.  Die "Götter" bewirken im geistlichen Umbruch unserer Zeit eine verhängnisvolle Ablehnung Gottes und Vaters im Himmels sowie des Alleinanspruchs unseres Herrn Jesus als "der Weg", "die Wahrheit" und "das Leben" (Johannes 14:5).  
  Um in einem solchen Religionsgemisch einen friedlichen Umgang unter den Menschen möglich zu machen, empfehlen Heute Politik und Gesellschaft den Christen die Anwendung von Toleranz - ein Schlüsselwort unserer Zeit!  Gläubige Christen sollen sich einer umfassenderen Geisteshaltung öffnen.
  Nun, Gott sei Lob und Dank, es gibt sie noch, die wahren Christen, die zu Gott und seinem Wort fest stehen und das Erbe der gläubigen Väter nicht verraten!  Wenn diese aber treu zu ihrem Bekenntnis stehen, sind die Befürworter der Religionenvielfalt mit ihrer Toleranz bald am Ende.  Das werden wir auch in Zukunft zu spüren bekommen.  Aber Gott spricht: "Wenn du dich zu mir höltst, so will ich mich zu dir halten" (Jeremia 15:19).                                                                            (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Ihr seid meine Freunde, wenn ihr tut, was ich euch gebiete." (Johannes 15:14)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Die Untätigkeit oder Trögheit mancher Christen lässt das Glaubensleben bald zerbröckeln und zerfallen! - Ich habe einmal folgendes gelesen, das ich als wunderbares Beispiel über unser Leben stellen möchte:  Im Jahre 109 n.Chr. bauten römische Legionen in Segovia (Spanien) einen weltberühmt gewordenen Aquädukt.  1800 Jahre lang führte dieser Aquädukt frisches Wasser der heißen und staubigen Stadt zu.  Zu Beginn des 20.Jahrhunderts aber entschieden die Spanier, dass diese über eine Brücke geführte Wasserleitung der Nachwelt erhalten bleiben sollte und deshalb seiner jahrhundertelangen Arbeit enthoben werden müsse.  Moderne Wasserleitungen wurden gelegt, und das Wasser hörte auf, über den Aquädukt zu fließen.  Und was war die Folge?  In kurzer Zeit begann das Bauwerk zu verfallen:  Die brennende Sonne zerstörte den Mörtel, die Steine senkten sich und fielen schließlich auseinander.  Was Jahrhunderte des Dienstes nicht vermocht hatten, vollbrachte Untätigkeit in kurzer Zeit!
  Ist vielleicht dein Christsein auch nicht mehr das, was es früher einmal war?  Ist bei dir auch schon mancherlei abgebröckelt?  Vielleicht nur darum, weil du untätig geworden  bist für den Herrn Jesus, weil du nur noch für dich, deine Interessen und Begehrlichkeiten lebst und deshalb kein Kanal mehr bist durch den lebendige Wasser des Lebens zuim Nächsten hin fließen kann?
  Bewahre uns Gott vor der Untätigkeit!  "Seid nicht träge in dem, was ihr tun sollt.  Seid brennend im Geist.  Dient dem Herrn " (Römer 12:11).                                                                (Peter Quellmalz, aus "Ackerfeld")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Wer seine Sünde leugnet, dem wird es nicht gelingen; wer sie aber bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen." (Sprüche 28:13)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Der fünfjährige Silas und einer seiner Kameraden haben im Garten der Nachbarin Erbeeren gestohlen.  In der darauf folgenden Nacht schlüpfte Silas zur Mutter ins Bett und fragte:  "Mama, komme ich weden den Erdbeeren gleichwohl in den Himmel?" - "Was hast du denn mit Erdbeeren zu tun?", forschte die Mutter.  Silas erzählte dann, dass er mit einem Kameraden im Nachbarsgarten Erdbeeren "gepflückt" habe. "So musst du eben zur Nachbarin gehen und ihr gestehen, was du verübt hast!", fordert ihn die Mutter auf.  Silas ging zur Nachbarin., bekannte ihr den Erdbeerdiebstahl und entschuldigte sich bei ihr.
  Im folgenden Jahr, während der Erdbeerenernte, klopfte die Gartenbesiterin an die Haustür von Silas Eltern.  Was trug sie in der Hand?  Eine Schale voller Erdbeeren für Silas!  Auch im darauf folgenden Jahr kam die Nachbarin wieder mit einer Schüssel Erdbeeren.  Etwas später, als die Brombeeren reif wurden, kam sie auch noch mit diesen Früchten zur Mutter von Silas und erklärte der Überraschten: "Wissen Sie, es freute mich damals so außerordentlich, dass Ihr Junge zu mir kam und sich für die Entwendung der Erdbeeren entschuldigte.  Jetzt gehört Ihre Familie zu meiner Stammkundschaft als Erdbeeren- und Brombeerenabnehmer!"  - "Wer seine Sünde bekennt und lässt, der wird Barmherzigkeit erlangen!"  Wie wunderbar hat sich dieses Wort erfüllt!  Wenn du auch noch etwas in Ordnung zu bringen hast - fasse Mut!.                                                                                                                                 (Bernhard Knörr)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Gott deine Gerechtigkeit reicht bis zum Himmel; der du große Dinge tust, Gott, wer ist dir gleich?" (Psalm 71:19)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wie bin ich Gott so dankbar, dass er mich immer sieht, immer hört und seine Augen Tag und Nacht offen über mir sind.  Das ist nicht nur bei mir so, sondern bei allen Menschen.  Gottes überragende Größe und Allmacht entgeht nichts, weder auf der Erde noch in der Tiefe des Meeres noch im Universum.  Ich freue mich zutiefst über einen so gewaltigen Gott und Herr.  Ich weiss, dass vielen Menschen diese Gräße Gottes unrealistisch erscheint.  Woher kommt das?  Sie gehen bei der Beurteilung Gottes von sich und dem mit den Augen menschlich wahrnehmbaren aus.
  Ich glaube seinem Wort, der Bibel!  Und ich habe längst erkannt, dass Gottes Wort die Wahrheit ist.  In meinen Gebeten darf ich zu ihm kommen und ich komme aus dem Staunen nicht heraus.  Mein Alltag ist voll von Beweisen der Güte und Treue Gottes - das nicht, weil ich ein besonderer Mensch wäre.   Das Geheimnis bin nicht ich, sondern er!  Ich habe einfach das getan, was er mir in seinem Wort, der Bibel, gesagt hat.  Ich habe ihm allen Schmutz meines Lebens bebracht, bin in sein Licht getreten und ließ mir zeigen, wie verkommen ich von Natur aus bin.  Das ist sehr schmerzhaft, weil es meinen Stolz kostet.
  Aber danach führte er mich in eine Freude und zu einem Frieden, den man nur persönlich erfahren kann.  Wie schön ist es dann zu hören: "Fürchte dich nicht, denn ich habe die erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!"  (Jesaja 43:1).  Das will er auch zu dir sagen.  Halte nichts zurück!                                                                                                                                                                         (Hans-Dieter Pfleiderer)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen." (Johannes 8: 31-32)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wenn man an der Rede des Heilands bleibt, ist man ein rechter Jünger; aber man muss die Wahrheit erkennen, damit man frei wird.
  Wie bleiben wir nun an seiner Rede?  Und was ist die Rede Jesu?  Das erste was der Heiland predigte, war: "Tut Buße und bekehret euch, dass eure Sünden vertiglt werden."  Was heißt Buße tun?  Buße tun und sich bekehren heißt, den Sinn ändern, den Meister wechseln.  Vorher dient man dem Teufel.  Man kann wohl meinen, man sei gläubig und man sei auf dem schmalen Weg.  Als Sündenknecht bildete ich mir ein, ich sei ein Christ, der auf dem schmalen Weg geht, und ich gehöre zur kleinen Herde.  So verblendet und verführt war ich.
  Ein jeder, der sagt, mam müsse immer sündigen, beweist damit, dass er der Sünde Knecht ist.  Willst du nicht dem Wort Gottes glauben?  Gott gibt dir einen guten Rat.  Wir sollen nicht zu ihm kommen, um im Taglohn zu arbeiten.  Gott hat zwar viele Taglöhner, aber das sind nicht die Erben Gottes und Miterben Christi.  Wir müssen seine Söhne und Töchter sein.  Wir müssen einen Tag im Leben haben, an dem wir uns entschlossen haben, für Gott da zu sein und von der Stunde an nicht mehr zu sündigen.  Wenn man sich nicht mit diesem Beschluss bekehrt, so ist es keine Bekehrung.  Und der Glaube an das Evangelium gehört dann auch zur wahren Buße.                                                                                                                   (Fritz Berger 1868-1950,                                                                           aus "Vom Heil in Christus")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Ich habe gegen dich, dass du die erste Liebe verlässt."
(Offenbarung 2:4)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Woran kann man erkennen, dass man in der rechten Liebe zum Herrn steht?  Es ist wichtig, sich darüber klar zu werden.
  Ich nehme das Bild von Braut und Bräutigam als Gleichnis.  Da bekommt eine Braut eine Einladung, an irgendeiner Veranstaltung teilzunehmen.  Sie kann ihren Bräutigam nicht fragen.  Sie kann ihm auch nicht schreiben.  Sie weiß, nicht, ob es ihm recht wäre oder nicht, wenn sie da hinginge.  Was wird sie nun tun?  Es gibt einen sicheren Weg für sie.  Sie wird sagen: "Lieber nicht".  Es kann sein, dass der Bräutigam nichts dagegen gehabt hätte.  Es kann auch sein, dass es ihm unangenehm gewesen wäre.  Das Sicherste ist: Sie geht nicht hin.
  Wenn man nun dieser Braut sagen würde: "Wie schrecklich, dass du nun immer erst fragen musst, was er gerne hat oder was nicht", dann würde sie antworten: "Das ist mir gar nicht schwer!  Ich habe meinen Bräutigam so lieb, dass es mir kein Opfer ist, aus Rücksicht auf ihn auf etwas zu verzichten!"
  Wenden wir das auf das geistliche Leben an.  Wenn wir in der rechten Liebe zum Herrn stehen, dann wird es uns nicht schwer, um seinetwillen etwas dranzugeben.  In der Welt denkt man vielfach:  Wenn man sich bekehrt, damm muss man sich verpflichten, hier nicht mehr hinzugehen und da nicht mehr mitzumachen.  Von Verpflichtung ist keine Rede.  Aber woher kommt denen die Kraft zum freiwilligen Verzichten?  Die Liebe zum Herrn ist ausgegossen worden durch den Heiligen Geist in ihre Herzen!  Da haben die anderen Dinge ihren Wert verloren.                                                                                                                (Ernst Modersohn 1870-1948,                                                                           aus "Aber ich habe wider dich ...")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mitwoch
"Wir wissen, dass das Gesetz gut ist, wenn es jemand recht gebraucht, weil er weiß, dass dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sündern."
(1. Timotheus 1:8-9)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Unser Vater im Himmel ist ein Gott der Ordnung.  Als er mit seinem erwählten Volk Israel einen Bund schloss (2. Mose 19:5-6), gab er diesen Menschen ein Gesetz, damit sie in einer ihm wohlgefälligen, sittlichen Ordnung leben sollen.  Es sollte dem Volk bewusst werden, dass sie es mit einem allmächtigen, heiligen, gerechten, gnädigen und barmherzigen Gott und Vater zu tun haben, welcher ihnen die Erkenntnis von Gut und Böse und damit der Sünde und ihrer Schuld offenbaren wollte.  In den Gedanken Gottes sollte sein Gesetz solange als Zuchtmeister auf Christus hin dienen (Galater 3:24), bis die Zeit erfüllt war (Galater 4:4-5) und er seinen Sohn auf die fluchbeladene Erde sandte.
  Das Gesetz deckte wohl Sünde auf, aber durch Werke des Gesetzes ist kein Mensch gerecht geworden (Römer 3:20).  Das Gesetz weiß auch nichts von Vergebung, die der Mensch doch unbedingt braucht, um vor Gott gerecht zu sein.  Niemand konnte das Gesetz erfüllen, weil es auch keine Kraft zur Besserung enthielt.  Unser Heiland und Erläser, Jesus Christus, hat es durch sein einmaliges Opfer am Kreuz und seine Auferstehung erfüllt (Römer 10:4).  Durch ihn ist auch der neue Bund, das herrliche Evangelium gegeben, welches von einer vergebenden Gnade und Erlösung von Schuld und Sünde, von der Kraft des Glaubens and des Heiligen Geistes spricht.  Dank und Anbetung dem Lamm Gottes!                                                                                                                                                                  (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Der dich behütet schläft nicht." (Psalm 121:3)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es war wiedereinmal soweit.  Ich ging in mein Büro, wollte eine Telefonnummer wählen und stellte fest, dass sämtliche Telefonlinien nicht funktionierten.  Zu diesem Zeitpunkt konnte ich nicht ahnen, dass unsere Linien für Wochen "still gelegt" sein würden.  Was war passiert?  Unsere Telefonleitung hing über Land an einer Stelle bis zum Boden hinunter.  Bewohner in der Nähe nutzten die günstige Gelegenheit, um gratis an gutes Kabel zu kommen und schnitten ein langes Stück heraus.  So waren wir in Orobiga (Papua-Neuguinea) während langer Zeit nur noch sehr eingeschränkt erreichbar.  Manch einer wollte uns kontaktieren, weil er etwas Dringendes mitzuteilen gehabt hätte.  Leider musste er aber bis zur planmäßigen Funkzeit des Tages warten.  Der Funk war für mehrere Wochen unsere einzige Kommunikationsmöglichkeit.
  Wie tröstlich zu wissen, dass die Verbindung zu unserem Gott und Vater im Himmel immer funktioniert.  Ja, er schläft nie und wir müssen auch nie warten, bis ere Sprechstunde oder sonst gerade Zeit für uns hat. - Als unser Sohn in einer Nacht wieder einmal starke Hustenanfälle hatte, waren wir froh zu wissen, dass das so ist.  Dominic musste fast ununterbrochen husten, so dass ihm kaum Zeit zum Einatmen blieb.  Uns kamen Erinnerungen an frühere Kruppanfälle und so bangten wir eine Weile wirklich um sein Leben.  Wenn auch die irdische Linie unterbrochen war, war doch der "Draht" zu unserem himmlischen Vater intakt.  Er hat unsere Gebete erhört und in jener Nacht - und in vielen anderen Situationen - hilfreich eingegriffen.  Ihm sei herzlichen Dank dafür!                                                                                                                                          (Raphael Bernhard, Orobiga PNG)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Ein jeder sei gesinnt, wie Jesus Christus gesinnt war."
(Philiper 2:5)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Nietsche, der antichristliche Philosoph, soll einmal gesagt haben: "Wenn ich an einen Erlöser glauben sollte, müssten die Christen erlöster aussehen!"  Zwar steckt in diesem Satz die Wahrheit, dass wir als Jünger Jesu erlöst aussehen sollen, da wir sonst Heuchler sind und die Welt durch uns nicht den Weg zu Christus finden wird.  Nietsche, der eine gläubige, betende Mutter hatte, verstockte sein Herz derart gegen Christus, dass er im Wahnsinn starb.
  Ja, wir sollen die Gesinnung unseres Herrn und Meisters Jesus Christus haben. Er war sanftmütig und von Herzen demütig.  Wir, auf uns selbst gestellt, vermögen es nicht, in dieser Gesinnung zu leben, doch die Liebe Gottes, die ausgegossen ist in unsere Herzen, wird das bewirken: "Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir" (Galater 2:20).  Dann sind wir in der Tat wandelnde Bibeln, und die Welt muss erkennen, dass wir löste des Herrn sind.
  Durch die Gesinnung Christi werden wir - wie unser Herr und Meister - bereit, den Weg der Erniedrigung zu gehen und hierin Gott zu dienen.  Diese Gesinnung ist uach unter den Gotteskindern unserer Tage selten geworden.  Man wandelt lieber nach Menschenweise, will etwas gelten und geehrt sein.  Wer aber in den Fußstapfen des Herrn wandelt, ist wirklich groß und Gott wird durch solche verherrlicht.  Die Hoheit dieser Welt vergeht, aber die in Demut wandeln, werden einst erhöht werden!  Lasst uns die Stellung im Glauben einnehmen und uns so als Kinder unseres himmlischen Vaters erweisen!
                                                              (Paul-Gerhard Mink 1933-2004,
                                                               aus "Maranatha")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Sagt Dank Gott, dem Vater, allezeit für alles, im Namen unseres Herrn Jesus Christus." (Epheser 5:20)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Das Dankgebet ist das Kennzeichen der Kinder Gottes.  Anspruchsvolle Leute entschließen sich schwer zum Danken.  Sie nehmen das Gute hin als selbstverständlich und sind unzufrieden, falls etwas ihren Wünschen nicht entspricht.  Das Bittgebet ist etwas Allgemeines.  In der Not kommen auch solche zu Gott gelaufen, die sonst nicht viel von ihm wissen wollen.  Sie gleichen jenen neun Aussätzigen, die beim Herrn Jesus um Erbarmen schrien; jedoch zum Danken fanden sie sich nicht bei ihm ein.  Vergiss nicht, was der Herr dir Gutes getan hat (nach Psalm 103:2).  Wir vergessen nicht unsere eigenen Guttaten und die Übeltaten, die uns zugefügt wurden, aber wir vergessen leicht die Beleidigungen, die wir Gott zugefügt haben, und die Wohltaten, die er uns trotzdem erweist.  Dank ist das einzige, womit wir Gott wirklich erfreuen können, der einzige Gewinn, den er von uns hat.  Wir sind ja nur die Nehmenden, wir können Gott nur durch Dank erfreuen und ehren.
  Der Dank ist zugleich der Weg zu neuen Gnadenerfahrungen unseres Gottes.  "Wer Dank opfert, der preiset mich, und da ist der Weg, dass ich ihm zeige das Heil Gottes" (Psalm 50:23).  Im Dank und Lob Gottes liegt eine wunderbare Kraft.  Auch wir dürfen die Erfahrung machen, dass finstere und böse Gedanken weichen, wenn wir anfangen zu loben und zu danken.  Wir kommen weiter mit Danken als mit Klagen.  Auf dem Weg des Undanks verarmen wir, im Danken werden wir immer reicher!
                                                    (Carl Eichhorn 1855-1933,,
                                                     aus "Das Werk Gottes an der Seele")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Gott ist es, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen." (Philipper 2:13)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wer sich wirklich für Gott entscheidet, wird ein fröhlicher Christ.  Er ist unternehmensfreudig, spricht Mitmenschen an und bezeugt, was er mit Jesus, seinem Herrn, erlebt hat und will sie auch gleich zu ihm führen, damit sie nicht ewig verloren gehen.  Er geht auf in seiner Tätigkeit, und in seiner Eigenbeurteilung kommt er zum Schluss:  Ich bin aktiver Christ - mir geht es gut.  Gott aber nimmt sich Zeit und muss uns vorerst "verarmen" lassen und uns zeigen, wie Jesus gelehrt hat: "Ohne mich könnt ihr nichts tun" (Johannes 15:5).  Er lässt unseren Einsatz und unser ernst gemeintes, eigenes Wirken misraten, bis wir endlich zur Erkenntnis kommen:  Herr, führe du, ich kann allein nicht gehen!  Das Resultat meines Wirkens hat nur Scherben hinterlassen.  Mein Reservoir an Fähigkeiten steht so ziemlich auf dem Nullpunkt.  Ist wohl noch Gnade für mich?  Ja, gewiss!  Gott hat dich nicht verworfen!  Jetzt bist du in deiner Glaubensstellung dort angelangt, wo der Herr Jesus gesagt hat:  "Ohne mich könnt ihr nichts tun!"
  Jetzt aber nimm Zuflucht bei deinem Heiland und Erläser Jesus Christus!  Er nimmt dich mit offenen Armen auf und spricht: "Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güter" (Jeremia 31:3). - Deine Rettung vom Verderben, von der Verdammnis ist also nur Güte und Barmherzigkeit Gottes und nicht die Folge deines vorbildlichen Wandels.  "Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben ... nicht aus Werken ..." (Epheser 2:8).
                                                              (Paul Bähler)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Wir ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch." (Lukas 6:31)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Du möchtest sicher gern, dass die Leute lieb zu dir sind, nicht wahr?  Dann sei du auch lieb zu ihnen!  Du möchtest, dass sie dir Gefälligkeiten erweisen, dann tue auch ihnen gern einnen Gefallen.  Du magst es gern, wenn jemand freundlich mit dir redet, dann sprich auch freundlich mit den Andern.  Deshalb sagt der Herr Jesus:  "Wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, so tut ihnen auch!"  Willst du nicht seinem Wort gehorsam sein?  Ebenso gilt natürlich auch das Umgekehrte:  
        Was du nicht willst, dass man dir tu,
        das füg auch keinen andern zu!
  Siehst du, es ist dir ein schrecklicher Gedanke, dass die Anderen sich vielleicht zusammensetzen und anfangen, allerlei Hässliches und Abfälliges von dir zu erzählen, womöglich noch Dinge, die gar nicht einmal wahr sind.  Dennoch machtst du dir gelegentlich kein Gewissen daraus, von Anderen etwas Kritisches zu reden!  Das solltest du nicht tun!  Rede nie etwas schlechtes über einen Menschen, wenn du es nicht gewiss weißt und wenn du es gewiss weißt, so frage dich erst: "Warum erzähle ich es überhaupt?" Der Grund des Erzählens ist gar oft ein unlauterer.  Man hofft, selber schön weiß dazustehen, wenn man sich anschickt, Andere anzuschwärzen.  Aber handle ich so im Sinn von meinem Heiland, Jesus Christus?  Wir wollen uns doch in all unserem Tun und Reden an sein wunderbares Vorbild halten!
                                                              (aus "Komm zum Heiland",                                                                            Kinderandachtsbuch)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Dienstag
"Wem ich gnädig bin, dem bin ich gnädig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich." (2. Mose 33:19)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  "Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich niemand rühme." (Epheser 2:8).  Diese grundlegende Aussage des Apostel Paulus gehört zu den Kernaussagen der evangelischen Heilslehre.  Ein im biblischen Sinne gläubiger Mensch, welcher durch Buße, Bekehrung und Wiedergeburt durch Gottes Geist die Gewissheit erlangt hat, Gottes geliebtes Kind zu sein (Römer 8:16), stellt sich demütig und dankbar unter dieses Wort.  
  Leider gibt es heute viele Christen, die sich bezüglich des Seligseins auf ihre Werke berufen.  Solch werden am Tag des Gerichts als "Herr, Herr, Haben-wir-nicht-Christen" erfunden und als Übeltäter verurteilt (Matthäus 7:22-23).  Das hört sich sehr hart an.  Gott will, dass wir lernen, dass es die Gnade allein ist, die uns selig macht, vorrausgesetzt, dass wir glauben (Apostelgeschichte 16:31).
  Allerdings ist es normal, dass im Glaubensleben Werke entstehen, im Gegensatz zu den "toten Werken", die man eines erwarteten Verdienstes will vorsätzlich anpackt.  Die Liebe zu unserem Herrn Jesus Christus, eine treue Nachfolge in der uneingenützigen Hingabe und im Gehorsam zu seinem Wort, kann Werke zur Folge haben, die vielleicht erst in der ewigen Herrlichkeit Gottes sichtbar werden.  Wenn sie aber schon hier auf der Erde offenbar werden, sollten sie allein der Ehre und Verherrlichung Gottes diensen (Matthäus 5:16).  "Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch!" (Römer 16:20).
                                                              (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Dein Wort ist wahrhaftig und gewiss; Heiligkeit ist die Zierde deines Hauses, Herr, für alle Zeit." (Psalm 93:5)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Die Bibel gleicht einem wunderschönen, aus 66 Marmorblöcken erbauten Palast; das sind die einzelnen Bücher.  Mit 1. Mose betreten wir die Vorhalle, von mächtigen Schöpfungstaten erfüllt.  Es folgt die Gemäldegalerie der Geschichtsbücher aus der Frühzeit Israels.  Wir betreten das Musikzimmer, die Psalmen, wo wir den schönsten Melodien lauschen!  Im Arbeitszimmer, dem Buch der Sprüche, lesen wir: "Gerechtigkeit erhöht ein Volk; aber die Sünde ist der Leute verderben" (Sprüche 14:34).  Von dort geht es in die Kapelle des Predigers, dann in den Wintergarten, das Hohelied Salomons, mit der "Rose von Saron" und der "Lilie des Tales".  Schließlich betreten wir den Raum der Propheten, die ihre Fernrohre auf nahe und ferne Ziele gerichtet haben, alle aber ausgerichtet auf den hellen Morgenstern, der bald aufgehen sollte!
  Wir gelangen nun ins Audienzzimmer des Königs, die vier Evangelien, wo wir die vier sich ergänzenden Bilder des großen Königs finden!  Dahinter liegt das Arbeitszimmer des Heiligen Geistes, die Apostelgeschichte; dann das Korrespondenzzimmer, die Briefe, wo wir Paulus, Jakobus, Petrus, Johannes udn Judas schreiben sehen!  Bevor wir hinaus gehen, bleiben wir auf dem Balkon stehen, wo wir erregende Bilder vom kommenden Weltgericht und der zukünftigen Herrlichkeit Gottes sehen können: die Offenbarung!  Das letzte Bild, das uns vor Ehrfurcht erschaudern lässt, zeigt den Thronsaal des Königs aller Könige!
                                                         (Peter Quellmalz, aus "Ackerfeld")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Unser Trost ist, dass wir ein gutes Gewissen haben, und wir wollen in allen Dingen ein ordentliches Leben führen." (Hebräer 13:18)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Ist dieses Bekenntnis des Hebräerbriefschreibers auch das unsere?  
  Was ist ein gutes Gewissen?  Jedenfalls etwas anderes als ein totes Gewissen. Manche meinen, sie hätten ein gutes Gewissen, haben aber lediglich ein schlafendes oder totes Gewissen.  Ein schlafendes oder totes Gewissen macht uns keine Unruhe.  Man kann es allzu leicht mit einem guten Gewissen verwechseln.  Ein schlafendes oder totes Gewissen haben alle die Selbstgerechten, alle, die ihre Frömmigkeit in sich selbst suchen, alle, die sich selbst für ehrbar, gut und brav halten, alle, die meinen, dass an ihnen nichts auszusetzen sein.
  Ein gutes Gewissen ist etwas völlig anderes: Ein gutes Gewissen ist ein an Jesus Christus gebundenes Gewissen; ein Gewissen, das durch den Heiligen Geist wach geworden ist, das seine Sünde erkannt hat, das beim Herrn Jesus durch Buße Vergebung der Sünden gesucht und gefunden hat, das sich am Herrn Jesus orientiert, an ihm allein, an seinem Wort allein, das seine Gerechtigkeit und Frömmigkeit in Jesus Christus gesucht hat und allein in ihm hat.
  Habt ein gutes Gewissen! - Und wenn du es bisher nicht hattest, so lass es dir von Jesus, deinem Heiland und Erläser schenken.
                                                         (Heinrich Jochums 1904-1986
                                                           aus "In Jesus haben wir alles")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in allem wie wir, doch ohne Sünde." (Hebräer 4:15)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Das gibt uns Mut, mit all unseren Sorgen udn Nöten, Schwächen und Gebrechen vor ihn zu treten, der Erhörung unserer Bitte gewiss.  Er ist ja unser Leidensgenosse.  Er kennt aus eigener Erfahrung allen Druck und alle Not, alle Kämpfe und Gefahren.  Keiner ist je stärker versucht, härter geprüft, tiefer geführt worder als er.  Darum kann er Mitleid haben mit unserer Schwachheit.  Darum ist sein Thron kein Richterthron mit abschreckender Heiligkeit, sondern ein Gnadenthron mit anziehender Barmherzigkeit.  Und der, der auf dem Thron sitzt, trägt unser Fleisch und Blut in seinen Wundenmalen.  Er, unser Leidensgenosse, ist nun unser Hilfespender.  Durch ihn wird uns nun Barmherzigkeit und Gnade, Hilfe und Segen zuteil.  Er, das große Haupt am Ziel, bringt auch uns gewiss ans Ziel!  Er ist uns vorangegangen, um uns droben in des Vaters Haus die Stätte zu bereiten.  Er verbürgt uns die Ruhe, die uns droben winkt; und auf dem Weg dorthin find wir bei ihm Beistand und Hilfe in jeder Not, sei es Sündennot, Versuchungsnot, Gewissensnot oder Todesnot.  Darum lasst uns hinzutreten mit Freudigkeit zum Gnadenthron.  Haltet am Gnadenwort!  Eilet zum Gnadenort!  Droben am Gnadenthron winkt uns als Gnadenlohn: Ruhe in Gott!
                                                         (Ferdinand Zießler
                                                           aus "Das Hohepriestertum Christi")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Legt nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alle üble Nachrede." (1. Petrus 2:1)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Meinst du nicht, dass das ein besonderer Segen ist, wenn ein Mensch diese negativen Eigenschaften ablegen kann? Stell dir vor, es gäbe dieses alles nicht mehr - das wäre ja eine heile Welt!  Doch höre die entscheidende Frage: Möchtest du das überhaupt ablegen?  Denn es geht unter uns Menschen sehr eigenartig zu.  Einer empört sich über den anderen.  Auf diesm Weg ändert sich nichts, aber wirklich nichts. - Wie gut ist Gott.  Er fängt nicht bei meinem Nächsten an.  Er fängt bei mir an.  Er will mich verändern!
   Aus eigener Erfahrung darf ich bezeugen: Es ist so schön, von Gott verändert zu werden.  Und ich darf es zu Gottes Ehre sagen: Er hat mich verändert!  Wie viele Mitmenschen, die neben mir leben, sind total unglücklich.  Sie können sich und den Nächsten nicht mehr ausstehen.  Jeder Tag bedeutet für sie Frust.
  Lieber Freund, Gott mächte dich heute aus dem Labyrinth deines egoistischen und verdorbenen Wesens herausholen.  Bist du bereit abzulegen?  Der erste Schritt dazu ist, dass du zu deinem eigenen Versagen und zu deiner bösen Art stehst.  Gib nicht mehr dem Nächsten die Schuld.  "Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung!"  Gott will dir aber nicht nur Selbsterkenntnis geben, sondern auch Vergebung aller deiner Sünde und Schuld.  Er will durch Jesus Christus in deinem Herzen wohnen, damit all die Bosheit und der Selbstbetrug deines Herzens aufhört.  Darum bekenne ihm heute deine Schuld und lass ihn ein!
                                                         (Hans-Dieter Pfleiderer)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Sonntag
"Der Herr wird dir dein ewiges Licht sein." (Jesaja 60:19)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Warum ist Gottes Wort so wichtig, so ewigkeitsentscheidend?  Weil es Gottes Gedanken und Willen für dein und mein Leben enthält.  Die Bibel ist die einzige Quelle und absolute Autorität, vor allem dann, wenn du durch Gottes Gnade sein Kind geworden bist.
  Gottes Wort ist erstens Wahrheit.  Zweitens ist es irrtumslos in allen Aussagen.  Drittens ist es vollständig und bedarf keiner menschlichen Zusätze.  Viertens ist es maßgebend für das Leben auf dieser Erde.  Fünftens deckt es vollständig meine Bedürfnisse für Seele und Geist.  Sechstens wird es erreichen, was es verheißt.  Und siebtens vermittelt es frohe Heilsgewissheit.  "Alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat" (1. Johannes 5:4).  
  Wie durchdringt und ändert Gottes Wort dein und mein Leben?  Ohne die Bibel zu erforschen, ohne zuzulassen, dass sie unsere Herzen erschließt, wäre das wie die Teilnahme an einem Festmahl, ohne aber zu essen!  Die Verheißung des Tagesverses gilt jenen, die zum Punkt gekommen sind:  "Wenn ihr dies wisst - selig seid ihr, wenn ihr es tut" (Johannes 13:17).  Das Bibelstudium ist nie zu Ende!  Bitte Gott: "Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz" (Psalm 119:18).  Vertraue Gott!  Er will durchs Wort und seinen Geist zu dir und zu mir reden!
                                                         (David Mosimann)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
  
Montag
"Eine jede Rebe an mir, die Frucht bringt, wird er reinigen, dass sie mehr Frucht bringt." (Johannes 15:2)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Warte nicht, bis du dich stark genug fühlst, deinem Herzen nachzufolgen; geh zu ihm in all deiner Schwäche, Trägheit und Menschenfurcht!  Unbekümmert um äußere Ohnmacht in dir selbst, zähle auf ihn und seine Kraft zum Überwinden, Zeugen, Leiden und Dienen, und es wird dir geschehen über Bitten und Verstehen!  Von Augenblick zu Augenblick lass dir an seiner Gnade genügen, ...., was er dicht heißt; sei es, um das Kreuz zu tragen, das er dir auferlegt! Sei darin treu und beharrlich, so wird sein Leben in dir Gestalt gewinnen, ohne dass du dir darüber Rechenschaft zu geben brauchst;  so wird dein Christentum gesund und lebendig, dein Gang frei und gewiss werden.
  In den guten Stunden deines Lebens schaue zu ihm auf, um dich nicht zu verirren und zu erheben; in den bösen Stunden, um nicht zu verzagen!  Er bewahrt.  Alles von Christus erwarten, vom ersten bis zum letzten Schritt unseres Lebensweges, den Blick von allem abwenden, was zwischen uns und ihm sich eindrängen möchte, um auf ihn zu schauen und ihm stillzuhalten - das bringt Erlösung und Leben.  Wir bleiben fest, wenn wir den Auferstandenen anschauen, der überwunden hat und Urheber eines ewigen Heils für alle geworden ist, die ihm gehorsam sind.
  Was dir zukommt, das ist: Deinen Retter und Heiland über dich selbst verfügen lassen, zu ihm aufblicken und dich an ihn hingeben in kindlichem Vertrauen und unbedingtem Gehorsam.
                                                         (Otto Stockmazer 1839-1917,
                                                           aus "Der Blick auf Jesus")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Dienstag
"Es ging aber eine große Menge mit ihm; und er sprach zu ihnen:  Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern und dazu sich selbst, der kann nicht mein Jünger sein.." (Lukas 14:25-26)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  "Es ging aber eine große Menge mit ihm."  Fast wäre man geneigt zu sagen: Wie heute!  Ja, welche Massen sammeln sich in unserer Zeit da und dort bei "ihm" in christlichen Versammlungen verschiedenster Ausprägung.  Die Frage ist, was zu diesen Zusammenkünften hinzieht.  Ist es die Gewohnheit, das Erlebnis, die Stimmung oder ist es das Bedürfnis versammelt zu sein in Jesu Christi Namen; dass der Herr durch seine Gegenwart lehre, stärke und neu ausrichte durch sein Wort? Die große Schar der Versammelten würde sich aber sofort auf eine "kleine Herde" (Lukas 12:32) reduzieren, wenn die harte und radikale Forderung des Herrn Jesus in unserem Tagesvers erfüllt werden müsste.  Wer sie nicht erfüllt, "kann nicht mein Jünger sein."  Wer kann hier bestehen?
  Es war nie die Absicht unseres Herrn, eine möglichst große Zahl von Anhängern zu haben.  Er wollte stets den einzelnen Menschen aus seiner Verlorenheit retten und ihn in seine göttliche Lebensbestimmung hinein führen.
  Ein Leben, welches aufrichtig und ganz dem Herrn Jesus hingegeben ist, führt zwangsläufig aus der "frommen" Masse heraus.  Rede und Wandel indentifizieren solche als Jünger Jesu, die sich nicht wundern werden, wenn es - wie beim Herrn Jesus - heißt: "Hinweg mit diesen ...!"
  "Wer mir folgen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich täglich und folge mir nach"  (Lukas 9:23).
                                                                          (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
    
Mittwoch
"Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht." (Hebräer 11:1)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Der Glaube hat mancherlei Stufen.  Jetzt ist es ein Glaube, weil man sieht, fühlt, schmeckt und sich der Herr in seiner Freundlichkeit und Gnade so zu der Seele bekennt, dass sie sagen möchte: Ich glaube nicht bloss um des Wortes willen, sondern ich habe es an mir selbst erfahren, dass Jesus Christus Sünder selig macht.  Das sind sicher teure Erfahrungen, angenehm in der Empfindung, köstlich in der Frucht.  Aber dieser Glaube ist doch im Grund eher schwach, er wandelt am Stab der Empfindung.  Die Freude am Herrn, die aus dieser Empfindung kommt, ist seine Stärke, und so sinkt er oft zu einer tiefen Mutlosigkeit herab, wenn das Hochgefühl nachlässt.
  Eine höhere Stufe ist es, nicht zu sehen und doch zu glauben; dem Wort gemäß beten und an Erlöhrung glauben, obschon man sie nicht mit Fingern zeigen kann; glauben, dass des Herrn Wege lauter Güte und Wahrheit sind, obschon es die Zukunft nicht sieht.  Noch weiter aber es, wenn man glaubt auf Hoffnung, wider die Empfindungen.  So glaubte selbst der Herzog unserer Seligkeit sich durch, da er von Gott verlassen, voll Schmerzen an Leib und Seele am Kreuz hing.  Gott legte ihn in des Todes Staub, und dennoch nannte dieser ihn im Glauben seinen Gott.  Das ist das Höchste im Glauben!.
                                             (Gottfried Daniel Krummacher 1774-1837
                                              aus "Tägliches Manna")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
  
Donnerstag
"Wandelt in Weisheit gegenüber denen, die draußen sind, kauft die rechte Zeit aus." (Kolosser 4:5)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Das ist nicht ein Wort an Pfarrer, Prediger und Missionare, sondern an alle, die um das Geheimnis Jesu Christi wissen.  Sie können nicht zufrieden sein, dass sie selbst den Herrn Jesus kennen.  Sie wünschen jedem Anderen dieselbe Gemeinschaft mit ihm.  Darum möchten sie jedem so begegnen, dass sie ihm den Weg zu Jesus nicht versperren, sondern freimachen.  Dazu gehört viel Weisheit, weil die Situationen so wechselnd sind und wir immer wieder anderen Menschen begegnen.
  Es ist erstaunlich, dass überhaupt Menschen den Weg zu Christus gefunden haben, wo seine Leute auch nur Menschen sind und darum mitunter verdunkeln, wer er ist.  Es ist ein großer Trost, immer wieder zu beobachten, dass wahrhaft suchende Menschen durch alle Fehler und Schwächen der Christen hindurch dennoch etwas von dem Geheimnis Jesu Christi wahrnehmen und trotz allem zu ihm hinfinden.
  Wir wissen auch, dass wir icht zu allen Zeiten von unserem Herrn sprechen können.  Es muss die Stunde Gottes da sein.  Darum darf man während eines Gesprächs im Herzen beten.  Es ist of überraschend, wie Jesus einem Gespräch eine Wende gibt, dass man es mit Händen greifen kann.  Nun ist der rechte Augenblick zum Zeugnis!  Wir müssen auch nicht in jeder Stunde immer alles sagen.  Wir bedürfen einer inneren  Leitung von oben, dass wir jedem das rechte Wort sagen.  Es ist eine große Freude, wenn man merken darf, dass der Herr Jesus bei solch einem Gespräch dabei war und es recht steuerte.
                                             (Erich Schnepel
                                              aus "Der Kolosserbrief")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein.  Was darüber ist, das ist vom Übel." (Matthäus 5:37)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Ist es nicht oft so, dass wir uns in unserer Rede in Unwahrhaftigkeiten verwickeln? Es kann auch sein, dass wir uns rechtfertigen wollen und allerlei Wortkünste gebrauchen, um uns in ein mildes Licht zu stellen.  Wie leicht wird da Trug in unserem Mund erfunden!  Von einem Christenmenschen muss man unbedingt erwarten können, dass er die Wahrheit sagt.  Aber die Menschen lieben eher eine schmeichelhafte Lüge als die harte Wahrheit.  Man wird auch von Gotteskindern nicht sehr geliebt, wenn man die Dinge beim Namen nennt.  Dann sagen sie, man sei hart oder gesetzlich.  Wie töricht ist das!
  Sowohl unsere Glaubensgeschwister wie auch die Welt sollten von uns erwarten dürfen, dass unser Ja wirklich Ja bedeutet und unser Nein, Nein ist!  Gottes Verheißungen nach seinem Wort sind nicht Ja und Nein, sondern da ist alles lauter Ja und Amen!  Lasst auch uns solche klare, durchsichtige, wahrhaftige Jünger des Herrn sein, mitten in einer Welt voller Lug und Betrug!  Die Wahrheit ist eines der höchsten Güter, die wir als Gotteskinder besitzen, denn wo in der Welt bald keiner mehr dem anderen trauen kann und selbst die Ehegatten einander betrügen und hintergehen, soll in den Reihen der Erlösten Vertrauen herrschen und muss jeder von dem anderen wissen, dass er es ehrlich mit ihm meint.  Ja, das Wesen des Herrn erhöht, es macht frei und glücklich und bringt uns den Segen Gottes ein, aber wer unwahrhaftig ist, betrügt nicht nur andere, sonder auch sich selbst.
                                             (Paul-Gerhard Mink 1933-2004
                                              aus "Maranatha")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Samstag
"Er ist wetterwendisch." (Matthäus 13:21)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  ...
  Das Barometer ist das veränderlichste Ding im ganzen Haus. Jeden Tag steht es anders, bald hoch, bald niedrig,  Heute deutet es auf Sonnenschein und klaren Himmel, morgen auf Sturm, Regen und Ungewitter.
 ...
  Es ist lange nicht so wichtig, dass wir das Barometer ergründen, als dass wir dem wetterwendischen Wesen der Menschenkinder auf den Grund kommen, besonders dem eigenen. - Nicht wahr, du weißt, dass du manchmal wetterwendisch bist.  Ein richtig kleiner Barometerchrist?  Du bist so gegensätzlich, so launisch, so unberechenbar; einmal hängt dein Frohsinn von deinem körperlichen Wohlbefinden ab und einmal von dem mehr oder weniger glatten Verlauf eines Tages.  Eine bevorstehende schwere Schularbeit oder ein unwillkommener Auftrag bringen deine Stimmung gleich auf schlechtes Wetter.  Ein Durchkreuzen deiner Pläne bringt sofort Sturm und Regen.
  So sollte es doch nicht sein.  Mach dich und deine frohe Stimmung doch nicht abhängig von diesen äußeren, stets wechselnden Dingen.  Das Einzige, was dich regulieren soll, ist die himmlische Atmosphäre des Wortes Gottes mit seinem hellen Sonnenschein von Jesus Christus.  Glaube mir, dann ist bei dir immer schönes Wetter, und du wirst in deinem Leben kein wetterwendischer Barometerchrist.                                                                                                         (aus "Komm zum Heiland"
                                               Kinderandachtsbuch)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Sonntag
"Wenn ich dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.  Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allezeit meines Herzens Trost und mein Teil." (Psalm 73:25-26)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Unser Land, diese Welt und die Zukunft gehören Gott!  Die Bibel sagt: "Die Erde ist des Herrn und was darinnen ist" (Psalm 24:1).  Weil die Bibel es so sagt, weiß ich, dass schwere Zeiten kommen.  Ich muss ehrlich sagen, wenn ich den Herrn Jesus nicht hätte und nicht in ihm geborgen wäre, dann müsste ich langsam verzweifeln.  Gott hat aber mich und alle, die Jesus in Wahrheit angehören, auf die Zukunft vorbereitet.  Darum habe ich es gut.  Wer diese Geborgenheit in Jesus nicht hat, ist wirklich ein armer Mensch.  Er geht in eine ungewisse Zukunft hinein.  Kommt die Erfüllung, von dem wie es geschrieben steht, dann wird das große Jammern und Schreien beginnen.
  Bist du vorbereitet?  Kannst du mit ganzer Gewissheit sagen, dass der Herr Jesus durch den Heiligen Geist in deinem Herzen wohnt?  Sind dir alle deine Sünden vergeben, oder läufst du noch wie ein Sklave, in Ketten gebunden, durch diese Welt?  Versteh doch bitte, hinter diesen Fragen steckt eine große Liebe.  Gott will, dass du als ein durch Jesus Christus erlöster Mensch auf dieser Erde wandelst.  Wer nämlich nicht auf die Zukunft vorbereitet ist, lebt ganz gefährlich.  Ich darf mich aber von ganzem Herzen freuen, dass der lebendige Gott in Jesus Christus meine Heimat geworden ist.  Inmitten einer Welt des Zerbruchs und des Niedergangs baut einer ein ewiges Reich auf: Jesus Christus!  Er baut es in den Herzen der Seinen!
                                                                   (Hans-Dieter Pfleiderer)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Da fragte Jesus die Zwölf: Wollt ihr auch weggehen?  Da antwortete Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen?  Du hast Worte des ewigen Lebens." (Johannes 6:67-68)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Welche Versuchungsstunde für die Jünger!  Wer kennt diese Versuchung nicht: noch einmal heraus aus allen Bindungen, Kämpfen und Nöten, die aus der Nachfolge Jesu kommen?  "Wollt ihr auch weggehen?"  Offen liegt die Welt vor Petrus, und tausend Wege führen hinein.  In ein paar Sekunden überschaut er diese Wege.
  Mann kann sich hemmungslos hineinstürzen in das buntfarbige Wesen der Welt, geniesen und "sich ausleben."  Gewiss, das ist ein Weg.  Aber am Ende steht der Ekel, steht das Gericht Gottes. - Nein, den Weg nicht!
  Mann kann in den Alltag zurück, in ein Leben satter Ruhe, wie es war, bevor Jesus rief.  Gewiss, das ist ein Weg.  Aber da müsste man seine Seele umbringen, die Jesus zum Leben rief. - Nein, den Weg nicht!
  Man kann sich an Menschen binden und hängen.  Man kann Ehre und Einfluss zu gewinnen such.  Man kann den Weg der selbstgerechten Gesetzeserfüllung gehe. Man kann ... man kann ...
  Tausend Wege führen in die Welt.  In Sekunden überschaut sie Petrus.  Sie enden alle im Dunkel.  "Herr, wohin sollen wir gehen?" fragt er bedrängt.  Während er aber so fragt, schaut er den Einen, der von sich sagt: "Ich bin der Weg!"  und da hat Petrus den Weg gefunden: "Du hast Worte des ewigen  Lebens."  Alle Wege sind in Wahrheit seine Wege.  Jesus allein ist der Weg, für den wir uns immer neu entscheiden dürfen.
                                                    (Wilhelm Busch 1897-1966
                                                    aus "Licht vom unerschöpflichen Licht")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Du hast dich abgemüht mit der Menge deiner Wege und sprachst nicht:  Das lasse ich; sondern du fandest ja noch Leben in deinem Glauben, so wurdest du dessen nicht müde." (Jesaja 57:10)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Der Mensch arbeitet, um zu leben.  Es heißt im 90. Psalm: "Wenn dein Leben köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen."  Doch wenn es um das ewige Leben geht, so sieht es ganz anders aus.  Um dies zu erlangen, braucht es die Erkenntnis des Herrn Jesus Christus und seines Erlösungswerkes für uns.  Er sagt im hohenpriesterlichen Gebet: "Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist und den gesandt hast, Jesus Christus, erkennen"  (Johannes 17:3).  Auch sagt der Herrn Jesus von sich: "Ich bin gekommen, dass sie das Leben und volle Genüge haben sollen"  (Johannes 10:10).
  Dass die Menschen in ihrer Blindheit das ewige Leben ganz am falschen Ort suchen, nömlich in ihrer Rechtschaffenheit und im Gutestun, erzeigt sich oft aus Sprüchen, die auf Todesanzeigen zu lesen sind, so zum Beispiel: "Wer so gewirkt wie du im Leben, wer so erfüllte seine Pflicht und stets sein Bestes hat gegeben, der stirbt auch selbst im Tode nicht!"  Mit welch einem "Betrugsschifflein" segeln solche Leute in die ewige Verdammnis!  Nur wer den Sohn hat, der hat das ewige Leben.  Wer den Sohn - das ist Jesus Christus - nicht hat, der hat das ewige Leben nicht (nach 1. Johannes 5:12)
                                                    (Joel Pretre 1906-1999
                                                    aus "Kalenderblattarchiv")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Wer glaubt, der flieht nicht." (Jesaja 28:16)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Lasst mich ein Erlebnis zur Ehre meines Heilandes erzählen.
  Starke Rückenschmerzen veranlassten mich, den Arzt aufzusuchen.  Er schrieb mich daraufhin für zwei Tage krank.  Mein Zustand verbesserte sich aber bis Dienstag nicht, worauf ich bis Freitag arbeitsunfähig blieb.  Für sonntags war ich eingeteilt, um eine Versammlung zu halten.  Da mir das Stehen Problem machte, hatte ich schon Befürchtungen wegen dieses Dienstes.  Mich bewegte die Frage: Soll ich absagen?  Auf der anderen Seite wurde mir bewusst, dass Gott auch um meine Situation weiß und dass er alle in seiner Hand hat.  So wurde es Donnerstag und meine Beschwerden besserten sich nicht.  Am besagten Morgen nahm ich das Telefon zur Hand, um bei dem betreffenden Bruder den Dienst abzusagen.  Aber am anderen Ende der Leitung nahm niemand ab.  Darauf hin bewegte mich die Frage:  Herr Jesus, was willst du, was ich tun soll?  Auf einmal stand das Wort vor mir: "Wer glaubt, der flieht nicht!" Auch ein Liedervers fiel mir ein, wo es heißt: "Schwachheit und Ohnmacht die schaden Gott nicht, er macht die finstere Finsternis Licht."  So vertraute ich Gott und legte es weiter im Gebet meinem Heiland hin.
  Es wurde Sonntag.  An meinem Zustand verbesserte sich wenig, aber als ich die Versammlung hielt, verspürte ich keine Schmerzen, und montags konnte ich wieder zur Arbeit gehen.  Meinem treuen Herrn sei Dank, Ehre und Anbetung!
                                                    (Hans-Martin Heck)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit." (Kolosser 3:14)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  "Über alles" schließt alles ein und nichts aus!  Und "die Liebe" meint hier nach dem Grundtext die einzigartige Gottesliebe, die Agape.  Es könnte der Gedanke aufkommen, unser Tagesvers sei besonders für unsere Zeit geschrieben worden. Der Herr Jesus sagt in seiner Rede über die Endzeit: "Weil die Ungegrechtigkeit überhand nehmen wird, wird die Liebe in vielen erkalten" (Matthäus 24:12).  Auch hier ist nichts von der angeborenen Menschenliebe die Rede, sondern von der Gottesliebe.  Die Eigenliebe taugt nicht viel für das Reich Gottes.
  Manchmal hört man in den Predigten zu Recht die Ermunterung zur Liebe untereinander.  Sie wird aber nur dann den Durchbruch schaffen, wenn es sich um die in unser Herz ausgegossene Gottesliebe (Römer 5:5) und nicht einfach um die begrenzt vermögende menschliche Liebe handelt.  Die Liebe Gottes regiert in einem Menschenherzen, das sich zu Gott bekehrt hat und in der Wiedergeburt sein Eigentum geworden ist.  Wenn ein Kind Gottes über alles die Agape anzieht, wird es wahren Frieden im Herzen haben.  Da wird auch ein widerspenstiges oder streitbares Herz zur Ruhe kommen.  Das ist Gottes Wille (Hebröer 4).
  Als Judas sich zum Verrat an seinem Meister von den Jüngern absetzte, sprach der Herr zu den Verbliebenen: "Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.  Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt"  (Johannes 13:34-35)
                                                    (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Freitag
"Nicht dass wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als von uns selber; sondern dass wir tüchtig sind, ist von Gott. "
(2. Korinther 3:5)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  ....
  Das Blut Christi reinigt unser Gewissen von den toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen (Hebräer 9:14).  Das heißt aber nicht, dass wir untätig bleiben sollen.  Im Gegenteil.  Nun beginnt erst unser Gottesdienst.  Wir frangen an, Gott zu loben und zu preisen.  "Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen!  Lobe den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat!"  (Psalm 103).  Wir preisen seinen Namen.  Wir rühmen das Blut Jesu Christi, das teure Blut, in dem wir unser Heil, unsere zeitliche und ewige Rettung gefunden haben.
  Es ist ein besonderes Geschenk, wenn wir noch in seinem Dienst stehen dürfen.  Gott hat uns nicht nötig.  Er braucht unseren Dienst nicht.  Im Gegenteil!  Wir stehen ihm wohl oft im Weg.  Wir sind von uns ganz ungeeignet zu irgendeinem Dienst.  Gott kann auch ohne uns segnen und wird es auch ohne uns tun.  Aber wenn Gott uns in seinem Dienst stellt, wollen wir nichts anderes tun als seinen Ruhm verkündigen.  Ich will rühmen die großen Taten meines Heilandes!  Von diesem Weg soll uns niemand abbringen.  Dazu helfe uns der Herr - dass wir es nicht nur mit Worten tun, sondern auch indem wir anfangen, seine Gebote zu lieben und zu halten.
                                                    (Heinrich Jochums 1904-1986
                                                      aus "In Jesus haben wir alles")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
  
Samstag
"Ich bitte auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, damit sie alle eins seien. "  (Johannes 17:20-21)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Unser Herr bittet seinen Vater, die Einheit, die er geschaffen und erhalten hat, solange er bei seinen Jüngern war, zu bewahren.  Es ist übrigens bemerkenswert, wie er zuvor den Fall des Judas als eine besondere Ausnahme erwähnt.  Hier ist einer, der zu ihnen gehörte, aber der schließlich doch ganz deutlich zeigte, dass er nicht wirklich von ihnen war.  Vers 12: "Solange ich bei ihnen war, erhielt ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast,  unch ich habe sie bewahrt, und keiner von ihnen ist verloren außer dem Sohn des Verderbens, damit die Schirft erfüllt werde."
  Du magst den Anschein erwecken, dazuzugehören, aber wenn das neue Leben und die Wiedergeburt fehlen, dann gibt es keine wirkliche Einheit, und das wird sich am Ende offenbaren.  Der Inhalt dessen, was der Herr sagt, ist also keine Ermahnung an uns, etwas zu tun, sondern ein Gebet an seinen Vater, in dem er ihn bittet, die bereits bestehende Einheit zu bewahren.  Außerdem ist es im wesentlichen geistliche Einheit, erzeugt durch das Wirken des Heiligen Geistes im Augenblick der Wiedergeburt und bestätigt durch einen gemeinsamen Glauben und das Annehmen der Lehre über die Person und das Werk unseres Herrn Jesus Christus - "... damit sie eins seien, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir, damit sie vollkommen eins seien."  Jegliche Form von Einheit, die diese Wesenszüge vermissen lässt, ist nicht die Einheit, von der unser Herr in Johannes 17 spricht. 
                                                    (D. Martyn Lloyd-Jones 1899-1981
                                                      aus "Einig in Wahrheit")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Sonntag
"Fürchte dich nicht, Zacharias, denn dein Gebet ist erhört, und deine Frau Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst ihm den Namen Johannes geben."  (Lukas 1:13)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Als dieses verheißene Kindlein geboren wurde, fragten sich viele, was aus diesem Kind werden soll.  Und Zacharias, voll des Heiligen Geistes, wusste wohl sehr genau, was sein Sohn einst ausrichten und welch herrliche Zeit anbrechen werde.  Keine Spur von Zweifel war mehr in seinem Herzen.  Hatte Gott die erste Verheißung gehalten und ihm den Sohn gegeben, so wird er auch die zweite halten, dass der verheißene Messias selber bald kommen werde.
  Meint ihr nicht, ..., dass sich auch viele Eltern am Bettchen eines Neugeborenen fragen: "Was wird aus diesem Kindlein einmal werden?"  Aber kein Engel kommt und sagt es ihnen.  Dem schlafenden Kind kann man es auch nicht ansehen, was aus ihm werden wird; das eine ist ungefähr wie das andere.  Und doch wird das Eine gelehrt und berühmt, das Andere bleibt unbekannt;  das Eine wird reich, das Andere arm; das Eine lieb und fromm, das Andere bös und gottlos; das Eine wird ein Segen für die Mitmenschen, das Andere nicht. - Ein frommer Lehrer begrüßte manchmal seine Schüler so: "Gott grüß euch, Ehrenwerte, Magistraten, Vorgesetzte, Handwerksleute, Kaufleute, Künstler, Müßiggänger, Taugenichtse ... Dies alles könnt ihr werden, je nach dem, wie ihr euch aufführt!" - Auf Erden groß werden ist aber nicht die Hauptsache.  Fromm und gut und rechte Kinder Gottes sollen wir werden.  Das ist das Wichtigste! 
                                                    (Gottfried Frankhäuser
                                                      aus "Geschichten der Heiligen Schrift")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Montag
"Ohne Glauben ist es unmöglich Gott zu gefallen; denn wer zu Gott kommen will, der muss glauben, dass er ist und dass er denen, die ihn suchen, ihren Lohn gibt."  (Hebräer 11:6)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Der Glaube ist eine der schönsten Früchte des Leidens. Sterbens und der Auferstehung Jesu Christi.  Ohne ihn müsste die Welt versinken im Unglauben und Aberglauben, in Nacht und Verzweiflung, in Täuschung und Selbsttäuschung.  Wer unter dem Kreuz von Golgotha in Buße und Reue den Herrn Jesus ergreift, darf glauben, darf seines zeitlichen und ewigen Heils gewiss sein, ganz gewiss.  "Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht" (Hebräer 11:1).  In Jesus haben wir Glauben, wunderbare Hoffnung.  In Jesus haben wir Gewissheit, herrliche Gewissheit.
  In immer neuen Worten und mit zahlreichen Beispielen schon aus dem Alten Testament bezeugt uns der Apostel, dass wir in Jesus Christus im Glauben alles haben.  Wir hören von des Glaubens eigentümlicher Art, von dem Unterschied zwischen Gläubigen und Ungläubigen, vom Segen der Glaubens, von einem Leben im Glauben, einem Leben, das sich lohnt, von der Bewährung des Glaubens, von Wundern des Glaubens, vom Kampf des Glaubens, vom Glauben in unserem täglichen Wandel, vom Glauben im Leid und vom Sterben im Glauben.
  Kennst du diesen Glauben?  Hast du diesen Glauben?  Hast du Jesus, unseren Herrn und Meister? Wer hat, darf glauben!
                                                    (Heinrich Jochums 1904-1986
                                                      aus "In Jesus haben wir alles")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"So wahr ich lebe, spricht Gott der Herr: ich habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern dass der Gottlose umkehre von seinem Wege und lebe."  (Hesekiel 23:11)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Die Bekehrung ist der Weg zum Leben.  Wer sie versäumt, verfällt dem Tod.  "Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?" fragte einst der Prophet.
  Ja, warum stemmen sich die Menschen so gegen die Bekehrung?  Warum sind die ernsten Zeugen der Wahrheit, die zur Buße rufen, zu allen Zeiten bei der Masse unbeliebt gewesen, verkannt und geschmäht worden? Jeremia klagt: "Ich bin zum Spott geworden täglich, und jedermann verlacht mich."  Woher dieser Widerwille?  Mit der Bekehrung verliert der Mensch seine Selbstständigkeit, er muss seinen Willen Gott unterordnen, er wir entthront, und der Herr Jesus bekommt die Herrschaft.  Dass diese hochbegehrte Selbstständigkeit und viel gerühmte Freiheit in Wirklichkeit eine unwürdige Knechtschaft ist, dass wir unter der erniedrigenden Herrschaft der bösen Lüste und Leidenschaften stehen, an unserem Eigenwillen zugrunde gehen und ein verpfuschtes und verfehltes Leben davontragen, daran denkt der Mensch in seiner Blindheit nicht.
  Die Bekehrung ist der einzige Weg zum Leben.  Mit ihr nimmt es - im Blick auf die Ewigkeit - seinen Anfang, bekommt es Inhalt, Zweck und Ziel.  Anstatt der Bekehrung aus dem Weg zu gehen, sollten wir dankbar sein, dass uns Gott die Rückkehr gestattet.  Er kann uns nicht ins Himmelreich hineinnehmen so, wie wir sind. - "So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden getilgt werden." (Apostelgeschichte 3:19).
                                                    (nach Carl Eichhorn 1855-1934
                                                      aus "Das Werk Gottes an der Seele")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Jesus Christus ist das Haupt des Leibes, nämlich der Gemeinde."  (Kolosser 1:18)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Der bekannte Theologe Franz Delitzsch (1813-1890) hat einmal das Bild der Gemeinde Christi, seines Leibes, so charakterisiert: "Kein anderes Bild ist so unendlich tief und doch so durchsichtig klar, so scharf umgrenzt und doch so unerschöpflich reich, so leibhaftig und geistlich, äußerlich und innerlich, augenfällig und geheimnisvoll zugleich."
  Alle gläubigen und wiedergeborenen Gotteskinder auf dieser Erde gehören zu diesem einzigartigen Leib Christi.  Die Herkunft und der Stand dieser Glieder spielt überhaupt keine Rolle, denn die Einheit des Geistes zu ihrem Haupt schafft eine reine, unauflösliche Lebensverbindung.  Auch Schwache und Kränkliche gehören diesem Leib an.  Diese erhalten ebenso wie die Gesamtheit des Leibes die erforderliche Kraft, um im Reich Christi in einer beeindruckenden Vielfalt im Großen und im Kleinen einander dienen zu können.  Die Liebe, die vom Haupt Jesus Christus ausgeht, schafft ein harmonisches, wunderbares Ganzes und dient dazu, die Zahl der Glieder am Leib noch zu mehren.
  In diesem Leib, also der Gemeinde, werden die einzelnen Glieder auch für die himmlische Berufung tüchtig gemacht.  Es ist deshalb im Blick auf die Ewigkeit von höchster Bedeutung, dass dieser Leib in unserer letzten Zeit durch das Lesen und die Predigt des Wortes, besonders das der Apostel und Propheten, zubereitet, gefestigt und bewahrt wird und das herrliche, verheißene Ziel erreicht.
  "Lasst uns aber wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus" (Epheser 4:15)!
                                                                                   (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Du hast gesehen, dass dich der Herr, dein Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trägt, auf dem ganzen Weg."  (5. Mose 1:31)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Hört eine kurze Geschichte:  Ein kleiner Junge geht mit seinem Vater zu einer befreundeten Familie.  Kurz vor dem Ziel kommen sie an eine schmale Brücke, die über einen reißenden Bach führt.  Den Jungen packt große Angst.  Erst nach vielem Zureden des Vaters geht er zitternd vor Angst weiter.  Aber der schöne Nachmittag ist für das Kind fast verdorben.  Immer wieder fragt er: "Vater, wie sollen wir wieder über die Brücke kommen?  Heute Abend wird es dunkel sein!  Ich habe Angst!" - Inzwischen haben die vielen Erlebnisse das Kind müde gemacht.  Es schläft ein.  Behutsam nimmt es der Vater auf seine Arme, trägt es heim über die gefürchtete Brücke und legt es in Bett, ohne dass es von allem etwas merkt.  Am nächsten Morgen fragt der Junge:  "Vater, wie bin ich in der dunkeln Nacht über die Brücke gekommen?" - "In meinen Armen!", antwortete der Vater.
  Hast du auch Angst vor der nächsten Wegstrecke?  Vielleicht bist du schwer krank?  Vielleicht musst du dich einer unangenehmen Sache stellen.  Vielleicht wagst du vor Scham nicht mehr den Kopf zu heben, weil dein Versagen so groß war.  Ich kann dich in allem sehr gut verstehen.  Auch in meinem Leben gab es eine Zeit, die für mich so schrecklich und so voll Angst war.  Aufgrund von dem, was ich erlebte, rate ich dir:  Wirf dich mit deinem ganzen Leben und Schicksal völlig in die allmächtige Hand Gottes!  Sag ihm, wie es schon einer in der Bibel gesagt hat: "Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!"
                                                                 (Hans-Dieter Pfleiderer)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Freitag
"Durch Jesus Christus haben wir auch den Zugang im Glauben zu diesen Gnade, in der wir stehen."  (Römer 5:2)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es kann sein, dass in einem Christenwandel Treue und Verbindlichkeit vorhanden sind, dass man Gottesdienste, Bibel- und Gebetsstunden besucht, aber dennoch klagt:  Ach, mein Leben als Christ ist ja so dürftig, die Gnade hat kaum Auswirkungen in meinem Leben.  Warum wohl?  Was ist mit mir los?
  Das Wort gibt uns auch hierzu eine Antwort:  Durch Jesus Christus haben wir im Glauben Zugang zu dieser Gnade!  Durch Jesus - nicht durch eigene Werke - haben wir freien Zutritt zur herrlichen Gnade Gottes.  Nimm sie jetzt auch für dich in Anspruch!  Tritt wirklich ein!  Ich habe den Eindruck, viele hören sich das einfach an und denken:  Das ist wohl richtig gesagt und so steht es ja auch in der Bibel.  Aber sie bleiben stehen.  Sie machen nichts daraus. - Was nützt mir eine Freikarte zum schönsten Konzert, wenn man die Gewissheit hat, dass sie gültig ist und dass sie mir gehört, aber man doch nicht eintritt in den Saal?  Die Gnade ist nicht da zum Anschauen und denken:  Nun, Gott sei Dank gibt es sie.  So bleibt ein Christenleben trotz richtiger Erkenntnis eben doch eine dürftige Sache.  Nichts von Leben und volle Genüge.
  Darum die Frage: Bist du schon eingetreten in diese herrliche Lebensmacht von oben?  Sind die himmlischen Klänge von Versöhnung und Rechtfertigung schon eingedrungen in die Tiefen eines danbaren Herzens?  Hast du empfangen Gnade um Gnade?  Nicht nur anschauen, eintreten darfst du und dich beschenken lassen!
                                                                 (Peter Quellmalz)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Samstag
"Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch: Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, damit sich nicht jemand rühme."  (Epheser 2:8-9)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Rufen wir uns zum ... Reformationstag ... vier Grundaussagen in Erinnerung:

Solus Christus - Allein Christus!
Jesus Christus allein genügt, um selig zu werden!  Wir bedürfen nicht der Heilsmvermittlung durch religiöse Handlungen von geweihten Personen.   

Sola fide - Allei aus Glauben
Nicht die Leistungsreligion vermag den Abgrund unserer Sünde zu überwinden!  Es ist allein das Werk und Verdienst unseres Heilandes, der unsere Erlösung erkämpft hat.  Dieses Werk wird jedem zugerechnet, der sich ihm hingibt und anvertraut!

Sola gratia - Allein aus Gnade
Gott hat in und durch Christus gearbeitet und ein Werk vollbracht, dass so wertvoll ist, dass es durch nichts verdient werden kann!  Wir können nur eines tun:  dieses Werk in Demut und Dankbarkeit als Gottes Geschenk annehmen!  Der wahre Dank kann immer nur in der Hingabe unseres ganzen Lebens an Jesus Christus bestehen.

Sola scriptura - Allein die Schrift
Als reine Quelle der gättlichen Offenbarung genügt uns die Bibel!  Durch die Entdeckung der Schriftrollen in Qumram im Jahr 1947 wurde die große Treue der Überlieferung der Texte bewiesen.  Der Gläubige darf wissen, dass es genügt, das zu wissen, was die Bibel sagt.  Alle geistliche Literatur muss sich in der Wahrheits- und Offenbarungsfrage an der Autorität der Heiligen Schrift messen lassen.
                                                              (Peter Gogel)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Sonntag
"Himmel und Erde werden vergehen; aber meine Worte vergehen nicht."  (Lukas 21:33)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wir gedenken ... an die gewaltigen Umwälzungen und den Segen, den die Reformation mit sich brachte.  Am Anfang stand der Anschlag der 95 Thesen des Dr. Martin Luther and der Tür der Schlosskirche von Wittenberg in Sachsen-Anhalt.   Die Zeit war reif geworden für einen epochalen geistlichen Aufbruch, dessen bedeutendste Errungenschaft es wurde, dass der Zugang zum Wort Gottes für jedermann erkömpft wurde.  Dazu gehörte auch die Vermittlung der Fähigkeit des Lesens und Schreibens für die breiten Volksschichten, denn Bildung war im Mittelalter ein Privileg des Klerus, der Klöster und der Hochgestellten.
  Wie unerhört klingt es auch heute noch in unseren Ohren, wenn wir in Zeugnissen von ehemals katholischen Gläubigen hören, dass ihnen früher von ihrer eigenen Kirche der Zugang zur Bibel verwehrt wurde.  Wir sind dankbar, dass Gott mutige Männer schenkte, die unter Einsatz ihres Lebens uns die bie heute erhaltene Glaubensfreiheit erkämpten!  Auch das feindliche Feuer der Gegenreformation, welches zum 30jährigen Krieg führte (1616-1648), konnte den Menschen den freien Zugang zum Wort Gottes nicht mehr wegnehmen.
  Denken wir daran, dass Gottesdienste in deutscher Sprache und mit der deutschen Bibel keine Selbstverständlichkeit sind.  Den größten Schatz der Reformation, die Bibel, gilt es heute wieder zu bewahren gegen Verfälschung, Verwässerung und Verunglimpfung!
  Zitat M.Luther: Das Wort sie sollen lassen stah´n (stehen) und keinen Dank (Gedanken) dazu haben (hinzufügen)!
                                                              (Peter Gogel)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast, dass sie eins seien wie wir."  (Johannes 17:11)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wer kennt es nicht, dieses inbrünstige Gebet für seine Jünger, das Jesus noch kurz vor seinem Tod gesprochen hat?  O dieser treue Hohepriester!  Wie lag ihm gerade noch vor seinem Abscheiden die Einigkeit der Jüngerschar am Herzen.  Er wusste, nur wenn Einigkeit da ist, geht das Werk weiter;  nur dann erreicht das Evangelium auch andere Herzen.  Deswegen redete er schon zuvor von dem Gebot der Liebe, das eine wichtige Voraussetzung für die Einigkeit ist: "Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt.  Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt" (Johannes 13:34-35).
  Da, wo die Christenheit nicht mehr in der Liebe Jesu lebt und sie nicht übt, wird sie für die Welt fragwürdig.  Unser Zeugnis überzeugt nur dann, wenn es getragen ist von der tätigen Liebe und der gelebten Vergebung.  Hat uns der Herr Jesus nicht in Matthäus 34:12 gerade in Bezug auf die letzte Zeit in der wir jetzt leben, vorausgesagt, dass die Liebe in vielen erkalten wird?  Welch große Not!
  Wie ganz anders, wenn die wahre Liebe, die ausgegossen ist in unsere Herzen, wirken kann und viele davon erfasst und dadurch in die wahre Gemeinschaft mit Gott und untereinander geführt werden.
                                                              (Gerhard Steiß 1927-2002
                                                               aus "Kalenderblattarchiv")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Dem Gerechten muss das Licht immer wieder aufgehen und Freude den frommen Herzen."  (Psalm 97:11)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Nachdem die ersten christlichen Gemeinden entstanden waren, kamen schon bald Anfeindungen auf.  Menschen mussten für ihren Glauben das Leben lassen.  Unter dem römischen Kaiser Nero artete dies in eine wüste Verfolgung aus.
  Durch den Kaiser Konstantin (288-377) wurde das Christentum zur Staatsreligion erklärt.  Kirche und Staat schmolzen zusammen.  Von diesem Zeitpunkt an brauchte es keinen Mut mehr, Christi zu sein, es wurde geradezu modern, ein solcher zu sein.  Die Mehrzahl der vornehmen Neu-Christen dachten nicht daran, ihre Hausaltäre zu entfernen oder von ihren heidnischen Sitten zu lassen.  Das Christentum hatte eine unheilvolle Wende erfahren. - In der Folge gestaltete sich das Leben in der wahren Nachfolge Jesu als schwierig.  Viele Menschen, die nicht von ganzem Herzen an Jesus Christus glaubten, gewannen Einfluss.  Immer dann, wenn solche Menschen mitbestimmen, kommt es zu einer Katastrophe.
  Die Kirche ging durch viele Wirren, in denen auch das Geld eine große Rolle spielte.  ...
  Was musste das für das getäuschte Volk für ein Aufatmen gewesen sein, von dem Reformatoren ganz neu zu hören, was Gott durche sein Wort zu den Menschen sagt: "Die Gerechtigkeit muss durch den Glauben kommen, damit sie aus Gnade sei" (Römer 4:16).  Sind wir heute noch dankbar für diese Botschaft?
                                                              (Martin Josi)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf.  Wieviele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben."  (Johannes 1:11-12)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Die große Masse lässt den anklopfenden Heiland draußen vor der Haustür stehen.  Nur die kleine Herde sammelt sich um den Guten Hirten!  Jesus hat selbst gesagt: "Die Pforte ist eng und der Weg ist schmal, der zum ewigen Leben führt, und Wenige sind es, die ihn finden.  Und die Pforte ist weit und der Weg breit, der zum Verderben führt, und viele sind es, die darauf wandeln!"  (Matthäus 7:13-14).  Die aber, welche ihn aufnehmen, erhalten die Macht der Gotteskindschaft.  Sie werden geadelt, Himmelsbürger zu sein und am Erbteil im Licht teilzuhaben.  Gibt es etwas Größeres?  So, wie die Teufelsdiener, die auf dem breiten Weg wandeln, gewiss sein müssen, dass sie zur Hölle fahren, so haben die Gotteskinder die Macht zu sagen, dass ihr Erbteil im Himmel ist.
  Das Wort, das wir aufnehmen in unsere Herzen, ist der lebendige Same, der Heilige Geist der Zeugende.  So kommt die neue Geburt zustande.  Ein Mensch muss bereit sein, diesen guten Samen im Glauben aufzunehmen, dann wird der Geist alles andere vollbringen.  Dieser gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind und damit auch Miterben Jesu Christi.
  Die Gnadenpforte steht immer noch für alle offen, und niemand ist ausgeschlossen.  Nimm deshalb auch du den Heiland auf, damit auch du ein Gotteskind wirst, das Gott seinen Vater nennen und in Ewigkeit bei ihm in der Herrlichkeit leben darf!  
                                                              (Paul-Gerhard Mink 1933-2004
                                                                aus "Maranatha")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Der Tod ist verschlungen vom Sieg.  Tod, wo ist dein Sieg?  Tod, wo ist dein Stachel?"  (1 Korinther 15:54-55)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  In der Welt wird die unausweichliche Tatsache des Todes mit allen Mitteln verdrängt.  Man hält solche schrecklichen Gedanken fern von sich und will das Leben möglichst in vollen Zügen genießen.
  Menschlich betrachtet ist die Auseinandersetzung mit dem Tod schon nichts Erbauliches.  Wir müssen aber entscheiden zwischen Menschen, die ohne Gott leben und solchen, die durch Buße und Umkehr Gottes Kinder gworden sind.  Für  Weltmenschen wird der Lohn der Sünde - ob sie es glauben oder nicht - der ewige Tod in der Hölle sein.  Dort werden sie ihren Spott und ihren Unglauben ohne die geringste Hoffnung auf eine Änderung ihrer Situation zutiefst bereuen.  Nachfolgern Jesu Christi hingegen ist die Sünde vergeben.  Der Tod hat durch den ewigen Sieg am Kreuz und seine glorreiche Auferstehung seine Bitterkeit, letztlich den Stachel verloren.  Das heißt aber nicht, dass wer im Glauben entschläft, ohne jegliche Anfechtung bleibt, obwohl die Gewissheit triumphiert, dass der Tod verschlungen ist vom Sieg.  Für ein Kind Gottes ist das Geheimnis des Anteils am Sieg Jesu Christi das beharrliche Bleiben in ihm (Johannes 15:5) - bis zu seinem letzten Atemzug.  Dann folgt der herrliche Augenblick, wo es den Herrn und Meister schauen darf!
  "Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn Jesus Christuns!"  (Vers 57).  Ihr lieben Mitmenschen, die ihr diese Welt lieb habt, dieser Sieg ist auch für euch errungen!  Wollt ihr ihn nicht in Anspruch nehmen und Buße tun?
                                                              (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Freitag
"Die Pforte ist weit, und der Weg ist breit, der zur Verdammnis führt."  (Matthäus 7:13)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Diese Pforte ist leicht zu finden.  Hier haben wir schon ein Merkzeichen, ob wir auf dem breiten oder schmalen Weg sind.  Wenn sich alles so natürlich gibt, wenn man in den Strom fortschwimmt, in welchem man durch seine Veranlagung, durch seine Erziehung, durch das Beispiel anderer Menschen, durch die Dinge dieser und der anderen Welt hineingeleitet worden ist, wenn man ebenso annimmt, man sei auf dem rechten Weg, dann ist man schon durch die weite Pforte eingegangen.  Dabei braucht man nicht ein lasterhafter Mensch zu sein.  Man kann dabei das sein, was man einen rechtschaffenden Menschen heißt, aber es ist eben kein Aufstehen vom Schlaf, es ist keine Buße, es ist keine Wiedergeburt.  Da prüfe dich also, lieber Mensch, ob du auch schon gesucht hast, ob du gebeten und gerungen hast um die Seligkeit.
  Die Pforte ist weit, das heißt auch: Alles kannst du da mitnehmen, woran deine Seele Lust hat, deine Güter, dein Haus, dein Geld, deine Lieblingssünden, deinen Eigensinn, deine Augenlust, Hoffart und hinter dir noch einen ganzen Wagen voll Bravheit, Gerechtigkeit, Selbstlob und gute Werke führen lassen.  Da prüfe dich nun wieder!  Wer noch eine Lieblingssünde in sich nährt und ihr nicht absagt in der Kraft Christi, der hat die enge Pforte noch nicht gefunden.  O dass die ewige Wahrheit unser Inneres durchläutere!
                                                              (Ludwig Hofacker 1798-1829)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist geben und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben."  (Hesekiel 36:26)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Jesus Christus sprach zu Nikodemus, einer von den Oberen der Juden: "Es sei denn, dass jemand von neuem geboren werde, so kann er das Reich Gottes nicht sehen"  (Johannes 3:3).  Spurgeon hat zur Erklärung der Wiedergeburt ein Gleichnis von Rowland Hills benützt und in seiner eigenen Weise wie folgt dargestellt:  Seht irh diese Katze?  Was für ein reinliches Geschöpff ist sie!  Wie geschickt wäscht sie mit ihrer Zunge und ihren Pfoten! - Habt ihr je ein Schwein gesehen dasselbe tun? - Niemals!  Es ist gegen seine Natur.  Es zieht vor, sich im Schlamm zu wälzen.  Ist es je gelungen, ein Schwein zu lehren., sich zu waschen und zu putzen, wie die Katze es getan hat? - Nutzlose Aufgabe!  Die einzige Art, wie du ein Schwein zum Sichwaschen bringen kannst, ist, es in eine Katze zu verwandeln; dann erst wird es sich waschen und wird reinlich sein, aber niche eher.
  So ist es mit einem Gottlosen;  du kannst ihn nicht zwingen zu tun, was ein Wiedergeborener von Herzen gern tut.  Der natürliche Mensch kann die Kunst der Heiligkeit nicht lernen, denn er hat keinen Sinn dafür.  Wenn der Herr einen neuen Menschen aus ihm macht, so sehen alle Dinge ganz anders aus. -  Ein Neubekehrter sagte einmal: "Entweder ist die ganze Welt verändert - oder ich bin es!"  Ein solches Wunder der Macht wirkt Gott in allen, die an Jesus Christus glauben und sich seinem göttlichen Wirken hingeben.
                                                              (C.H. Spurgeon 1834-1892)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
   
Sonntag
"Da wir nun gerecht geworden sind durch den Glauben, haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesus Christus."  (Römer 5:1)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Nach dem zweiten Weltkrieg sollen einige japanische Soldaten auf einer kleinen Insel im Stillen Ozean so abgeschnitten gewesen sein, dass sie vom Kriegsende 1945 schlicht nichts erfuhren und noch viele Jahre in der Vorstellung lebten, dass sie sich im Krieg befänden.  Sie sind darüber beinahe zugrunde gegangen und sind fast verhungert.  Schließlich ist also auch zu ihnen diese Nachricht gekommen, dass längst Friede sei - seit 1945.  Dieser Friede war Tatsache, ohne dass sie davon etwas fühlten, sie haben das nicht eines Tages einfach gespürt.  Aber der Friede war da!  Er hing nicht von den Gefühlen und Herzensstimmungen dieser paar Soldaten ab.  Es musste nur noch der Tag kommen, da diese gute Botschaft die Männer auf der Insel erreichte und sie ihr glaubten und zurückkehrten nach Hause.  Das war allerdings ihre persönliche Sache.
  Der wahre Friede steht fest seit dem Kreuz von Golgatha!  Die gute Botschaft hören und glauben, das ist nun deine Sache.  Wo Gott die Bereitschaft sieht, wird er dir den Glauben stärken, dir dieses Fünklein zu einem hellen Feuer entfachen.  Hör doch bitte damif auf, dauernd die Zustände deines Herzens, deines Gemüts zu beobachten - heute so, und moren etwas anders.  Man kann dabei alt und sauer werden.  Dein Friede ist ganz allein Jesus Christus selbst, der völlig unabhängig von unseren Herzenszuständen und dauernden Gemütsschwankungen immer derselbe bleibt. - "Der Friede Christi regiere in euren Herzen" (Kolosser 3:15).
                                                              (Peter Quellmalz)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
   
Montag
"Wenn du dich zu mir hälst, so will ich mich zu dir halten!"  (Jeremia 15:19)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Hört heute folgende bewegende Begebenheit: "Ein türkisches Mädchen ist in einer Kur.  Bei einem Gespräch mit der Psychologin wird die Zwölfjährige gefragt: "Welche Bücher hast du mitgenommen?"  Sie antwortet: "Daas wichtigste Buch, das es auf der Welt gibt!" - "Ja, welches ist das denn?", wundert sie sich.  "Das müsste sie als Christ doch wissen!", hält ihr das Mädchen entgegen.  "Ja, ich bin Christ, aber ich weiß nicht, was du meinst"!, sagte die Psychologin.  "Die Bibel natürlich!", ruft das Mädchen.  "Ich habe gehört, dass du so gläubig sein sollst.  Aber was liest du denn darin?", fragte die verblüffte Frau.  "Alles was wichtig ist.  Jeden Tag lese ich darin!"
  Zudem erfährt die Psychologin, dass das Mädchen keinen Vater mehr hat. "Wissen sie, ich habe einen Vater, der immer bei mir und viel besser ist, als mein leiblicher Vater", sagt es.  Da fragt die Frau erstaunt: "Ja, hat deine Mutter einen Freund?" - "Nein! Es ist mein Vater da oben!", entgegnet das Mädchen und zeigt zur Decke.  "Der sorgt für uns alle!"
  Was sagst du dazu?  Ist das nicht überwältigend?  Erstens, ein Kind mit zwölf Jahren steht im lebendigen Glauben.  Zweitens, es hat eine erwachsene Person tief beschämt.  Eine angebliche Christin weiß weder vom wichtigsten Buch, noch vom Vater im Himmel.  Ist das nicht typisch für unsere heutige Christenheit?  Gottlose Christen - welch eine Tragik!  Drittens, ein Kind mit moslemischen Wurzeln hat in Jesus den wahren Gott kennen gelernt.
  Wem gleichst du in dieser Geschichte, dem Mädchen oder der Psychologin?
                                                              (Hans-Dieter Pfleiderer)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
  
Dienstag
"Wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen?"  (Römer 11:34)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wie viele gibt es heutzutage, die wollen dem lieben Gott raten, wie er es machen soll, dass sie mit Kraft erfüllt werden.  Das käme schön heraus, wenn es nach den Köpfen der Leute ginge.  Mein Kopf hätte nicht mehr in der Schweiz Platz, so groß wäre er geworden, wenn es nach meinem Sinn gegangen wäre.  Ich hätte alle Teufel ausgetrieben; ich wäre ärger mit ihnen verfahren als der Heiland.
  Ich weiß nicht, wie es mir morgen zumute sein wird, vielleicht schlecht, vielleicht komisch oder sonst wie; aber eins weiß ich, dass es mir gut tun wird, weil Gott sagt, dass mir alle Dinge zum Besten dienen, nicht weil es mir dünkt, sonder weil Gott es sagt.  Was würde man von einem Radfahrer denken, der, wenn eine Straßenbahn daherkommt, zu läuten anfinge, in der Meinung, die Straßenbahn müsse dann auf die Seite weichen!  Sie fährt ja in ihren Schienen; da muss der Radfahrer wohl oder übel nebenaus, oder es ist um ihn geschehen.  Auch dem lieben Gott möchte man nur zu oft vorschreiben: So oder so muss es gehen.
  Eins ist mir besonders wichtig beim Volk Israel: Sie wollten seine Wege nicht verstehen.  Ich habe sie auch lange nicht verstehen wollen; erst nach und nach merkte ich: Es geht gut!  Wie er es macht, ist´s herrlich, wird´s heilsam mir sein.  Wenn wir es nur alle merken würden, wie viel Elend könnten man da abladen!  Lass die Menschen denken und sagen, was sie wollen, der Heiland steht über ihnen.  Sein Rat ist wunderbar, und er führt alles herrlich hinaus.
                                                              (Fritz Berger 1868-1950
                                                               aus "Vom Heil in Christus")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Mittwoch
"Der Herr sieht das Herz an."  (1. Samuel 16:7)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Ein Kaufmann suchte eine braven Lehrling.  Auf sein Inserat hin meldeten sich fünfzig Knaben.  Er bestellte sie alle auf eine bestimmte Stunde zu sich, las rasch die Empfehlungsbriefe, welche sie mitgebracht hatten und wählte dann, ohne ein Wort zu fragen, eine von den Fünfzig aus.  Die Anderen verabschiedete er.
  "Warum wählst du gerade diesen Knaben?", fragte ein anwesender Freund verwundert, "er hatte ja keinen Empfehlungsbrief!" - "O doch", sagte der Kaufmann, "er hatte viele.  Er putzte auf der Vorlage seine Schuhe, bevor er ins Büro trat und machte die Tür zu; er ist also ordentlich.  Er nahm seine Schildmütze ab, bevor er hereinkam, und beantwortete meine Fragen schnell und sicher; er ist höflich und wohl erzogen.  Er hob das Buch auf, das ich absichtlich auf den Boden gelegt hatte, während die übrigen es zur Seite stießen oder gar darüber stolperten.  Er wartete ruhig und drängte sich nicht heran - ein gutes Zeugnis für sein rechtschaffenes Betragen.  Ich bemerkte ferner, dass er anständig gekleidet war.  Das Gesicht und seine Hände waren sauber.  Nennst du dies alles keinen Empfehlungsbrief?  Ich gebe mehr darauf, was ich von einem Knaben weiß, den ich zehn Minuten lang erforscht habe, als auf das, was in schönklingenden Empfehlungsbriefen geschrieben steht."
  So macht es Gott auch.  Er gibt nichts darauf, wenn Menschen jemanden empfehlen.  Er urteilt nur nach dem, was er sieht, und er sieht das Herz an!  Liebes Kind, der Heiland sieht dein Herz an und beurteilt dich, ob er dich brauchen kann oder nicht.
                                                              (aus "Komm zum Heiland"
                                                               Kinderandachtsbuch)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

 Donnerstag
"So war es mit Abraham: Er hat Gott geglaubt, und es ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden."  (Galater 3:6)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Abram steht in klarer Nacht vor seinem Gott.  Wenn es still um uns her ist, dann haben wir Muße, tiefer nachzudenken und mit Gott Zwiesprache zu halten; aber da steigt auch die Not aus dem Herzen hervor, die uns bekümmert.  Abram brachte seinen Kummer, dass er kinderlos dahing, vor den Allmächtigen.  Dieser lenkte sein Blicke himmelwärts und sprach zu ihm: "Sieh gen Himmel und zähle die Sterne!"  Wohl uns, wenn wir nicht in der schwarzen Nacht unseres Erdenleids untergehen, sondern gelernt haben, was der Psalmist ausruft: "Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen.  Woher kommt mir Hilfe?  Meine Hilfe kommt von dem Herrn" (Psalm 121:1-2)
  Da stand nun der Mann udn bekam die wunderbare Verheißung, dass sein Same sein würde wie die Sterne am Himmel.  Und das lesen wir an dieser Stelle?  "Abram glaubte dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit" (1. Mose 16:6).  Noch 25 Jahre musste er auf die Erfüllung diser Verheißung warten.  Da heißt es im Glauben ausharren und zuwarten, bis Gottes Stunde schlägt.  Allerdings ist der Glaube nicht jedermanns Ding.  In welchem Leben hat uns Gott das besser veranschaulicht als bei Abram, dem Patriarchen des Glaubens?
  Gott hat auch uns Verheißungen in seinem Wort gegeben.  Aber der Herr sagt uns: "Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!" (Johannes 20, 29).  Manchmal scheint uns die Wartezeit zu lang zu sein, aber wir müssen ausharren!  Gott kommt niemals zu spät, und was er zusagt, das hält er gewiss!
                                                              (Paul-Gerhard Mink 1933-2004
                                                                aus "Maranatha")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Samstag
"Elia ging hin in die Wüste eine Tagesreise weit und kam und setzte sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach: Es ist genug, so nimm nun, Herr, meine Seele". (1. Könige 19:4)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Kennst du die Elia-Geschichte?  Es lohnt sich, diese immer wieder zu lesen.
  Gemäß unserem Tagesvers wollte der Prophet sterben.  Aber er überließ es Gott.
  Andere aber, wenn sie in einer ausgeweglosen Situtation an diesem Punkt angelangt sind, überlasssen es schon gar nicht mehr Gott, dem Herrn über Leben und Tod.  Sie scheiden auf die eine oder andere Weise "freiwillig" aus dem Leben.  Welch eine Tragik, wenn wir dies bei uns lieben Mitmenschen oder sogar bei Angehörigen nicht verhüten können oder konnten!  Wer wird dann über ihrem ewigen Los entscheiden? - Bewahre uns Gott, wir trauen auf dich!
  Mir bleibt da eine liebe, väterliche und priesterliche Aussage unseres gesegneten, schon heimgegangenen Evangelisten Ernst Grimm in tiefer Erinnerung: "Wir wollen und dürfen nicht urteilen oder gar verurteilen.  Es steht uns nicht zu, Steine zu werfen.  Wen es betreffen mag, bitte ich herzlich: Tue dir nichts Übles, tue dir kein Leid an (Apostelgeschichte 16:28), suche doch die Hilfe beim Herrn Jesus!"
  Ja, er kann dir auch einen Diener, einen Engel (1. Könige 19:5 und Hebräer 1:13-14) oder einen bibelgläubigen, vollmächtigen und priesterlichen Seelsorger senden.  Oder suche einen solchen auf.  Es gibt sie noch!

                                                   (Chritian Schindler)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Sonntag
"Mein Vater, der mir sie gegeben hat, ist größer als alles, und niemand kann sie aus des Vaters Hand reisen". (Johannes 10:29)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Zwei Mädchen steigen in die Straßenbahn ein.  Das eine trägt den Ansteckknopf "Jesus lebt!"  Ein Mann daneben spöttelt: "Mit diesem Quatsch bin ich fertig!"  Ein Mitfahrer entgegnet darauf: "Sie glauben wohl, dass sie das nicht brauchen.  Ich aber brauche es!"  Der Spötter sieht sich nun im Oberwasser: "Man muss eben seinen Halt in sich haben!"  "Das können wir ja gleich einmal ausprobieren.  Bei der nächsten Kurve halten sie sich an ihrer Krawatte fest!"  kontert der Mitfahrer, welcher bald darauf nicht nur die Lacher auf seiner Seite, sondern auch sachlich recht hatte.
  Was besaß den der Erste?  Nur Haltung, aber keinen Halt!  Was bedeutet Halt?  Gehaltensein!  Gott hält uns ganz fest in seiner treuen Hand.  Er gibt uns Halt aus seiner Welt der Liebe und Geborgenheit.  Er hält uns, weil Jesus Christus durch sein Leiden, seinen Tod am Kreuz auf Golgatha  und seine Auferstehung uns einen Haltepunkt gesetzt hat, der niemals wankt.
  Lieber Leser, lieber Zuhörer, wo suchst du deinen Halt, wenn dein Lebensschifflein auf den stürmischen Meereswogen dieser Welt hin und her geworfen wird?  In dir selber, bei den Mitmenschen oder bei Gott? - Ergreife die ausgestreckte, liebende Retterhand Gottes in Christus Jesus!  Dann wirst du mit dem Liederdichter bezeugen können: "Sein starker Arm, er führet mich; sein starker Arm lässt mich nicht im Stich; sein starker Arm, hält mich fest; ich bin so froh, dass er mich nie mehr los lässt!"

                                                   (Bernhard Knörr)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Ich rede von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben". (Römer 3:22)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Das Gerechtsein vor Gott blieb mir am Anfang meines Glaubenslebens über eine kurze Zeit verhüllt.  Doch bald durfte mir mit einer der wichtigsten Aussagen im Römerbrief durch Gottes Gnade das Licht aufgehen: "... und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung die durch Christus Jesus geschehen ist"  (Vers 24).  Durch diesen Vers wurde mir durch Gottes Gnade klar gemacht, dass ich im Glauben über Buße, Bekehrung und Wiedergeburt durch das Opfer Jesu Christi von meiner Schuld befreit bin, Gottes Kind werden durfte (Römer 8:16) und nun "den Mantel der Gerechtigkeit"  tragen darf (Jesaja 61:10).  O welch ein Reichtum enthält doch das Heil in Christus!  Nicht "nur" Sündenvergebung, die mich vor Gott wohl rein, aber doch noch bloß erscheinen ließe, nein, auch das erforderliche weiße Kleid, das Kleid der Gerechtigkeit, wird einen jeden Kind Gottes geschenkt!
  Die Gerechtigkeit Gottes gehört zu seienm unausforschlichen, heiligen Wesen und man darf sie auch als Gefäß seines Willens bezeichnen.  Sie offenbart sich in seinem Wort und seinen Werken als absolute moralische Vollkommenheit.  In Jesus Christus ist diese Gerechtigkeit menschliche Natur geworden.  Der natürliche Mensch hat diese Gerechtigkeit nicht.  Sie wird ihm aber durch die Leiden, den Tod und die Auferstehung Jesu Christi im Glauben zuteil. - Geliebter Herr, "ich dank dir mit aufrichtigem Herzen, dass du mich lehrst die Ordnungen deiner Gerechtigkeit" (Psalm 119:7)

                                                   (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn, der vom Tode errettet". (Psalm 68:21)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Kinder Gottes, dis sich schon der Hoffnung der seligen Stunde herzlich erfreuen, in der sie aus dem Elend in die Herrlichkeit eingehen werden, beben dennoch mitunter vor dem Tod und scheuen sich davor.  Das rührt ganz natürlich daher, dass sie noch nicht lauter Geist, sondern auch noch Fleisch sind, und dass, wie Luther sagt, das "dumme Fleisch" nichts besseres weis.  Bist du fremd vor Gott, ist das Gewissen krank und du hast nicht die Gewissheit der Freundschaft Gottes?  Dann is es auch nicht verwunderlich, dass du beim Anblick des Todes erbebst.  Dann hast du aber auch allen Grund, diese Gewissheit bald zu suchen!
  In den Zeiten der Todesfurcht sollten wir besonders zwei Dinge ernstlich bedenken.  Erstens, dass uns nichts geschehen kann, was nicht der treue Vater uns sandte.  Niemand stirbt aus Zufall, sondern man stirbt in dem Augenblick, in dem man sterben soll, nicht früher und nicht später.  "Alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten", sagt David im Psalm 139.  Der Tod ist ein Werk des Willens Gottes.  Wie ungebührlich ist es darum, wenn Christen sich ikm Kleinglauben vor dem Tod fürchten!  Zweitens, wenn es dem Fleisch auch widerstrebt, so ist es doch gut, dass der Herr uns ruft, wenn seine Stunde da ist.  Dann geschieht das Große, woran wir doch eigentlich solange geglaubt haben:  der feierliche Eintritt in die Ruhe des Herrn, in eine Welt, deren Herrlichkeit kein Auge vorher gesehen und kein Ohr vorher gehört hat!

                                                   (Carl Olof Rosenius 1816-1868
                                                     aus "Dein Wort erquickt mich")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Mittwoch
"Jesus spricht: Ich bin die Auferstehung und das Leben".
(Johannes 11:25)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es ist ein wunderschöner, klarer Herbsttag.  Ich bin allein unterwegs auf hoher Alp.  Mein Inneres ist tief beeindruckt von der Schönheit der Natur.  Du großer Gott, ich bete dich an!  Aber eine gewisse Wehmut liegt über dieser wunderbaren Schöpfung.  Es ist Herbst geworden.  Die prächtige, übbige Alpenflora, die vielseitige Blumenpracht ist nicht mehr da.  Frühling und Sommer sind vorbei, dahin.  Nun führt mich mein Weg an einer schönen neuen Alphütte vorbei.  Die Hütte, die vorher ungefähr an dieser Stelle stand, ist einmal in einem schneereichen Winter einer Lawine zum Opfer gefallen.  Nun steh ich da vor der neuen Hütte.  Sie gefällt mir.  Aber sie ist leer, die Fensterläden geschlossen.  Die Älplerleute sind abgezogen, das Vieh ist weg.  Alles ist wie ausgestorben.  Die Hütte trägt eine eindrückliche Inschrift, mit Künstlerhand ins Holz eingeschnitzt:
                So wie die Blumen im Felde stehen,
                so welken sie ab und müssen vergehen.
                Die Menschen gleich wie Blumen und Laub,
                sie fallen dahin und werden zu Staub.
  Dieser Spruch passt sehr gut in diese Herbststimmung.  Er drückt eine tiefe Wahrheit aus, aber er sagt nicht alles.  Mir fehlt der Auferstehungsgedanke.  Ich hätte mit vielfacher Lautstärke einer hellen Posaune in diese Sterbestimmung hineinrufen mögen:
  Jesus Christus spricht: "Ich bin die Auferstehung und das Leben.  Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stribt; und wer da lebt und glaubt an mich, der wird nimmermehr sterben" (Johannes 11:25-26)

                                                   (Ernst Bärtschi)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an.  Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach." (Offenbarung 14:13)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Dies Wort ist ein heller Schein aus dem Offenbarungsbuch des Neuen Testaments, wo von der schwierigen Zeit der Trübsal und des Gerichts gesprochen wird.  Lassen wir unser Textwort zu uns sprechen.  "Selig sind ..."  Dies bedeutet glückselig sein, von Wonne und Freude getragen und erfüllt sein; es ist wichtig, dass wir uns den Zustand der selig Verstorbenen vor Augen stellen.  Sie sind befreit von jeder Mühlsal, Angst und Bedrängnis, erlöst von aller Krankheit, von jedem Schmerz und Kampf, von aller Schwere des leiblichen Daseins.
  Ein kleines Stück Glückseligkeit empfand ich als junger Knabe, wenn wir am Kinderweihnachtsfest die schönsten Lieder sangen; wieder ein anderes Wonnegefühl durchzog meine Seele, wenn ich auf einer Hängeschaukel durch die Luft sauste und das Gefühl der Schwerelosigkeit erlebte; wie oft aber schenkte der Herr mir seit meiner Bekehrung und Neugeburt erquickende Momente, besonders wenn der Geist Gottes mir sein Heil im Wort neu oder tiefer verklärte.  Große Seligkeit, wonnevolle Erquickung ohne Ende wartet auf die in dem Herrn Verstorbenen.  Es ist die Erhörung von Jesu Gebet in Johannes 17:24: "Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe der Grund der Welt gelegt war."

                                                   (Ruedi Geissbühler)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Freitag
"Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an.  Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach." (Offenbarung 14:13)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Selig sind die Toten.  Darüber haben wir uns .... Gedanken gemacht.
 Doch gilt diese Glückseligkeit nicht für alle Verstorbenen, wie uns die Schrift immer wieder deutlich bezeugt, - In unserem Tagesvers heißt es: "Selig sind die Toten, die dem Herrn sterben."  Hier liegt der entscheidende Punkt.  In dem Herrn sterben kann, nur, wer vorher in dem Herrn erfunden wird.  Das heißt: Durch die Bekehrung und Neugeburt werden wir ein Eigentum des Herrn Jesus und von da an wohnt er in uns durch seinen Heiligen Geist.
  Wer glaubt, dass der Herr Jesus als reiner Sohn Gottes unsere Sündhaftigkeit und Schuld in seinem Kreuzestod von Golgatha sühnte und wegnahm und dass ihn Gott durch seine herrliche Kraft auferweckte und zum einzigen Erlöser erhob, der darf all seine Sünden Jesus Christus bekennen und ihn um Vergebung bitten.  Er darf ihn auch bitten, in sein Herz zu kommen und als Herr und König sein Leben zu segnen, zu erfüllen und zu regieren.  Wer dies aufrichtig tut, und Jesu Vergebung und Herrschaft im Glauben annimmt, dem bestätigt der Geist Gottes, dass er nun zu Gott gehört und erlöst ist (Römer 8:16).  So, und nur so kann man selig sterben.  Aber man kann es auch glückselig leben, indem wir dem Herrn der Herrlichkeit, Jesus Christus, alle Lebensbereiche hinlegen, dass er sie segne.  Ihm ist alle Macht gegeben im Himmel und auf Erden (Matthäus 28:18).
                                             
                                                                            (Ruedi Geissbühler)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Samstag
"Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an.  Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach." (Offenbarung 14:13)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  ... erkannten wir, wie gut und notwendig es ist, dem Herrn Jesus Christus anzugehören, um glückselig leben und sterben zu können.
  Darin hatte ich mit meinen Geschwistern ein schönes Beispiel an meinem Vater.  Er war ein arbeitsamer, praktisch begabter Mann, der uns nicht kleinlich, aber doch konsequent erzog.  Er lebte ein Leben in herzlicher Gemeinschaft mit Gott.  Trotz seinen Arbeitsbelastungen, die oft gewaltig waren, erhellte er seinen Alltag immer wieder mit Liedern, die er sang oder bei der Arbeit vor sich hinpfiff.  Häufig sang er mit uns nach dem Essen noch ein Lied, das wir von unserer christlichen Gemeinde her schon kannten.  Obschon er uns zu strenger Arbeit heranzog,wusste er oft etwas Aufheiterndes zu sagen.  Wenn ihn etwas stark beschäftigte oder wenn etwas schief gelaufen war, so brachte er seine Not beim Tischgebet zu Gott.  Er demütigte sich vor dem himmlischen Vater und dankte immer wieder Jesus, dem Gotteslamm, das uns mit seinem teuren Blut für Gott erkauft hat;  er zitierte dabei auch wichtige Bibelworte wie z.B. Kolosser 1:12ff: "Mit Freuden sagt Dank dem Vater, der euch tütchtig gemacht hat zu dem Erbteil der Heiligen im Licht.  Er hat uns errettet von der Macht der Finsternis und hat uns versetzt in das Reich seines lieben Sohnes."                                    
  Wenn es im Tagesvers heißt: "Ihre Werke folgen ihnen nach", so möchte dies uns auch ermuntern, alles mit dem Herrn und im Herrn Jesus zu tun!

                                                                            (Ruedi Geissbühler)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an.  Ja, spricht der Geist, sie sollen ruhen von ihrer Mühsal; denn ihre Werke folgen ihnen nach." (Offenbarung 14:13)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  "Treu ist er, der euch ruft." - ... erzählte ich aus dem gottesfürchtigen Leben meines Vaters.  Er wurde alt und schwach, unser Vater, und im 91. Lebensjahr, an einem Sonntagvormittag verstarb er recht unerwartet mit großen Schmerzen in der Brust.  An jenem Tag leitete ich einen Gottesdienst in Bern und zwei Männerchöre sangen gleich anfangs der Versammlung beeindruckende Heimatlieder.  Tiefer Trost erquickte mich, als ich innerlich von einer festen Überzeugung ergriffen wurde:  Nun ist mein Vater daheim beim Herrn.  Ihm hatte er geglaubt, gelebt, gedient, gesungen und nun darf er schauen, was er geglaubt hat.  
"Sie sollen ruhen von ihrer Mühsal."  Unser Leben ist also noch geprägt von Dingen, welche uns Überwinderkraft abfordern.  Diese Kraft schenkt uns der Herr und sein Geist.  Wir haben sie täglich nötig.  Doch manchmal wird unser Glaubenskampf heftiger.  Gott prüft unsere innere Haltung ihm gegenüber; ob wir groß von ihm denken und ihm alles Gute zutrauen (Römer 8:28).
  "Ihre Werke folgen ihnen nach."  Wenn wir einst vor Gott stehen, können wir ihm nicht zuerst unsere Werke zeigen, um ihn damit gnädig zu stimmen.  Nein, Gott will zuerst unser Herz.  Er reinigt und füllt es mit göttlicher Liebe.  Daraus fließen gottgewirkte Taten, welche uns im Himmel belohnt werden.  "Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben ... denn ihre Werke folgen ihnen nach."  
                                                                            (Ruedi Geissbühler)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Montag
"Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt."
(Johannes 15:4)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Hast du wirklich einmal unter Buße und Umkehr "Ja" gesagt zum Herrn Jesus?  Hat er dich einpflanzen können in den Lebensgrund seiner Gnade oder lebst du noch in deinem alten "Ichleben"?  Dann darfst du bitten: "Herr Jesus, du gibst neues Leben - ich will eingepflanzt sein in den Grund deiner Gnadenmacht!"
 
Aber etwas anderes ist auch möglich - dass du dir selbst die Wurzeln  wieder lockerst, dass du die Lebensmacht der Gnade durch Unbußfertigkeit hinderst oder soe aufhälst durch Eigensinn, durch Selbstbetrachtung, durch Selbstmitleid, durch Überempfindlichkeiten.  Darum gibt es so viele stecken gebliebene, verkümmerte Gotteskinder.  Sie wollen den Sterbensweg Jesu nicht gehen, sie wollen nur das Schöne und Gute aus der Bibel hören, den Zuspruch, wie Gott uns so sehr lieb hat, und das ist ja auch wahr.  Aber sie wollen nicht die Ermahnung, sie wollen nicht das Kreuz auf sich nehmen und Jesus nachfolgen.  Sie bleiben in einem armseligen Anfangsstadium ohne Festigkeit und Gewissheit.  Obwohl sie sich vielleicht vor Jahrzehnten bekehrt haben, sind sie Kindlein geblieben.  Solche sind oft ein Zerrbild eines Jüngers Jesu und versperren dadurch vielen Menschen den Weg zu Christus und seinem Reich.  Das muss nicht sein.

                                                                            (Peter Quellmalz)
"Wie ihr den Herrn Christus Jesus
angenommen habt, so lebt auch in ihm
und seid in ihm verwurzelt und gegründet
und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid,
und seid reichlich dankbar."
(Kolosser 2:6-7)
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen."  (1. Johannes 4:9)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Heute möchte ich mich ganz besonders an Menschen wenden, die liebeshungrig sind.  Gehörst du auch zu ihnen?  Dann sollst du nicht leer ausgehen.  Höre bitte das wunderbare Wort: "Gott ist Liebe: und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm" (1. Johannes 4:16). - Die Bibel zeigt uns klar, dass kein Mensch auf dieser Erde echte, göttliche Liebe produzieren kann.  Der Mensch ist von Natur aus durch die Sünde liebesunfähig.  Er kennt bestenfalls egoistische Liebe, d.h. man liebt, um wieder geliebt zu werden.  Deshalb ist es so kalt auf dieser Erde. - Auch die Religionen können keine echte Liebe produzieren.  Es gibt eine weltbekannte Religion mit einem sehr bedeutenden Buch, das heute überall Verbreitung findet.  Wenn du es liest, wirst du das Wort "Liebe" nicht finden.  Daran erkennen wir: Auch Religionen können keine Liebe produzieren.  Denn alle Religionen sind nicht von Gott, sondern Erfindungen von Menschen.
  Es heißt darum in der Bibel: Gott selbst ist die Liebe!  Ohne ihn und ohne persönlich Gemeinschaft mit ihm hat der Mensch keine Liebe.  Er kann vielleicht Liebe spielen und heucheln.  Aber sie ist nicht echt.  Suchst du wahre Liebe, so komm zu Gott!  Bist du enttäuscht von den Menschen mit ihrer Liebe, dann komm zum Herrn Jesus!  Du musst verstehen:  Ohne Gott, ohne Jesus gibt es nur Eiskälte.  Das Schöne bei Jesus ist, dass er sich mir selber schenkt.  So wird meine Liebessehnsucht gestillt.

                                                                        (Hans-Dieter Pfleiderer)
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Wie ihr nun den Herrn Christus Jesus angenommen habt, so lebt auch in ihm und seid in ihm verwurzelt und gegründet und fest im Glauben, wie ihr gelehrt worden seid, und seid reichlich dankbar."
(Kolosser 2:6-7)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es ist jedes Mal ein Jammer, wenn ein Christ, der mit Freuden den Herrn Jesus als sein ganzes Heil aufnahm, durch eine schwächliche Verkündigung dazu gebracht wird, noch aus etwas anderem leben zu wollen, als aus seinem Herrn, statt in ihm allein ein Quell seines Lebens mit Gott zu haben und in ihm allein zu wandeln.  Paulus weiß, was das für tragische Folgen hat, wenn wir nicht mehr in ihm, unserem Herrn, eingewurzelt und geründet sind, sondern in anderen Dingen und Gedanken noch wurzeln, die uns neben Jesus Christus Grundlage unseres Lebens mit Gott sein wollen.  Er weiß, was es bedeutet, wenn wir es nicht mehr wagen, allein im Glauben zu stehen, der Jesus Christus zum Inhalt hat, sondern andere religiöse Linien und Vorstellungen das ergänzen sollen, was mit ihm uns gegeben wurde.  Dann tritt jedes Mal eine Verflachung und Verengung des geistlichen Lebens ein, weil der Geist Gottes betrübt wird.  Die Freude an unserem Herrn verkümmert, und die Liebe zu den Brüdern nimmt ab.  
  Der Blick auf den Herrn Jesus macht einmütig.  Die zusätzlichen Dinge zerspalten.  Der überströmende Dank wird nur dort Lebenselement der Gemeinde sein, wo sie es wagt, mit der ersten Liebe auf ihn allein ihr ganzes Leben zu gründen und in der Gemeinschaft mit ihm die einzige Lebensgrundlage und ihren eigentlichen Gottesdienst zu haben.

                                                                      (Erich Schnebel
                                                                      aus "Der Kolosserbrief")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Wenn sie auch alt werden, werden sie dennoch blühen, fruchtbar und frisch sein."  (Psalm 92:15)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Das Altwerden ist in unserer Wohlstandsgesellschaft eine schwer verkraftbare Tatsache.  Ewige Jugend und Frische bis ins Alter, dafür werden allein in Europe Milliardenbeträge ausgegeben.  Die Geringschätzung, dass der Mensch von Gott wunderbar gemacht ist (Psalm 129:14), wird aber dereinst Folgen haben.
  Gläubige, wiedergeborene Menschenkinder, die im Haus Gottes eingepflanzt sind, werden - obwohl der äußere Mensch allmählich verfällt (2. Korinther 4:16) - dennoch nicht verderben.  Sie grünen weiter und sind fruchtbar.  Natürlich lässt die körperliche Kraft nach, aber die Kraft des Glaubens, der Liebe, der Hoffnung, der Geduld bleibt erhalten.  "Die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft. - Er gibt den Müden Kraft, und Stärke genug dem Unvermögenden"  (Psalm 92:31, 39).  Es kann sein, dass die leiblichen Augen sehschwach werden - nicht so die Glaubensaugen!  Es ist auch fast normal, dass das menschliche Gehör im Alter abnimmt - nicht so das geistliche Ohr!  Häufig werden auch Gliedmaßen unbeweglicher, zittrig und unsicher - so bleibt aber doch der innere Mensch in Bewegung und wird von Tag zu Tag erneuert!  Das gilt es zu glauben, auch wenn du der Auffassung bist: Mit meinen Altersbeschwerden steht es noch viel schlimmer.  Aber statt zu hadern und zu zweifeln, rühme doch bitte den Namen unseres Herrn Jesus Christus!  Er hat alle Beschwerden und Trübsale an seinem heiligen Leib erfahren und erduldet.
  "Gelobt sei der Herr täglich.  Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch"  (Psalm 68:20)
                                                                      (Kurt Bernhard)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Der Geist und die Braut sprechen: Komm!  Und wer es hört, der spreche: Komm!  Und wen dürstet, der komme;  und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst."  (Offenbarung 22:17)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Besuch ist für Heute angesagt.  Irgendeinmal werden sie vorbeikommen, haben sie uns gesagt.  Die Kinder haben sich gegenseitig gefunden und schätzen gelernt.  Leider wissen wir nicht genau, wann sie kommen werden.  Immer wieder halten die Kinder Ausschau, beobachten die vorbeifahrenden Autos, rennen bei jedem Geräusch zum Fenster oder zur Tür.  Die Gedanken sind ganz auf den bevorstehenden Besuch gerichtet.  Und nun - welch eine Freude, als der Besuch dann endlich vor der Tür steht!
  Die Kinder haben mir eine Predigt gehalten.  Bin ich auch so wie sie?  Erwarte ich meinen wiederkommenden Heiland auch mit solcher Sehnsucht, wie meine Kinder ihre Spielgefährten erwarten?  Dreht sich mein Denken auch um ihn, dem ich meine Sünden übergeben durfte, der am Kreuz für sie bezahlt hat an meiner Stelle, der nun durch seinen Geist in mir wohnt?  Ruft jener Geist in mir: "Ja, komm Herr Jesus!"
  Wieder sind wir in die Adventszeit getreten.  Für viele die willkommene Gelegenheit, möglichst gute Geschäfte zu machen.  Weihnachtsbäume werden aufgestellt, Prospekte flattern ins Haus. - Als Christen haben wir aber allen Grund zur Freude: Unser Herr kommt!  Die Adventszeit soll helfen, unsere Bereitschaft darauf zu erneuern.  Lasst uns in freudiger Erwartung unser Denken füllen mit Vorfreude und ablegen was uns daran hindert.  Lasst unser Sehnen darauf gerichtet sein, wie bei den Kindern: Unser Herr kommt!
                                                                      (Jakob Hari)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"... dass nicht jemand sei ein Abtrünniger oder Gottloser wie Esau, der um der einen Speise willen seine Erstgeburt verkaufte."  (Hebräer 12:16)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Esau ist uns als ein warnendes Beispiel vor Augen gestellt.  Bei uns heute handelt es sich nicht um irdischen Besitz, denn unser Erbteil ist himmlischer Art.  Dieses ewige und unvergängnliche Erbteil sollen wir im Auge behalten und uns nicht durch die Trugbilder dieser Welt davon abbringen lassen!
  Wie viele Gotteskinder haben aber ihr Erstgeburtsrecht um ein Linsengericht irdischer Dinge verkauft!  Einmal bestattete ich eine liebe Glaubensschwester.  Sie hatte einen weltlichen Mann geheiratet, in der Hoffnung, sie würde ihn mit der Zeit schon "herumbringen".  Er kam auch eine Zeit lang unters Wort Gottes, aber bekehren wollte er sich nicht, denn er liebte die Welt.  Oft kam er erst nachts heim und war betrunken.  Ihre beiden Kinder mussten es mit ansehen, wie sich die Mutter zu Tode grämte.  Bei ihrer letzten Aussprache, einige Tage vor ihrem Tod, weinte sie bittere Tränen, als ich mit ihr betete.  Zwar hatte sie den Weg zum Herrn zurückfinden dürfen, aber ihr Leben war kein Triumphzug gewesen.
  Von Esau aber lesen wir, dass er keinen Raum zur Buße fand.  Es ist schlimm, wenn man sein Erstgeburtsrecht um ein Linsengericht dieser Erde preisgibt!
  So sind uns alle diese Bilder zur Ermahnung gegeben, damit wir nicht auch diesen Beispielen folgen, sondern unsere Seligkeit schaffen mit Furcht und Zittern!  Darum hüte dich vor einem falschen Weg oder Entschluss!  Denke immer an das ewige Erbteil im Himmel!
                                                            (Paul-Gerhard Mink 1933-2004
                                                             aus "Maranatha")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem anderen dient."  (Philipper 2:4)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Zwei glöubige Frauen sind im Begriff, gleich nach dem Gottesdienst heimzukehren.  Beide haben über eine kurze Strecke den gleichen Weg und schon sind sie in ein Gespräch vertieft.  Plötzlich unterbricht der eine ihre Begleiterin: "Sieh dort drüben, die einfache Person, - wer ist das?" - "Oh, sie kommt ab und zu in den Gottesdienst - ich kenne sie nicht nöher."  Damit ist das Thema für die beiden frommen Frauen abgeschlossen.
  Was bewegt aber jene Person?  Sie hat so mancherlei Probleme und schwierige Situationen durchgestanden und steht erneut vor Schwierigkeiten und sollte Rat und Beistand haben.  So überwand sie sich, die Zusammenkünfte der Gläubigen zu besuchen, um Anschluss zu finden.  Aber - wie beklagenswert - niemand begrüßt sie und nahm sich ihrer an und fragte nach ihrem Ergehen.
  Als ich dies las, berührte es mich tief.  Das ist eine große Not in unserer Zeit, dass wir uns schnell Christen nennen und oft dem Nächsten neben uns keine Beachtung schenken.  Wenn nur wir selbst gesehen, gegrüßt und gefragt sind, dann sind wir wohlauf. - Und die anderen?  Ich frage mich: Bin auch ich nur um mein eigenes Wohlergehen besorgt?  O bitte, Herr Jesus, lass mich meine Augen stets offen halten für das Los meines Nächsten, dass die Liebe mich drängt und ich ihm mit Wort und Tat beistehen kann! - Hört die wichtige Ermahnung des Apostes Paulus: "Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit"  (Epheser 5:8-9).
                                                                      (Paul Bähler)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Wasch mich, dass ich schneeweis werde."  (Psalm 51:9)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Ein kleines Mädchen bat eines Tages seine Mutter um Erlaubnis, hinausgehen und im frischgefallenen Schnee spielen zu dürfen.  Die Mutter erlaubte es gern.  Nach einiger Zeit kam es wieder und sagte: "Mutter, ich musste draußen beten!" - "Wirklich?  Um was hast du denn gebetet?" - "Ich habe das Schneegebet gebetet." - "Das Schneegebet?  Kind, was meinst du damit?" - "Das Schneegebet, das wir in der Sonntagsschule gelernt haben, Mutter.  In der Bibel steht ja ein so schönes Schneegebet, du kennst es doch sicher auch.  Es heißt so: "Wasche mich, dass ich schneeweiß werde!"
  ..., hat dich der Schnee, wenn du ihn im Winter so schön rein und weiß draußen liegen sahst, wohl auch schon einmal an das Gebet erinnert?  Hast du daran gedacht, wie es sein muss, auch so rein und klar zu sein?  Hast du gewünscht: "Ich möchte auch schneeweiß sein!"?  Dass du es nicht bist, weißt du doch.  Du weißt, dass dein kleines Herz von Sündenschuld bedeckt ist und es deshalb für die himmlische Welt nicht taugt.  Aber möchtest du nicht, dass es anders wäre?  Möchtest du nicht ein schneeweißes Herz haben, gewaschen im Blut des Heilands, Jesus Christus?  Nur er kann dich schneeweiß waschen, ja weißer als Schnee.  Er tut es so gern, bitte ihn nur darum.  Sage ihm dein kleines Schneegebet!
  Von allen Flecken groß und klein
  muss hier ich reingewaschen sein.
  Sonst werd´ich nie den Engeln gleich
  und tauge nicht für Himmelreich.
                                                                      (aus "Komm zum Heiland"
                                                                        Kinderandachtsbuch)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"´Der Herr, dein Gott, ist bei mir, ein starker Heiland." 
(Zephanja 3:17)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wenn wir heute schon die ... Adventskerze anzünden und die Vorfreude auf die Weihnachtszeit hin wächst, so wollen wir an Jesus Christus denken, der als der verheißene Messias auf dieser Erde kam.  Doch der Herr Jesus trägt auch andere Namen, eine davon ist Heiland, das heißt Retter.  Wir begegnen diesem Namen schon im Alten Testament.  Gott erwies sich seinem Volk als Heiland: "Ich, ich bin der Herr, und außer mir ist kein Heiland" (Jesaja 43:11).  Aber für das alttestamentliche Gottesvolk war dieser Retter weit oben, so fern, so unsichtbar.
  So ist Gott als Mensch auf diese Erde gekommen.  Der Dichter Johann Allendorf sagt das ganz ausdrucksstark: "Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer wie kommst du uns Menschen so nah."  Zur damaligen Zeit dachte das Volk Israel noch an einen Retter aus der römischen Unterdrückung.  Doch Jesus Christus kam, um uns aus viel größerer Unterdrückung, der Macht Satans, zu befreien, um uns zu erlösen von Sünde und Schuld.  Dazu ist es notwendig, dass wir uns ihm ganz anvertrauen und unser Leben in sine Nachfolge stellen.
  Ist er auch Ihnen geboren, dürfen Sie sich auch mit einschließen?  Diejenigen, die ihr Leben dem Herrn Jesus übergeben haben, durften schon erleben: "Der Herr, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland.  Er wird sich über dich freuen und dir freundlich sein, er wird dir vergeben in seiner Liebe und wird über dich mit Jauchzen fröhlich sein" (Zephanja 3:17).  So können wir den Heiland, unsern Retter, ganz persönlich erleben.                                                                                                              (Martin Josi)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Unsere Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit, uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das Unsichtbare."  (2. Korinther 4;17-18)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es gibt Wunden, die heilt kein Balsam dieser Zeit.  Es gibt Leidtragende, die sprechen mit Recht: In diesem Leben kann ich nie wieder fröhlich werden, wie ich war.  Keine Liebe der Menschen, kein Erfolg in minem Beruf, nichts kann mir ersetzen, was ich verlor.  Und doch sagt der Apostel Paulus: "Unsere Trübsal schafft Herrlichkeit!"  Ist das bei dir so gewesen?  Bist du dem Rat der Welt gefolgt und hast Zerstreuung gesucht auf Reisen oder in allerlei Vergnügungen und Genuss?  Oder hast du umgekehrt die Traurigkeit zu deinem Paradies gemacht,  darin du aus- und eingingst?  Oder hast du dich, um vergessen zu können, mit Leidenschaft in die Menge der Arbeit hineingestürzt?  Das alles heißt:  Auf das Sichtbare sehen - in dem Sichtbaren Heil suchen.
  Aber nur denen, die auf das Unsichtbare sehen, schafft die Trübsal Herrlichkeit.  Was ist denn dieses Unsichtbare?  Es ist nicht, wie manche denken, das Eingebildete, Zusammenphantasierte - nein, es ist das Wirklichste, das Wesenhafteste von allem, ja, das Einzige, was bleibenden Bestand hat.  Es ist auch nicht das, was unsichtbar bleiben wird, sondern das, was in künftiger Zeit dein entzücktes Auge ewig schauen soll.  Es ist das obere Reich, dessen Mittelpunkt und Sonne Jesus Christus, dein verklärter Heiland, ist.                                                                                                                                                   (Otto Funcke 1836-1910
                                                       aus "Tägliche Andachten")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht."  (2. Mose 20:7)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Es ist ja ein beispielloses Vorrecht, dass wir Gott beim Namen nennen dürfen, dass wir ihn kennen dürfen, dass er sich in Jesus Christus uns geoffenbart hat!  Wem das aufgeht, der versteht dieses Gebot Gottes.  Wehe dem, der dieses Vorrecht mit Füßen tritt!
  Was ist denn der Missbrauch des Names Gottes?  Wir missbrauchen den Namen Gottes immer da, wo wir so tun, als rechneten wir mit Gott und lassen ihn doch nicht Herr sein.  Wenn ich z.B. etwas unternehme, das nur einen frommen Anstrich hat und lasse Gott nicht Herr sein, dann habe ich den Namen Gottes missbraucht. - Da wird ja deutlich, dass wir Christen am meisten in Gefahr stehen, den Namen Gottes zu missbrauchen.  Da fangen wir den Tag mit einer Andacht an.  Aber wir lassen nicht Gott den Herrn in unserem Tagewerk sein.  Missbrauch des Namens Gottes!  Wir beginnen eine Ehe im Namen Gottes.  Aber wir lassen Gott darin nicht Herr sein. Missbrauch des Names Gottes!  Da laden wir den Herrn in einem Tischgebet ein, unser Gast zu sein. Und dann führen wir Tischgespräche, die ihm nicht gefallen können.  Missbrauch des Namens Gottes!  Da singen wir in der Gemeinde ein Loblied zur Ehre Gottes und falten zur Anbetung dei Hände. Aber unser Herz ist fern von ihm.  Missbrauch des Namens Gottes!
  Wie gern hört aber unser Gott, wenn ein gedemütigtes und aufrichtiges Herz seinen Name anruft in Beten, Loben und Preisen!
                                                  (Wilhelm Busch 1897-1966
                                                   aus "Licht vom unerschöpften Lichte")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn."  (1. Mose 32:27))
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Jakiob stand unwissend die größte Stunde seines Lebens bevor.  Seine Not trieb ihn ins Gebet.  Solange es uns gut geht, treibt es uns nicht zu Gott.  Wenn aber unsere Kraft zu Ende ist und wir keinen Ausweg mehr sehen, dann fangen wir an, zu Gott zu schreiben.  In ruhigen Zeiten bleibt meist auch das Gebetsleben ruhig.  Klopft aber eines Tages Krankheit oder sonst eine Not an unsere Tür, dann wird aus dem ruhigen Gebet ein Ringen.
  Auch ich habe das erlebt.  Meine Frau lag sterbend auf ihrem Bett.  Ich hatte alles versucht, aber es wurde immer schlimmer.  Als mir dann das Wasser bis an die Seele ging, erlebte ich mein "Pniel" (d.h. Angesicht Gottes).  Ich fing an zu ringen im Gebet.  Ja, in solchen Stunden der Entscheidung spricht der heilige Gott als Helfer und Retter mit seinen Kindern!  Er zeigt uns, wo es fehlt.  In den Herzen brennt das Reinigungsfeuer seines Geistes. - Oft dauert es Jahre, bis wir dieses Schreien lernen.  Nicht nur Jakob schrie in seiner großen Not zu Gott, auch David kämpfte diesen Seelenkampf im Angesicht seiner Feinde.
  Warum geht es heute in vielen Gemeinden so flach und kraftlos zu?  Es wird nicht mehr mit Ernst gebetet!  Den Meisten geht es gut.  Deshalb wird Gott sein Volk in die Tiefe führen, dass es wieder zu ihm schreien lernt.  Mit einem gleichgültigen, oberflächlichen Gebetsleben werden wir keine tiefen Erfahrungen mit Gott machen.  Lasst uns deshalb - wie Jakob - Gotteskämpfer werden.  Er hat mit Gott und mit Menschen gerungen und obsiegte!                                                                                   
                                                   (Paul-Gerhard Mink 1933-2004
                                                    aus "Maranatha")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Sie hatten keinen Raum in der Herberge."  (Lukas 2:7)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Für wen keinen Raum?  Für den Herrn Jesus, für den Heiland der Welt!  Welch eine Entehrung ist es, keinen Raum für den Heiland zu haben!  Hätte nicht irgend einer von den Gästen der Herberge in Bethlehm sein Zimmer für die heilige Familie hergeben können?  Natürlich, aber nicht einer erklärte sich bereit dazu, jeder wollte seinen Raum für sich haben.  Für Jesus Christus war kein Raum!  Dieselbe Szene spielt sich seit zwei Jahrtausenden immer und immer wieder ab!  Der Herr Jesus geht umher und klopft Einlass begehrend an die Menschenherzen, aber immer wieder schallt ihm die Antwort entgegen:  Kein Raum für dich in der Herberge!  So vieles hat Raum in den Menschenherzen, sogar hässliche, schmutzige Sünden werden hineingelassen und dürfen sich darin breit machen.  Aber dein Heiland und Erlöser?  Für ihn ist kein Raum!
  Wie wird´s denen, die keinen Raum für den Herrn Jesus hatten, einmal droben ergehen, wenn sie an die Himmelstür klopfen und rufen: "Herr, Herr, tu uns auf!"  (Matthäus 25:11).  Mit traurigem Ernst wird er ihnen dann die Antwort geben: "Ich kenne euch nicht" (Vers 12), es ist kein Raum für dich! - Mach doch jetzt bitte für deinen Heiland Raum im Herzen, dann macht er in der Herrlichkeit Gottes die Herberge für dich bereit.  So wirst du für dich dereinst Raum in der himmlischen Heimat finden.                                                                                  
                                                   (aus "Komm zum Heiland"
                                                     Kinderandachtsbuch)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Darin ist erschienen die Liebe Gottes unter uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, damit wir durch ihn leben sollen."  (1. Johannes 4:9)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Die Menschen auf dieser Erde sprechen zirka 6000 Sprachen.  Hast du gewusst, dass auch Gott unterschiedliche Sprachen spricht?  Die allerschönste Sprache, die Gott zu uns spricht, ist die Sprache der Liebe.  Sie kann von allen Menschen verstanden werden.  Hast du sie je einmal gehört?  Wenn nicht, dann höre doch Jesus, deinen Heiland, am Kreuz, beladen mit deinen Sünden: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun!"  Oder wenn er sagt: "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid: ich will euch erquicken."  Sollte hier nicht jeder Mensch kommen?  Aber wie tragisch, dass die meisten Menschen diese schönste Sprache der Liebe Gottes verschmähen.
  Nun spricht Gott aber auch noch andere Sprachen.  Er ruft sich in Erinnerung - wie wir in der Vergangenheit erfuhren - durch Seebeben, durch Wirbelstürme, durch Erdbeben, durch Unwetter usw. - Wir wissen es aus der Bibel: Es wird weiter gehen!  Gott wird noch ernster reden, so dass der Allerletzte auf dieser Erde seine Sprache versteht.  Wie gerne möchte er nur in seiner angenehmsten Sprache, in der Sprache der Liebe, nämlich durch Jesus Christus und sein allerherrlichstes Evangelium sprechen.  Es ist mir ein herzliches Anliegen:  Tue Buße, komm zum Herrn Jesus!  Er möchte dir alle deine Sünden vergeben.  Bald wird er auch für unser Land die Sprache wechseln.  Die Zeit ist nahe!  "O Land, Land, Land, häre des Herrn Wort!" (Jeremia 22:29)                                                                      
                                                   (Hans-Dieter Pfleiderer)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Du, Bethlehem Efrata, die du klein bist unter den Städten in Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, dessen Ausgang von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist."  (Micha 5:1)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
 Noch ist er nicht da, aber unterwegs.  Vor Josef und Maria liegt die letzte Etappe der Wanderung aus Galiläa, durch Samarien und Judäa bis nach Bethlehem.  Nach der Vernunft hätte Josef diese Reise mit seiner hochschwangeren Frau nicht antreten sollen.  Auch ein Arzt hätte davon abgeraten.  Doch der Gehorsam gegenüber dem kaiserlichen Gebot ließ sie diesen Weg gehen.  Und allein dadurch konnte die obenstehende Prophetie erfüllt werden.
  In ihrer Heimatstadt angekommen werden sie wohl bei Verwandten Unterkunft finden können; im schlimmsten Fall gewiss in der Gaststätte.  Doch nun erfahren sie, dass es nicht einmal dort einen Platz für sie gibt.  In einem Stall nur können die zwei müden Wanderer Unterkunft finden und etwas ruhen.
  Hier soll unser Erlöser, Gott von Ewigkeit her, nun als Mensch geboren werden.  Unzählige Male ist dieses größte Ereignis aller Zeiten schon gefeiert worden.  Doch wenn Jesus Christus in deinem und meinem Herzen bis heute nicht Einzug halten konnte, so sind wir noch immer verloren, ja ewig verlaren.  Darum verlasse die Sünde und komme zu ihm, dem göttlichen Retter, zu deinem Gewinn.
                                                  
                                                   (Oskar Hauser)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Gott sei Dank für seine unaussprechliche Gabe."  (2. Korinther 9:15)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  "Warum wird eigentlich Weihnachten gefeiert?", fragt der kleine Ralf seine Geschwister.  "Weil Jesus Geburtstag hat", antworten sie ihm.  "Aber warum bekommen dann wir die Geschenke und nicht Jesus?"  Niemand kann Ralf seine brennende Frage beantworten.
  Am Schluss des Weihnachtsgottesdienstes werden Opferkörbe weitergereicht.  Ralf stell sich in einen dieser Körbe und ruft: "Ich habe kein Geld, aber ich schenke Jesus meine Arme und Beine, meinen Kopf, meine Stimme und mein Herz zu seinem Geburtstag!"
  Wie feiern wir heute Weihnachten?  Der himmlische Vater schenkte uns sein Liebstes, seinen einzigen Sohn, zu unserer Erlösung aus der Macht der Sünde.  Was haben wir mit diesem Geschenk aller Geschenke gemacht?  Haben wir es angenommen - und wem weihen wir unser Leben?  Können wir mit dem Liederdichter Paul Gerhardt sagen:
          Ich stehe an deiner Krippe hier,
          o Jesu, du mein Leben;
          ich komme, bring und schenke dir,
          was du mir hast gegeben.
          Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
          Herz, Seel´und Mut, nimm alles hin
          und lass dir´s wohl gefallen. 
                                                
                                                                                 (Daniel Graf)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Er hat den Schuldbrief getilgt, der mit seinen Forderungen gegen uns war, und hat ihn weggetan und an das Kreuz geheftet."  (Kolosser 2:14)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Wozu das Kreuz?
  Dafür gibt es nur eine Erklärung: Gottes Zorn über die Sünde! Ich erkläre dies voll Ehrfurcht.  Die Liebe Gottes allein kann das Problem der Sünde des Menschen nicht lösen, deshalb musste Gott Mensch werden.  Gemeint ist eines der herrlichsten Ereignisse des Evangeliums: "Als aber die Zeit efüllt war, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einer Frau und unter das Gesetz getan, damit er die, die unter dem Gesetz waren, erlöste, damit wir die Kindschaft empfingen" (Galater 4:4-5).  Oder lassen Sie es mich mit dem Lieblingstext der Christen aus Johannes 3;16 beschreiben: "Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben."
  Es gibt nur eine Erklärung dafür, warum der Sohn Gottes überhaupt in die Welt kam und warum er am Kreuz sterben musste: Wir Menschen sollten "nicht verloren werden!"  Das ist das christliche Evangelium.  Dies ist die Offenbarung der Liebe Gottes, dass er seinen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns vor seinem gerechten Zorn über die Sünde zu retten.  Wir werden die Geschichte der Menschheit und der Welt nie verstehen, wenn wir die entscheidende Lehre vom Zorn Gottes über die Sünde ablehnen.                                      
                                                   (D. Martyn Lloyd-Jones 1899-1981
                                                     aus "Total fatal")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens!
(Hebräer 12:2)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Je nach der Natur und dem Charakter des Gegenstandes, auf den wir schauen, öffnen wir unser Herz dem Leben oder dem Tod, dem Segen oder dem Fluch, dem Licht oder der Finsternis, der Wahrheit oder der Lüge.
  Wir begeben uns in große Gefahr, sobald wir auf die Welt, auf Geschöpfe und Verhältnisse oder auf unsere eigene Innenwelt den Blick richten.  Der Blick nach außen sowie der Blick auf uns selbst kann leicht Befleckung, Entmutigung und Unzufriedenheit, Stolz und Eitelkeit, Lust, Neid oder Sorge in uns wecken und nähren.  Deshalb sagt der Apostel: Lasst uns wegblicken! (Grundtext).
  Gott hat den Menschen nicht in die Welt hineingestellt, dass er sich mit seinem Blick darin verliere oder sich von Eindrücken, Umständen und Erfahrungen umhertreiben lasse.  Der Mensch sollte herrschen.  Seine Herrschergewalt hat er aber dadurch verloren, dass er sein wollte wie Gott und sein eigenes Ich zum Mittelpunkt seines Lebens erhob.  Mit dem Verlust seiner Herrscherkrone ist der Mensch dem Einfluss seiner Mitgeschöpfe verfallen.
  In dieser Gebundenheit wäre der Mensch rettungslos verloren gewesen, wenn ihm Gott nicht die Hand gereicht hätte.  Damit, dass Gott seinen Sohn in die Welt sandte, hat er in dessen Person den gefallenen Menschen einen neuen Mittelpunkt geboten, um sich darin zu sammeln and zurechtzufinden, einen Weinstock, aus dem er aufs Neue Leben und Lebenskraft schöpfen kann.
  Jesus Christus ist der Fels, auf dem die ewige Erlösung ruht!                                  
                                                   (Otto Stockmayer 1838-1917
                                                     aus "Der Blick auf Jesus")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"So ist´s auch nicht der Wille bei eurem Vater im Himmel, dass auch nur eines von diesen Kleinen verloren werde." (Matthäus 18:14) 
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Der Herr, der die Liebe ist, sieht aufs Einzelne, auf jeden Menschen insbesondere.  Er lenkt seinen ewigen Liebesblick auf dich, auf uns alle, er habe uns nun in diesen oder jenen Stand, in dieser oder jene äußeren Verhältnisse hineinversetzt.  Es ist keine Seele unter uns, an welche er nicht schon von Ewigkeit gedacht, welche er nicht schon von Ewigkeit in den großen Weltplan hineingerechnet hätte, auf die er nicht mit Wohlgefallen oder wenigstens mit Mitleiden und Barmherzigkeit herabblickte.  Von ihm ist keines seiner Geschöpfe vergessen.  "Deine Augen sahen mich, als ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war" (Psalm 139:16).  Es ist keine Seele, welcher er nicht sein heiliges, göttliches Bild einprägt und eingesenkt hätte, und jegliche hat er zu einer unendlichen Seligkeit bestimmt.
  Als wir das Bild Gottes verloren hatten,durch Adams und durch unsere eigene Schuld, als jede Seele für sich gefallen, für sich sündig geworden war und unter die Obrigkeit der Finsternis geriet, da hat er für alle und für jeden Einzelnen den Sohn in die Welt gesandt.  "Der Menschensohn" - sagt der Heiland im Evangelium - "ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist" (Lukas 19:10), und es ist vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, dass jemand von diesen Kleinen verloren gehe, sondern "dass er sich bekehrt von seinen Wegen und am Leben bleibt" (Hesekiel 18:23)                                 
                                                   (Ludwig Hofacker 1798-1829)
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch.  Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt.  Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht."  (Johannes 14:27)
(aus "Wort zum Tag", Evang. Brüderverein, www.ebv.ch)
  Was "Frieden" ist, das lässt sich leichter emfinden als aussprechen.  Er ist ohne Zweifel das Gegenteil aller inneren Zerrissenheit, Angst, Unruhe und Ungewissheit.  Wohl aber kann er bestehen bei viel äußerer Unruhe, Leid, Schmerz, Kampf, Spott und Verfolgung.
  Die Hauptsache beim Frieden ist, dass man ein unerschütterliches Fundament hat, darauf man zugeht.  und ein gewisses, seliges Ziel, darauf man zugeht.  Frieden ist die innere Gewissheit, dass wir mit Leib und Seele, beides im Leben und im Sterben, in unseres Jesu Hand sind, und dass uns aus dieser starken Hand nichts reißen kann, weder Tod noch Leben, weder Welt noch Satan, weder eigene Schwäche und Untreue, noch die Anfechtung und Versuchung von außen her.  Frieden, das ist die Gewissheit, dass alles, was uns auch in diesem Leben zustoßen mag, doch nur dazu dienen muss, uns inniger mit unserem Erretter und König zu vereinigen, die Gewissheit, dass, wie arm und schwach wir auch an uns selber sein mögen, der Herr Jesus uns dennoch weiter helfen wird, bis wir zu seinem Reichtum und seiner Lebensherrlichkeit gekommen sind.
  Dieser Friede ist die Frucht der Vergebung und der Verbindung der Seele mit ihrem Heiland und Erlöser.  Darum kann auch der Apostel Paulus schreiben: "Der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus."  (Philipper 4:7)                                                         
                                                   (Otto Funcke 1836-1910
                                                    aus "Tägliche Andachten")
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Und sie kamen eilend und fanden ... das Kind in der Krippe liegen."  (Lukas 2:16)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Da stehen die Hirten vor der Tür des Stalles.  Noch atemlos vom schnellen Laufen.  Ihr Herz klopft.  Nun sind sie am Ziel.  Nur noch diese Tür müssen sie öffnen.
  Diese Tür!  Sie kommt in der Weihnachtsgeschichte nur zwischen den Zeilen vor.  Und sie ist doch so wichtig.
  Wenn man einen Großen dieser Welt besuchen will, dann muss man am Portier vorbei.  Dann geht´s durch viele, viele Türen.  Und endlich steht man - vor der Sekretärin, die einem erklärt: "Der Chef ist sehr beschäftigt."
  Seht dagegen die Stalltür in Bethlehem!  Die Hirten machen sie auf.  Niemand hindert sie.  Und schon sind sie beim Heiland.  So leicht kommt man zu ihm.  Auch heute!  Es ist nur ein einziger Schritt, der uns zum Heiland unseres Lebens bringt.
  Eine armselige Tür!  Und doch trennt sie zwei Welten.  Draußen ist die Welt des  G e s e t z e s.  Da leben wir - ob wir es wollen oder nicht - unter dem Gesetz Gottes.  Und das verklagt uns.  Wir wissen alle, dass wir schuldig sind.  Die Bibel sagt:  Man "geht mit Werken um".  Das gibt große innere Unruhe.  Man muss das Gesetz Gottes wegschieben, man muss sich dauernd verteiligen oder rechtfertigen.  Und doch verklagt uns im Gewissen Gottes Gesetz.
  Die Hirten aber gehen durch die Tür.  Und schon stehen sie in einer anderen, neuen Welt, in der Welt der  G n a d e  Gottes.  Sie sehen das Kind, von dem auch wir singen dürfen:  
       "Aus Gnaden!  Hier hilft kein Verdienen,
         Die eigenen Werke fallen hin.
         Er, der aus Lieb im Fleisch erschienen,
         Hat diese Ehre zum Gewinn,
         Dass uns sein Tod das Heil gebracht
         Und uns aus Gnaden selig macht."                                               
                                       
Herr! König im Gnadenreich!  Dein wollen wir sein! Amen.
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, dass wir durch ihn leben."  (Johannes 4:9)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Nun geht die liebe Weihnachtszeit zu Ende.  Die Weihnachtsbäume verlieren ihre Nadeln.  Und die Schaufenster der großen Läden werden umdekoriert.
  Und wie steht es mit uns? ...
 Als meine Kinder noch klein ware, brachte ich ihnen jedesmal etwas mit, wenn ich von einer Reise zurückkam.
  Eines Tages fand ich bei solcher Heimkehr das kleine Volk im Garten.  Da trommelten alle mit Kochlöffeln auf Blechdeckeln und zogen dabei singend im Kreise herum.
  Als sie mich sahen, gab´s ein großes Freudengeschrei.  Vor allem wollten sie das Mitbringsel sehen.  Ich packte aus.  Sie betrachteten es, aber offenbar fand es nicht ihr Wohlgefallen.  Gleichgültig schauten sie das Geschenk an.  Und dann sagte der Junge trocken: "Komm, Hanna, gehen wir trommeln."
  So kann man es mit Gottes Weihanchtsgeschenk auch machen.  Er gab seinen Sohn.  Wir haben das in den Feiertagen zur Kenntnis genommen.  Aber nun heißt´s vielleicht: "Gehn wir trommeln!"  Und wir machen unseren Alltagslärm weiter, der ja oft nicht sinnvoller ist als das kindliche Blechdeckel- und Kochlöffel-Getrommel, als wenn es keine Weihnachtsbotschaft durch diesen Heiland gegeben hätte!
  So soll es nicht sein!  Gottes Liebe ist in Jesus erschienen.  "Leben" dürfen wir durch ihn.  Wirklich leben, nicht vegetieren oder existieren.  Leben aus Gott dürfen wir haben durch diesen Heiland.
  Nein!  Für uns darf Weihnachten nicht "dahin" sein.  Im Licht dieser Liebe wollen wir weiterwandern!"                                                        
                                       
Herr! Lass uns gesegnete Leute sein und bleiben! Amen
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Deine Sünden sind dir vergeben."  (Markus 2:5)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Das Jahr geht seinem Ende zu.  Wie wollen wir das Jahresende begehen?
Die einen überschlagen, was es ihnen an Freude und Leid gebracht hat.  Die anderen planen nur nach vorne - ins neue Jahr hinein.  Die dritten denken überhaupt nichts und bereiten die große Knallerei vor.
  Christen sollten sich in das Licht Gottes stellen.  Darüber wird es ihnen aufgehen, wieviel Schuld, Sünde und Versagen sich im alten Jahr finden.  Und nichts wird ihnen wichtiger sein, als neu sich der Vergebung der Sünden zu vergewissern.  Bei Jesus, der für uns starb, finden wir sie.  "Das Blut Jesu Christi, des Sohnes Gottes, macht uns rein von aller Sünde", sagt die Bibel. 
  Dass dies das Allerwichtigste ist, machte der Herr Jesus einmal unüberhörbar deutlich.  Da brachten ein paar Männer eine Gelähmten zu ihm.  Sie hatten viel Mühe mit der Sache gehabt.  Und nun erwarteten sie, dass der Mann sofort geheilt würde.
  Aber Jesus sagt als erstes: "Dir sind deine Sünden vergeben."  So etwas großes kann ja nur er aussprechen.  Und diese Gabe der Sündenvergebung steht nur ihm zu.
  Wir haben gewiss viele Wünsche und wichtige Pläne, Aufgaben und Anliegen für das neue Jahr.  Aber nun wollen wir uns doch von Jesus sagen lassen: Das Wichtigste ist, dass wir nich mit alten Schulden ins neue Jahr gehen, dass wir nicht alte Gewissenslasten weiter mitschleppen.
  Im Alten Testament heißt es einmal: "Schicke dich und begegne deine Gott!"  Das wollen wir tun.  Rüsten wir uns, in sein Licht zu treten!  Gehen wir mit ihm das vergangene Jahr durch!  Bekennen wir alle Schuld!  Dann wird auch uns der Herr Jesus sein durchbohrten Hände auflegen und sagen: "Dir sinde deine Sünden vergeben."                                                      
                                       
Herr! Hilf uns, unser Leben in Ordnung zu bringen!  Amen.
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende, sonder sie ist alle Morgen neu. (Klagelieder 3:22-23)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  In aller Frühe, wenn die meinsten Leute noch schlafen, gehen die Zeitungs-Austräger durch die Straßen der Großstadt und stecken die druckfeuchten Blätter in die Briefkästen.  Kaum sind die Leute erwacht, greifen sie danach, um schnell "das Neueste" zu erfahren.
  Nun sagt unser Text: Alle diese Neuigkeiten sind gar nicht so überwältigend neu.  Es gibt ein Allerneuestes.  Das sollten wir jeden Morgen begierig in uns aufnehmen.  Es ist die Barmherzigkeit Gottes.  "Seine Barmherzigkeit ist alle Morgen neu."  
  Die Tagesneuigkeiten, die wir am Morgen in der Zeitung lesen, sind oft sehr unerfreulich.  Ja, sie können uns die Laune für den ganzen Tag verderben.  Die taufrische Barmherzigkeit Gottes aber kann uns den ganzen Tag erfreuen.  Ja, sie kann den grauen Alltag mit hellem Licht erfüllen.
  Unser Herz ist allerdings oft gar nicht bereit, diese Barmherzigkeit Gottes zu sehen.  Es geht uns oft, wie es dem Sänger des 73. Psalms ging.  Der sagte bitter:  "Meine Strafe ist aller Morgen da!"  So seufzt vielleicht mancher Kranke, mancher Sorgenbeladene, mancher Verbitterte: "Nicht die Barmherzigkeit Gottes, sondern mein Elend ist alle Morgen neu! Sonst nichts!"
  Sonst nichts?! Doch! Gottes Barmherzigkeit ist über allem Jammer dieser Welt alle Morgen das Allerneueste.  Wer es nicht glauben will, der schaue auf das Kreuz von Golgatha.  Paulus sagt von diesem Kreuz: "Gott hat seines eigenen Sohnes nicht verschonet ... Wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken!"  Wer dahin sieht, erkennt, wie Gottes Barmnherzigkeit in hellem Glanz durchbricht.
                                    
Herr! Schenke uns doch jeden Tag den hellen Blick auf Deine große Barmherzigkeit!  Amen.
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Du sollst auch einen Räucheraltar machen ... Und Aaron soll darauf räuchern gutes Räucherwerk alle Morgen."  (2. Mose 30:1, 7)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Das Heiligtum, von dem hier Gott spricht, ist längst verschollen.  Aaron ist gestorben.  Aber das "gute Räucherwerk"  steigt immer noch alle Morgen zum Himmel auf.
  Denn in der biblischen Bildsprache ist das "gute Räucherwerk" ein Chiffre für das Gebet der Kinder Gottes.
  Manchmal wünsche ich mir, ich könnte nur einen Augenblick lang eine Stadt ansehen, wie Gott sie sieht.  Was steigt da am Morgen doch auf an Unruhe, Hetze, Schimpfereien, Fluchen und Unsauberkeit.  Wie eine dunkle Wolke muss das in den Augen Gottes aussehen.
  Aber sieh - durch all diesen üblichen Qualm dringt der Geruch lieblichen Räucherwerks zu Gottes Thron auf.  Wenn ich auch die dunkle Wolke über der Stadt nicht sehen möchte und könnte - das möchten meine Augen doch gern einmal erblicken:  diese "guten Räuchwölklein" der Gebete aus dem Mund und Herzen der Kinder Gottes.
  "Alle Morgen", heißt´s vom Räucheropfer Aarons.  Kinder Gottes, die sich durch das Blut Christi erkauft wissen für Gott, können nicht einfach in den Tag hineinstürmen.  "Alle Morgen"  lassen sie ihr Räucherwerk als Lob und Bitte vor den Thron Gottes kommen.
  Jetzt muss aber auch dies gesagt werden:  Hier ist geheimnisvoll die Rede von einer der tröstlichsten Wahrheiten.  Aaron war der erste Hohepriester im alttestamentlichen Gottesvolk.  In ihm ist Jesus, unser Heiland, vorgebildet.  Und dieser Hohepriester bringt "alle Morgen"  vor den himmlischen Vater das Räucheropfer der Fürbitte für die Kinder Gottes.  "Er ist zur Rechten Gottes und vertritt uns."
                                       
Herr! Wir danken Dir, dass wir vor Dir noch nicht vergessen sind. Amen.
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Herr, unser Herrscher!  Wie herrlich ist dein Name in allen Landen."  (Psalm 8:2)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  "Nun ja", wird mancher verdrießlich sagen, "das ist ja ein großartiger Lobgesang!  Nur - in meinem grauen Alltag pass er nicht hinein!  In der himmlischen Welt, in der Gott lebt, da mag man wohl solche Töne hören!  Sie passen wohl auch in die Kirche, wo man ja die großen Worte gerne hat.  Aber von meinem grauen Alltag ist solch ein Lobvers himmelweit entfernt.
  "Herr, unser Herrscher!  Wie herrlich ist dein Name in allen Landen!"  Großartig! Gewiss!  Aber ich habe es zu tun mit kläglichen Kleinigkeiten, mit viel Ärger, mit missgünstigen und kleinlichen Menschen ... Kurz:  dieser Lobgesang und mein Alltagsleben sind zwei ganz verschiedene Welten.  Der Lobvers passt in die Bibel, aber nicht in mein tägliches Leben!"
  So wird manch einer Denken.
  Aber nun wollen wir den Spieß umdrehen!  Wahrscheinlich ist unser Alltag so grau, kleinlich und verdrießlich, weil wir die Herrlichkeit Gottes und sein Lob aus unserm täglichen Leben ausgeschlossen haben.  Wir füllen unser Leben aus mit Sorgen, mit Befriedigung primitiver Bedürfnisse, mit kleinen Streitereien und all dem.  Und gegen die Herrlichkeit Gottes haben wir die Fenster dicht gemacht.  Darüber werden unser Alltag und unsere Seelen klein und muffig.
  Wie wäre es, wenn wir unsern Tag beginnen würden mit solch einem anbetenden Satz: "Herr, unser Herrscher!  Wie herrlich ist dein Name in allen Landen!"  Da würde unsere Seele weit und froh!  Das wäre eine Atemübun
g in Himmelsluft.
                                       
Herr! Du bist in Jesus in diese arme Welt gekommen.  Nun komm sogar in unseren Alltag.  Amen! 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Sonntag
"So fern der Morgen ist vom Abend, lässt er unsre Übertretungen von uns sein."  (Psalm 103:12)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Ein kühnes Bild zeigt der Psalmsänger: Er sieht den Morgen und den Abend wie zwei gewaltige Läufer, die atemlos auf einer Kreisbahn hintereinander herrennen.  Jeder will den andern einholen.  Aber sie schaffen es nicht.
  Und nun deutet der Psalmdichter das Gleichnis: "So unmöglich es ist, dass der Abend den Morgen einholen kann, so unmöglich ist es, dass mich meine Sünden einholen können, wenn Gott sie mir vergeben hat."
  Ein herrliches Bild, mit dem der Dichter die Vergebung der Sünden preist!  Die Vergebung der Sünden bietet Gott uns an in Jesus, der für uns am Kreuz gestorben ist.
  Nun müssen wir aber auch sehen: Unser Psalmwort hat einen düsteren Hintergrund: Wo man die Vergebung der Sünden nicht hat, da holen uns eines Tages unsere Sünden ein.
  Im ersten Buch der Bibel wird eine Geschichte berichtet von einem jungen Manne, der von seinen Brüdern als Sklave verkauft wurde.  Nach vielen Jahren, als die alte Sache längst vergessen zu sein schien, kamen die bösen Brüder in ein schlimmes Unheil.  Und da sprach einer von ihnen es endlich aus: "Das haben wir an unserm Bruder Joseph verschuldet."  Nun hatte ihre Sünde sie eingeholt.
  Man kann lange seiner Schuld weglaufen und seine Sünden leugnen.  Aber Gott ist gerecht und heilig.  Er sorgt dafür, dass unsere Sünden uns einholen - und wenn es im Jünsten Gericht wäre!  Dann heißt es: "Das habe ich verschuldet!  Nun bin ich dem Gericht Gottes verfallen!  Wer soll mir jetzt helfen?"
  Wie anders spricht unser Psalmdichter: "So fern der Morgen ist vom Abend, lässt Gott unsre Übertretungen von uns sein"  - weil zwischen meinen Sünden und mir das Kreuz Jesu steht.

Herr, lass uns die Vergebung suchen und finden!  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Montag
"Herr, gedenke, wie kurz mein Leben ist."  (Psalm 89:48)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Die Bibel gibt doch immer wieder neue Ausblicke!
  Es ist eine alte Sache, dass der Mensch ermahnt wird: "Gedenke, wie kurz dein Leben ist!"  Wenn im alten Rom ein siegreicher Feldherr im Triumph in die Stadt Rom einzog, stand ein Sklave hinter ihm, der immerzu sagte: "Gedenke daran, dass du ein sterblicher Mensch bist!"  Und die Mönche des Mittelalters legten einen Totenschädel auf ihr Gebetspult: "Memento mori = Denke an dein Sterben!"
  Ja, als ich an unserm Textwort hängenblieb, fiel mein Blick auf die gegenüberliegende Seite.  Da las ich: "Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden!"  "Lehre uns!"
  Wie seltsam nun, ist unser Textwort!  Da wird nicht der Mensch ermahnt, die Kürze des Lebens zu bedenken.  Es wird vielmehr Gott ermahnt: "Gedenke, wie kurz mein Leben ist!"
  Was dachte sich der Psalmdichter bei diesem Gebet?
  Das geht aus dem Zusammenhang deutlich hervor: Er war ein Mann, dem es ernst um Gott zu tun war.  Und nun erlebte er es, dass der Herr sein Angesicht verbarg: "Herr, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen?"  Alle seine Sünden stehen gegen ihn auf.  Er, der sich bisher so gut vorkam, muss bekennen: "Du zerstörst meine Reinigkeit!"  Er sieht nur noch seine und des Gottesvolkes Sünden.  Und darüber den Zorn Gottes.
  Aber so kann man nicht leben.  Und da betet er, der Herr möge ihn doch nicht sterben lassen, ehe er die Gnade erfahren und gesehen hat.  Er mächte, dass sein kurzes Leben ein Gefäß werde, in das die Gnade strömt.

Herr Jesus!  Du Gnadenreicher!  Lass mein Leben nicht verrinnen, ehe ich Dich gefunden habe!  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Montag
"Herr, gedenke, wie kurz mein Leben ist."  (Psalm 89:48)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Die Bibel gibt doch immer wieder neue Ausblicke!
  Es ist eine alte Sache, dass der Mensch ermahnt wird: "Gedenke, wie kurz dein Leben ist!"  Wenn im alten Rom ein siegreicher Feldherr im Triumph in die Stadt Rom einzog, stand ein Sklave hinter ihm, der immerzu sagte: "Gedenke daran, dass du ein sterblicher Mensch bist!"  Und die Mönche des Mittelalters legten einen Totenschädel auf ihr Gebetspult: "Memento mori = Denke an dein Sterben!"
  Ja, als ich an unserm Textwort hängenblieb, fiel mein Blick auf die gegenüberliegende Seite.  Da las ich: "Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden!"  "Lehre uns!"
  Wie seltsam nun, ist unser Textwort!  Da wird nicht der Mensch ermahnt, die Kürze des Lebens zu bedenken.  Es wird vielmehr Gott ermahnt: "Gedenke, wie kurz mein Leben ist!"
  Was dachte sich der Psalmdichter bei diesem Gebet?
  Das geht aus dem Zusammenhang deutlich hervor: Er war ein Mann, dem es ernst um Gott zu tun war.  Und nun erlebte er es, dass der Herr sein Angesicht verbarg: "Herr, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie Feuer brennen lassen?"  Alle seine Sünden stehen gegen ihn auf.  Er, der sich bisher so gut vorkam, muss bekennen: "Du zerstörst meine Reinigkeit!"  Er sieht nur noch seine und des Gottesvolkes Sünden.  Und darüber den Zorn Gottes.
  Aber so kann man nicht leben.  Und da betet er, der Herr möge ihn doch nicht sterben lassen, ehe er die Gnade erfahren und gesehen hat.  Er mächte, dass sein kurzes Leben ein Gefäß werde, in das die Gnade strömt.

Herr Jesus!  Du Gnadenreicher!  Lass mein Leben nicht verrinnen, ehe ich Dich gefunden habe!  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Da Jesus geboren war zu Bethlehem ..., siehe da kamen die Weisen vom Morgenland ..."  (Matthäus 2, 1)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Das ist doch merkwürdig, dass ein kleines Kind Menschen aus fernen Landen anzieht!
  Wenn sonst ein Kindlein zur Welt kommt, da gibt es ja auch einige Unruhe: Die Großeltern kommen.  Und vieleicht eine Tante.  Und ein paar Bekannte aus der Nähe.  Aber damit ist es aus!
  Das Kind Jesus aber zieht Menschen an aus großer Ferne.  Aus äußerer Ferne.  Aber auch aus großer Ferne!  Denn diese "Magier" - wie es im griechischen Text heißt - waren bestimmte Leute, die unheimlich verwickelt waren in die Bindungen eines düsteren Heidentums.
  Jesus zieht sie an.  Welch eine Anziehungskraft ist in diesem Kind!
  Unvergesslich ist mir der erste physikalische Versuch, den unser Lehrer mit uns Schuljungen machte: Er hatte einen kleine Berg von Sägesänen auf dem Tisch gehäuft.  Nun hielt er einen starken Magneten in die Späne hinein.  Da wurde der Späneberg auf einmal lebendig.  Jetzt erst sahen wir, dass unter die Sägespäne Metallstreifchen gemischt waren.  Die zwängten sich durch die Späne herbei zum Magneten hin.
  Jesus ist der Magnet, den Gott in die Welt hineinhält.  Und man kann schon erschrecken bei dem Gedanken: "Gehöre ich vielleicht zu den toten, unbeweglichen Sägespänen?"
  Was für Leute sind es denn, die Jesus anzieht?
  Die unruhigen Herzen, die nach Vergebung der Sünden schreien.  Die Hungrigen, die verlangen nach Frieden mit Gott.

"Zieh mich, o Vater, zu dem Sohne ...!" Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Da Jesus geboren war ..., siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland ... und sprachen: ... wir sind gekommen, ihn anzubeten.
(Matthäus 2, 1 und 2)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Das ist doch merkwürdig: Hier tretern Leute auf, von denen wir gar nichts wissen.
  Wer in ein Hotel kommt, muss einen Meldezettel ausfüllen.  Da steht zuerst: "Name?" Dorthin schreibt man seinen Familiennamen.  "Vorname?" Dahin schreibe ich "Wilhelm".  Welchen Namen hätten wohl die Weisen geschrieben?  Wir wissen es nicht. - Auf dem Meldezettel wird weiter gefragt: "Beruf?" Ja, welchen Beruf hatten die Weisen?  Keiner weiß es.  Im griechischen Text steht "Magier".  Luther übersetzt: "Weise".  Aber eins ist so unklar wie das andere. - Im Meldezettel wird gefragt nach der Staatszugehörigkeit.  In welchen Staat gehörten die Weisen? "Morgenland", das ist ein weites Feld.
  Wir wissen nicht einmal, wieviel "Weise" es waren.  Dies Nicht-Wissen hat die Menschen gequält.  Darum haben sie ein bischen phantasiert.  Sie haben erklärt, es seien drei gewesen.  Und Könige seien es gewesen.  Und Kaspar, Melchior und Balthasar seien ihre Namen.
  Aber das sind Erfindungen.  Die Bibel weiß davon nichts.  So seltsam ist es mit diesen Leuten.
  Nur ein einziges wissen wir von ihnen: Sie wollten Jesus anbeten.  Und sie haben es getan.
  Ich hörte einmal, wie in einem Streit drohend ein Junge zum andern sagte: "Ich weiß allerhand von dir!"  Wie schön wäre es, wenn man von dir und mir nur das eine richtig wüsste: Er verehrt und liebt den Herrn Jesus und betet ihn an.  
  Dem Liederdichter Tersteegen war das ein Herzenswunsch.  Darum hat er in einem Lied gebetet: "In Wort und Werk und allem Wesen / Sei Jesus und sonst nichts zu lesen."

 Herr!  Sammle die tausend Wünsche unseres Herzens wie in einen Brennspiegel in Dir!  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Die Weisen fanden das Kindlein ... und fielen nieder und beteten es an ..."  (Matthäus 2, 11)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Wie oft ist die Szene in der bildenden Kunst dargestellt worden!  Die Maler zog wahrscheinlich die Unbegreiflichkeit an, dass große, prächtige, reife Männer vor einem hilflosen Kind im Staube liegen.
  Das ist ja auch eine merkwürdige Tatsache, über die nachzudenken es sich lohnt.
  "Sie beteten das Kindlein an."  Das hieß - kurz gesagt: Sie erkannten die Gottheit dieses Kindes an.  Sie sahen in ihm die Offenbarung Gottes.
  Welch eine Erleuchtung!  Als der Jünger Petrus später den Herrn Jesus als "Sohn des lebendigen Gottes" bekannte, sagte der Herr zu ihm: "Fleisch und Blut haben dir das nicht offenbart, sondern mein Vater im Himme."  Der Heilige Geist muss unsere Herzen erleuchten, wenn wir Jesus als den erkennen wollen, der aus der anderen Welt, aus der Welt Gottes, zu uns kam.
  Die Weisen waren zu Hause in einer Welt, die tief religiös war.  Allen Religionen ist gemeinsam, dass der Mensch zu Gott vordringen will.  Aber allen Religionen gemeinsam ist auch dies, dass keine bis zu Gott gelangt.
  Als die Weisen das Kind Jesus anbeteten, bekannten sie: Das ist das Ende aller Religionen, in denen der Mensch Gott sucht.  Jetzt ist Gott zu uns gekommen und sucht uns.
  Wer das begreift, den treibt es auch heute noch auf die Knie, dass er sprechen muss: "Ich bete an die Macht der Liebe, die sich in Jesus offenbart ..."
  Es hat die Weisen bei dieser Anbetung nicht gestört, dass sie ja sehr allein waren.  Ihre letzten Auskünfte hatten sie in Jerusalem bekommen.  Und es ist geradezu peinlich, dass nicht ein einziger mit ihnen gegangen war.  Aber das hinderte sie nicht, Jesus anzubeten..

 Herr! Lass uns bei den Wenigen sein, die Dich und Dein Heil erkennen!  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Die Weisen fanden das Kindlein ... und beteten es an." 
(Matthäus 2:11)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Eine wunderbare Stunde!
  Tiefe Stille erfüllt den Raum.  Wer offene Augen gehabt hätte für das Unsichtbare, der hätte gewiss sehen können, was dies Kind später als Mann zu den ersten Jüngern sagte: "Ihr werdet den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf - und herabfahren auf des Menschen Sohn."
  Die Weisen waren kluge und gelehrte Leute.  Und ihre Vernunft hat gewiss allerlei Einreden gehabt gegen die Behauptung: In diesem schwachen Kinde armer Leute ist der Schöpfer Himmels und der Erde bei uns eingekehrt.  Aber das eben ist das Wunder der Anbetung, dass die Vernunft schweigen muss vor der Gotteswirklichkeit; dass alles Fragen still wird; dass all die tausend quälenden Stimmen des Herzens zusammenklingen in dem einen: "Sollt uns Gott nun können hassen, / Der uns gibt, / Was er liebt / Über alle Maßen? / Gott gibt, unserm Leid zu wehren, / Seinen Sohn / Aus dem Thron / Seine Macht und Ehren."
  Was anders könnte uns wohl aus der Friedelosigkeit unseres Herzens erlösen, als dass wir stolzen Leute des 20. Jahrhunderts demütig neben die Weisen aus dem Morgenland hintreten und sprechen: "Ich sehe dich mit Freuden an / Und kann nicht satt mich sehen. / Und weil ich nun nichts weiter kann, / Bleib ich anbetend stehen ..."
 

(andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Die Weisen taten ihre Schätze auf und schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhe." (Matthäus 2, 11)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Das waren Geschenke, wie sie bestimmt auf keinem Weihnachtstisch gelegen haben.  "Gold" - vielleicht!  Aber nicht so viel Gold, wie die Weisen brachten.  Denn davon konnten Maria und Joseph nachher lange in Ägypten leben.  Aber - Weihrauch!  Wer bekommt schon Weihrauch?!  Und erst gar Myrrhe!  Wir wissen wahrscheinlich gar nicht, was das ist.  Was ist den wohl Myrrhe?
  Schon die alten Ausleger haben in diesen Geschenken eine heimliche Bedeutung erkannt.
  Luther hat gesagt, die Myrrhe weise schon hin auf den Kreuzestod Jesu.  Denn ehe man ihn kreuzigte, gab man ihm "Myrrhe mit Wein" zu trinken.  Und bei seiner Bestattung brachte Nikodemus "Myrrhe und Aloe bei hundert Pfunden".  Es ist einfach herrlich, wie die alten Ausleger überall Hinweise auf das Kreuz finden.  Denn nichts ist größer und wichtiger als das, was auf Golgatha geschah.
  Manche sehen in den Geschenken einen Hinweis auf die drei Ämter Christi: Das God weist auf sein Königsamt.  Der Weihrauch, wie ihn die Priester im Tempel brauchten, weist auf sein Priesteramt, durch das wir mit Gott versöhnt werden.  Und die Myrrhe, die als wertvolles Parfüm benutzt wurde im Altentum, weist auf ein Prophetenamt.  Seine Rede ist Wohlgeruch.  In Nazareth wunderten sich die Leute seiner "holdseligen Worte".
  Wir wollen uns den anderen Auslegern anschließen, die in den Geschenken der Weisen Vorbilder auf das sehen, was wir schenken können: Gold des Glaubens, Weihrauch des Gebets, Myrrhen (die im Geschmack bitter sind) der Buße und Reue.
  Wir wollen mit diesen Gaben, die ihn erfreuen, unsern Herrn ehren.

 "Nimm doch, nimm doch gnädig an, / Was ich Armer schenken kann!"  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Die Eltern Jesu meinten, Jesus wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagesreise weit und suchten ihn ... Und da sie ihn nicht fanden ..." (Lukas 2,44-45)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Ungeheures Getümmel erfüllte die Straßen und Plätze Jerusalems.  Das große Gottesfest war zu Ende.
  Da vermissten Maria und Joseph ihren 12jährigen Jesus.  "Nun!"  sagte Joseph.  "Er wird schon mit Bekannten aus Nazareth aufgebrochen sein!"  So zogen sie los.  Und als sie die Reisegesellschaft aus Nazareth trafen, war die erste Frage: "Ist Jesus bei euch?"  Welche Enttäuschung!  Er war nicht da!
  In einer Lebensbeschreibung eines Gottesmannes las ich, wie er als junger Mann Gott und Frieden für sein Herz suchte.  Bei einer Sonntagswanderung kam er an einer Kirche vorbei, wo gerade die Glocken läuteten.  "Hier ist eine Reisegesellschaft, die zum Himmel wandert", dachte er und ging hinein.  Aber er war enttäuscht, als er hörte, wie zwei leise miteinander zankten.  Er sah ein paar Mädel, die kichernd einige junge Männer auf sich aufmerksam machen wollten.  Der Gesang war kümmerlich.  "Singen so die Erlösten?", dachte er.  Und als die Predigt ein "Mischmasch von religiösen Gedanken und Weltweisheit" war, schlich er hinaus.
  Hier war eine Reisegesellschaft, bei der Jesus nicht zu finden war.
  Und nun müssen wir fragen: Ist unsere Familie, ist unser Freundeskreis, sind unsere christlichenn Kreise Reisegesellschaften, wo man Jesus findet?  Ja, sind wir selbst Leute, bei denen suchende Herzen ihren Heiland finden können?
  Wir müssen einmal die ersten Kapitel der Apostelgeschichte lesen, wo uns die erste Christenheit gezeigt wird.  Ja, das war eine Reisegesellschaft, bei der Jesus zu finden war.  So sollte es bei uns sein!

 Herr Jesus!  Wir möchten Dich gern bei uns haben.  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag
"Da die Eltern Jesu ihn nicht fande, gingen sie wieder nach Jerusalem und suchten ihn." (Lukas 2,45)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Bei Massenveranstaltungen kommt es ja immer wieder einmal vor, dass Kinder im Gewühl abhandenkommen und gesucht werden.
  Es ist also doch wohl nichts Besonderes gewesen, dass Maria und Joseph ihren 12jährigen Jesus im Getümmel eines großen Gottesfestes in Jerusalem verloren.
  Doch!  Es war etwas Besonderes!  Weil es sich nämlich nicht um irgend ein Kind, sondern um Jesus handelte.
  Seht die beiden an: Sie haben Jesus verloren.  Sind sie nicht geradezu Abbilder des "christlichen Abendlandes"?  Man hat Kirchen - wie man dort den Tempel hatte.  Man hat Religion - wie man in Jerusalem Opfer und Kultus hatte.  Aber Jesus hat man verloren.  Und wo man Jesus verloren hat, hat man Gottes Gnade verloren und den guten Hirten, der unsere Seelen versteht.
  Die Eltern suchten Jesus.  Aber nicht, weil sie ihn nötig zu haben meinten, sondern weil sie glaubten, das Kind habe sie nötig.  Wieder gleichen die beiden dem "christlichen Abendland".  Man unternimmt allerlei, um das Christentum zu erhalten und zu retten.  Man bildet sich ein, Jesus habe uns und unsere Hilfe nötig.
  Es ist alles ganz anders!  Darum würden wir gut tun, mit allen unsern Kräften Jesus zu suchen.  Er sagt: "So ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, will ich mich von euch finden lassen. "  Wir wollen ihn suchen, nicht weil er uns braucht, sondern weil wir ihn nötig haben.  Wir wollen ihn suchen, weil wir ohne Gott verlieren, die Gnade Gottes und unser ewiges Leben, die Gnade Gottes und unser ewiges Heil.  Wir wollen ihn suchen, weil er der einzige ist, der Sünden vergibt, Frieden mit Gott schenkt und unsere Herzen erneuert.

 Herr Jesus!  Wir danken Dir, dass Du uns schon lange gesucht hast.  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Und es begab sich, nach drei Tagen fand die Eltern Jesus im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhörte und sie fragte.  Und alle verwunderten sich seines Verstandes und seiner Antworten."
(Lukas 2, 46.47)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Das ist erstaunlich?  Zwölf Jahre war Jesus alt, als dort im Tempel die Weisen und Gelehrten seines Volkes sich um ihn scharten und sich mit ihm in ein tiefes Gespräch über göttliche Dinge einließen.
  Das war ein großartiger Anfang für die Laufbahn Jesus!
  Und wer war nun der Letzte, mit dem er im Sterben sprach?  Ein Mörder, der neben ihm gekreuzigt war!
  Mit der geistlichen Elite fing Jesus an - und mit dem Mörder endete er.  Von der Prominenz zum Verbrecher!  Ist das nicht eine erschütternde Niveau-Senkung?
  Was wir jetzt beobachtet haben, ist bedenklich - nicht für Jesus, sondern für die klugen und gelehrten Männer dort im Tempel.  Ein Gleichnis Jesu kann uns das verdeutlichen:  Er verglich einst das Reich Gottes mit einem großen Festmahl, das ein König veranstaltete.  Der König schickte seinen Knecht aus, die Gäste einzuladen.  Aber die wollten nicht kommen.  Da schickte der König seinen Boten "an die Hecke und Zäune", um alle einzuladen, die nur kommen wollten, die Krüppel und die Elenden.
  Jesus ist der "Knecht Gottes", der zum Festmahl ruft.  Er rief diese Gelehrten im Tempel.  Aber sie verwarfen ihn.  Da ging er zu den Verlorenen, zu dem Schächer und den Zöllnern und Sündern.   Und so geht es auch heute noch.
  Jesus ist auf die "geistige Elite" nicht angewiesen.  Aber wir alle - wer wir  auch sind -. wir können nicht leben und nicht selig werden ohne ihn.

 Herr!  Bewahre uns davor, Deinen Gnadenruf zu verachten!   Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Mittwoch
"Mein Sohn, warum hast du uns das getan?" (Lukas 2, 48)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  So fragte vorwurfsvoll Maria, als sie nach langem Suchen ihren verlorenen 12jährigen Sohn Jesus im Tempel wiederfand.  "Warum hast du uns das angetan?"
  Sie bekam eine Antwort, die sie nicht verstand.  Und so musste sie schon am 12jährigen Jesus lernen, dass er der Herr ist, der uns keine Rechenschaft schuldet.
  Maria hat noch oft so fragen müssen.  "Warum hast du uns das getan?"  hat sie gefragt unter dem Kreuze, als sie Jesus sterben sah und den Sinn seines Todes noch nicht verstand.
  "Warum hast du uns das getan?" müssen immer die Jünger Jesu fragen, wenn ihr Herr sie dunkle Wege führt.  So haben Christen manchmal gefragt, wenn er die Hand von ihnen abzog und die Sünde mächtig wurde.  So haben sie oft gefragt, wenn sie Niederlagen erlebten, wo sie Siege Jesu zu sehen hofften.
  Und immer liegt ein Vorwurf in dieser Frage - ein Vorwurf, der uns nicht zusteht, weil Jesus der Herr unseres Lebens ist.
  Dieser Vorwurf aber verschwindet aus der Frage, wenn wir uns unter Jesu Kreuz stellen.  Da sehen wir den Gewaltigen mit der Dornenkrone sterbern.  Und dann müssen wir fragen: "Herr, die Bibel sagt, dass du für uns da hängst.  Warum hast du das für uns getan?"
  Und nun antwortet er: "Ich sah, wie ihr unter dem gerechten Zorn Gottes steht um eurer Sünde willen.  Ich aber habe euch lieb und will nicht, dass ihr in die Hölle kommt.  Darum habe ich an eurer Statt den Zorn Gottes und sein Gericht auf mich genommen.  Ich trage die Strafe, auf dass ihr Frieden hättet.  Darum habe ich euch das getan!"  Wer diese Antwort hört und glaubt, stellt keine Fragen mehr.

"Tausend-, tausendmal sei Dir / liebster Jesu, Dank dafür!"  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Donnerstag
"Wisst ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?"
(Lukas 2, 49)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Es ist ganz interessant, wie Jesus hier ganz klar die Frage beantwortet, wo er denn eigentlich herstamme, wer sein Vater sei.
  Bei einem der großen Feste in Jerusalem haben Maria und Joseph den 12jährigen Jesus aus den Augen verloren.  Nach drei Tagen endlich finden sie ihn im Tempel.
  "Dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht!" ruft Maria vorwurfsvoll.  In geradezu majestätischer Endgültigkeit antwortet Jesus: "Mein Vater hat mich gesucht?  O nein!  Ich bin hier im Tempel Gottes geblieben, weil Gott mein Vater ist."
  Seit 2000 Jahren haben Spätter und Gelehrte, Theologen und Atheisten Jesus die Gottessohnschaft abgesprochen.  Wenn sie recht hätten, wäre Jesus ein Betrüger oder ein Irrer.  Denn er hat bis zu seinem Tod am Kreuz erklärt: "Ich bin von oben, ihr seit von unten!"  Wenn sie recht hätten, wüssten wir nichts von Gott, gäbe es keine Offenbarung, wäre die Welt gnadenlos, gäbe es keinen Trost im Leben und im Sterben.
  Lasst uns Jesus danbar sein für die klare Erklärung seiner Gottessohnschaft.  Denn das heißt ja:  Er ist wirklich die Offenbarung des verborgenen Gottes.  Er ist wirklich der Erlöser unseres dunklen Lebens.  Er ist wirklich die Tür zur Seligkeit.  Er ist in Wahrheit der gute Hirte!  Nun heißt es in der Bibel mit Recht von ihm: "Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben."  Nun ist wirklich der Welt das Licht aufgegangen: "So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass ers seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewigen Leben haben."

 Herr!  Öffne unsere blinden Augen, dass wir Dich recht erkennen! Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Freitag
"Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth."  (Lukas 2, 51)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Was war das für ein Herabsteigen!
  Eben noch hat Jesus im Tempel majestätisch erklärt, dass Gott sein Vater sei.  Nun geht er mit seinen Eltern nach Nazareth.
  Ausgerechnet Nazareth!  Ein verachtetes Dorf, von dem das Sprichwort ging: "Was kann von Nazareth Gutes kommen!"
  Da sehen wir Jesus auf seinem Weg nach unten.  Nazareth war nur eine Etappe.  Der Weg begann in der ewigen Welt.  Von Jesus heißt es: "Er war im Anfang bei Gott."  Welch ein Herabsteigen war dann seine Menschwerdung.  Die Bibel sagt: "Er entäußerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch ..."  Sein ganzes Erdenleben war ein Herabsteigen.  Verächtlich sagten von ihm die Großen seines Volkes: "Dieser nimmt die Sünder an und isst mit ihnen."  Wie niedrig wurde Jesus, als er seinen Jüngern Sklavendienste tat und ihnen die Füße wusch!  Und endlich stirbt er zwischen Verbrechern den schmächlichen Tod am Kreuz.  Nun ist er ganz unten!
  Es kann sein, dass jetzt jemand abschaltet und denkt: "Was hat das alles mit unserem heutigen Problemen zu tun?"
  Aber da liegt nun vor mir der Brief eines jungen Menschenkindes, das verzweifelt ist über seine Verstrickung in Sünde und das keinen Ausweg sieht.
  Für solche Menschen ist Jesus herabgestiegen.  Wir haben einen göttlichen Heiland, der herabsteigt zu den Sündern bis in die tiefsten Tiefen; der sich solidarisch erklärt mit den Sündern, ihre Schuld am Kreuz auf sich nimmt und sie herausholt aus den Tiefen Satans.

 Herr Jesus! Unser verklagendes Gewissen sagt uns, dass wir "unten" sind.  Dank sei Dir für Dein Kommen!  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Samstag
"Jesus nahm an Weisheit ..."  (Lukas 2, 52)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Nun, das könnte genausogut in der Lebensbeschreibung eines jeden Philosophen stehen.  Es fragt sich nur, ob das die Weisheit ist, in der Jesus zunahm.
  Weisheitslehrer sind sehr beliebt, wenn sie eine Weisheit lehren, die rein verstandesmäßig ist, über die man diskutieren kann, die - und das ist wichtig - unser Leben nicht angreift.
  Was für eine Weisheit war es denn, in der Jesus "zunahm"?  In der Bibel steht: Es gibt eine Offenbarung der Weisheit Gottes.  Das Erstaunliche ist: Diese Weisheit ist zugleich Kraft.  Und nun das Seltsame: Diese Weisheit Gottes, die zugleich Kraft ist, ist das Kreuz Jesu Christi.  So steht es in der Bibel: "Die Griechen fragen nach Weisheit.  Wir predigen den gekreuzigten Christus ... göttliche Kraft und göttliche Weisheit."
  Das ist eine schweres Wort.  Wir wollen es jetzt einfach hinnehmen:  Das Kreuz Jesu ist die göttliche Weisheit.
  "Jesus nahm zu an Weisheit."  Was heißt das nun?  Er wollte je länger je mehr nichts als das Kreuz.  Jeden Tag wurde er gewisser und entschlossener, sein Leben hinzugeben für unsere Erlösung.  Dem Heiland wurde sein Kreuz immer wichtiger.  Wird es uns auch immer wichtiger?  Hier ist göttliche Weisheit.  Sollten nicht auch wir darin zunehmen?  Auch wenn die Welt dies Kreuz für Torheit ansieht.  In einem Lied heißt es:  "Seh ich das Kreuz den Klugen dieser Erden / Ein Ärgernis und eine Torheit werden, / So sei´s doch mir, trotz alles frechen Spottes / Die Weisheit Gottes."
  Das Kreuz Jesu muss unsere Lebensphilosophie werden, wenn wir im Reiche Gottes leben wollen.

 Herr!  Lass mich wachsen im Verständnis der göttlichen Weisheit!   Amen. 
 (andere Gedanken zum Tag ...)
 
Sonntag
"Jesus nahm zu an Alter ... "  (Lukas 2, 52)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Dass eine solche Selbstverständlichkeit in der Bibel steht!
Jeder nimmt doch zu an Alter!
Jawohl!   Für uns ist das Selbstverständlich.  Aber für Jesus ganz und gar nicht!
  Wir sind gleichsam in einem Kahn, der auf dem reißenden Strom der Zeit dahingetrieben wird.  Gott aber ist das Ufer.
  Das steht fest.
Und Jesus?  Die Bibel sagt von ihm: "Er war im Anfang bei Gott."  Bei Gott, wo es keine Zeit gibt und kein Älterwerden.  Jesus deutete einmal an, dass er Abraham kenne.  Da regten sich die Leute auf: "Welch ein Unsinn!  Du bist doch keine 30!  Und Abraham lebte vor  1000 Jahren."   Da entgegnete Jesus: " Ehe Abraham war, bin ich."  Jesus also gehört an das Ufer zu Gott.  Nicht in den Zeitstrom.
  Und nun steht hier: "Er nahm zu an Alter."  Das heißt:  Er hat sich in den Strom der Zeit hineingeworfen, um Versinkende zu retten.
  So ist es!  Wir treiben dahin und versinken.  Die Bleigewichte der Schuld ziehen uns hinunter.  Wir treiben dahin und werden mit nichts fertig, am wenigsten mit uns selbst.  Ein junger Mann schrieb bitter:  "Man nannte uns halbstark, zur Hälfte stark.  Und die andere Hälfte?!  Keiner bemerkte sie ... Keiner hörte das Winseln hinter dem Gröhlen, das Hilfsbedürftige unter der Kraftschicht."  Das passt im Grunde auf jeden Menschen.
  So treiben wir dahin in der Zeit.  Verloren!
Aber nun stürtzt sich Jesus, der Retter, in den Strom der Zeit.  Er stirbt über seinem Rettungswerk.  Aber gerade dadurch kann und will er uns an das rettende Ufer zu Gott bringen.

 Herr Jesus!  Wir danken Dir, dass Du uns aus der Ewigkeit in die Zeit kamst, um uns aus der Zeit in die Ewigkeit zu bring.  Amen. 
 (andere Gedanken zum Tag ...)
 
Montag
"Jesus nahm zu ... an Gnade bei Gott ... "  (Lukas 2, 52)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Was erlebt Jesus zwischen dem 12. und 30. Lebensjahr?
Wir wissen darüber nur: "Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen."
 
Weiter nichts?
Nein!  Weiter nichts!  Aber dieser eine Satz sagt uns genug.  Er ist gar nicht so inhaltslos, wie er auf den ersten Blick erscheint.
  "Gnade bei Gott."  Das bedeutet hier soviel wie "Wohlgefallen".
Jeder eilige, moderne Mensch denkt doch jetzt: "Na, das ist ja schön und gut, dass da vor 2000 Jahren einer Gottes Wohlgefallen hatte.  Aber so wichtig kommt mir das nicht vor, dass man soviel Worte darüber verlieren muss."
  Und das eben ist ein Irrtum!  Das wir noch atmen und leben, das verdanken wir dem Wohlgefallen Gottes an Jesus.  Dies ist war, wenn anders die Bibel die Wahrheit sagt.  Im Psalmbuch: "Der Herr schaut vom Himmel auf der Menschen Kinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.  Aber sie sind  a l l e  abgewichen ..., da ist keiner, der Gutes tue, auch nicht einer."
 
Und darum ist die Welt reif, ja überreif zum Gericht und Untergang.
Aber halt!  Da sieht nun Gott den einen, Jesus! - an dem er Wohlgefallen haben kann.  Und um dieses einen willen ist Gott gnädig und hat Geduld.  Wie groß muss wohl Gottes Gnade erst in unserem Leben werden, wenn wir diesen einen als unseren Heiland annehmen!  Paulus sagt: In Jesus werden wir Gott "angenehm".

 Herr Jesus!  Lass uns Deine Einzigartigkeit erkennen und an Dich glauben!  Amen. 
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag
"Jesus nahm zu an ... Gnade ... bei den Menschen."  (Lukas 2, 52)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Dies Wort muss uns ja den Atem verschlagen!
Es gibt eine Menge Menschen, die bekennen: "Wir sind glücklich, dass wir bei Jesus Gnade gefunden haben!"  Das ist ja die "frohe Botschaft", dass in Jesus die herrliche Gnade Gottes unter uns Sündern erschienen ist.
  Aber hier in unserem Textwort ist die ganze Sache umgedreht und auf den Kopf gestellt.  Da steht nicht: "Menschen fanden bei ihm Gnade!"  Sondern: "Er, Jesus, der Gottessohn, fand Gnade bei den Menschen!"
  Das ist unerhört!  Das kommt uns ja beinahe wie eine Gotteslästerung vor.  Hat denn Jesus Christus das nötig, dass Menschen ihm gnädig sind?!  Und - übrigens - es ist ja nicht weit her mit der Gnade der Menschen, die sie dem Sohne Gottes schenken.  Am Ende haben sie ihn ja gnadenlos gekreuzigt.  Und bis Heute sind die Menschen im Grunde sehr ungnädig gegen den Heiland.
  Also - was soll das denn heißen: "Jesus fand Gnade bei den Menschen"?
So klein macht sich der Sohn Gottes, so gering wird er, dass er geradezu um Gnade bei uns bettelt; dass er froh wird, wenn er Gnade bei uns findet.  So niedrig wird er - so zieht er "Knechtsgestalt" an, dass er bittet, wir möchten ihn doch gnädig aufnehmen.
  Nein!  Nötig hat er das nicht!  Er braucht uns nicht!  Aber weil er uns liebt und weil er weiß, wie nötig wir ihn haben, darum bittet er uns, wir möchten doch soviel Wohlgefallen an ihm haben, dass wir ihn aufnehmen.
  Wir sollten das Wunder der Gering-Werdung Gottes und die Liebe Jesu in diesem Textwort erkennen!  "Wie viele ihn aber aufnahmen,", sagt die Bibel, "denen gab er Macht, Gottes Kinder zu werden."

 Herr! Wir wollen Deine Niedrigkeit nicht verachten, sondern anbeten.  Amen. 
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch
"Der Teufel führte Jesus auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt ... und sprach:  Alle diese Macht will ich dir geben ... So du willst mich anbeten ..."  (Lukas 4, 5-7)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Es ist erstaunlich, wie selbstverständlich die Bibel vom Teufel redet!  Sie spricht von ihm, als gehöre er zur Wirklichkeit wie die Sonne oder die Luft.
  "Es gibt doch keinen Teufel!"  lächelt der moderne Mensch.  Wirklich?!  Ist der Teufel eine Einbildung oder eine Vorstellung vergangener Zeiten?
  Unser Herz sagt es anders.  Und im Grunde verstehen wir die Qual, die aus einem alten persischen Lied spricht, das die unheimliche Macht des Teufels über unsere Seelen schildert:
  "Der Menschen Herz regierst nur du / ... Vom Mutterschoße, der uns trug.  / Bis zum letzten Atemzug / Lenkst du der Menschen Bahn. / Dein ist des letzten Sündleins Pein ..."
  Aber nun kommt es der Bibel gar nicht darauf an, den Teufel zu predigen.  Sie setzt ihn nur in ihrem Wirklichkeitssinn als gegeben voraus.  Es kommt ihr vielmehr darauf an zu verkündigen: "Der Sohn Gottes ist gekommen, dass er die Werke des Teufels zerstöre."  Dies Zerstören begann, als Jesus dort auf dem Berge die Absage erteilte.
  Das will die Bibel sagen:  Bei Jesus ist Freiheit von der Macht der Finsternis.  Darum rühmen die Leute, die an Jesus glauben, mit den Worten des Apostels Paulus: "Gott hat uns gerettet von der Obrigkeit der Finsternis und versetzt in das Reich seines lieben Sohnes."

 Herr Jesus!  Sei Du unser Herr!  Lass uns glauben, dass der Teufel uns nichts mehr zu sagen hat!  Amen. 
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag
"Das alles will ich dir geben, so du niederfällst und mich anbetest."  Matthäus 4,9)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Wenn am Samstag die Zeitung gebracht wird, bekomme ich jedes Mal eine kleinen Schreck: "Das alles soll ich lesen?"  Denn die Samstag-Ausgabe ist dick wie ein Lexikon.
  Aber dann stellt es sich heraus: Die meisten Seiten enthalten nur Offerten. Da werden Autos, Kurorte, Textilien, offene Stellen und was es nur gibt angeboten.
  Der Handel gehört zum bunten Menschenleben.
Darum ist es nicht verwunderlich, dass sogar die Bibel einen Handelsteil hat.  Sie berichtet von einer Offerte, die der Teufel dem Sohne Gottes macht, als der sich anschickte, den Weg zum Kreuz einzuschlagen.
  Von einem Berge zeigte der Teufel dem Herrn Jesus alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und bot ihm an:  "Dies alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest."
  Die Weltherrschaft - nein, die will Jesus gar nicht.  Jesus will nicht groß werden.  Er will niedrig werden, damit er uns groß machen kann.  Der Teufel will ihn reich machen.  Er aber will arm werden, damit wir durch seine Armut reich werden.  Der Teufel will ihn mächtig machen.  Aber er will machtlos sein am Kreuz, damit wir Macht bekommen, Gottes Kinder zu werden.
  So wurde Satans Offerte abgewiesen.  Der Handel kam nicht zustande!
Gott sei Dank, dass das geschah.  Denn die Verkauften wären wir gewesen.  Nun aber dürfen wir seine Erkauften sein.  

 Herr!  Wir danken Dir, dass Du uns nicht verkauft, sondern für Gott erkauft hast!  Amen. 
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"Sie haben nicht Wein."  (Johannes 2, 3)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Man darf´s dem Heiland sagen!
Das müssen wir wissen in den vielen Alltagsnöten, mit denen wir uns herumschlagen müssen:  Man darf´s dem Heiland sagen.
  In dem kleinen Dorf Kana war eine Hochzeit.  Und dabei ging dem armen Leuten der Wein aus.  Kann diese kleine Verlegenheit wirklich den Sohn Gottes interessieren?
  Ja, er nimmt sie aufs Herz und hilft.  Diese schöne Geschichte ist wirklich zum Verwundern:  Da tritt der Sohn Gottes seinen Weg in die Welt an.  Er will die Schuld der ganzen Welt ertragen.  Er will den Tod überwinden.  Und diesen Weg beginnt er so, dass er bei einer Kleine-Leute-Hochzeit aus der Verlegenheit hilft.
  Deutlicher kann es uns nicht gesagt werden:  Jesus ist ein Heiland auch für die kleinen Alltagsnöte.  Wir wollen es doch ruhig zugeben:  Unser Leben setzt sich zum gräßten Teil aus kleinen Schwierigkeiten zusammen.  Wer wandelt denn schon immer auf den Höhen der Menschheit!  Und auch ein solcher Wanderer fällt höchst unsanft auf den Boden, wenn er Zahnschmerzen hat.  O, diese lumpigen Alltagsnöte! ...
  Man darf´s dem Heiland sagen!  Das ist so tröstlich!
Ich vergesse nicht, wie eins meiner Kinder sich einst zu Weihnachten eine Wecker wünschte.  Und es bekam so einen richtigen Küchenwecker.  Wie war die Kleine glücklich!  Sie ließ ihn unentweg rasseln.
  Aber auf einmal wurde es still.  Da stand das Kind, tränenübersträmt, und hielt mir den Wecker hin.  Er war kaputt.  Ich kann die Geste nicht vergessen, wie das Kind den Wecker hinhielt:  in großem Jammer und doch mit ganz großem Vertrauen.
  So dürfen wir dem Heiland unsere "kaputten Wecker" und "leeren Weingefäße" hinhalten.

 Herr Jesus!  Dir sei Dank, dass wir es dürfen!  Amen. 
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Samstag
"Eines Hauptmanns Knecht lag todkrank, den er wert hielt.
(Lukas 7, 2)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Hier erlebt ein Mann die Grenzen seiner Macht.  Das ist eine bittere Sache!  
  Der Mann war Offizier in der gewaltigen Armee Roms.  Als Besatzungsoffizier hatter er große Macht.  Sicher haben ihn viele beneidet.  Denn der Wunsch nach Macht ist tief im Menschen verwurzelt.
Sicher hatter der Hauptmann Freude an der Macht.  In einem späteren Wort kommt das für einen Augenblick zum Ausdruck: "Ich habe auch Untergebene, die mir aufs Wort gehorchen."  In diesem Zusammenhang aber sagt er weiter: "Auch ich bin der Obrigkeit untertan."  Und da spürt man, wie er sich leise an die Grenzen seiner Macht getrieben hat.
  Nun aber ist er an die wirklich und furchtbare Grenze aller Menschenmacht gekommen:  Der Tod hält Einzug in seinem Haus.  Der Tod!  Hier hat alle Macht ein Ende.
  Der Bibelkenner denkt hier an einen anderen Bibelvers, in dem auch von den Grenzen der Macht die Rede ist.  Im Römerbrief heißt es: "Das Gute, das ich will, das tue ich nicht;  sondern das Böse, das ich nicht will, das tue ich."
  Wie nimmt uns doch die Bibel alle Illusionen!  Sie zeigt uns unsere Grenzen am Tod und an der Ohnmacht unseres bösen  Herzens.
  Wenn wir es doch aufgeben wollten, uns gegen diese harte Erkenntnis zu wehren!  Mit vollem Bewusstsein wollen wir unsere Grenzen sehen.  Das treibt uns dann - wie den Hauptmann in unserem Textwort - zu dem, "dem alle Gewalt gegeben ist im Himmel und auf Erden", zu Jesus.

 Herr! Du kannst uns über unsere Grenzen hinüberfürhren, über den Tod zum Leben, über Sündenknechtschaft zur Freiheit der Gotteskinder!   Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag
"Da sandte der Hauptmann die Ältesten zu Jesus und bat ihn, dass er käme und seinen Knecht gesund machte.  Da sie zu Jesus kamen, baten sie ihn mit Fleiß:  Er ist es wert, dass du ihm das erzeigest; denn er hat unser Volk lieb, und die Schule hat er uns gebaut.
(Lukas 7, 3-5)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)

  Man wird beschämt, wenn man das liest.
Dieser Hauptmann war ein Heide.  Aber an Liebe und Barmherzigkeit übertrifft er uns Christen weit.
  Kapernaum war die wichtigste Stadt in Galiläa.  Und dort in Galiläa lebten Menschen, denen die Herrschaft Roms unsagbar verhasst war.  Sie litten unter der Schmach, dass Gottes Volk den heidnischen, gewalttätigen Römern unterworfen war.  Dort in Galiläa schwelte der Hass.
  Es war sicher kein Kinderspiel, in Kapernaum Chef der Besatzungstruppe zu sein.
  Und nun seht diesen Hauptmann!  Als er die Ältesten der Stadt bittet, bei Jesus für ihn einzutreten, tun sie das mit Freuden.  "Er ist es wert ..., unser Versammlungshaus hat er uns geschenkt."  Auf einmal kommt es zu Tage, wie hier ein Mann den stillen Hass überwunden hat - durch Barmherzigkeit und Liebe.
  Und wird das barmherzige Herz dieses Offiziers nicht schon darin offenbar, dass er sich um einen kranken Knecht soviel Mühe macht, ja, dass er sich seinetwegen Demütigungen unterwirft?!
  Wenn ein Heide schon so sein kann, wie viel mehr sollten Christen die Welt durch Liebe verwandeln!
  Wie viel mehr sollten Christen den Hass in der Welt durch Liebe besiegen, die doch einen Herrn haben, der für seine Feinde gestorben ist!

 Herr! Vergib uns unsere Lieblosigkeit und Herzenskälte!  Mache uns durch Deine Liebe zu Weltüberwindern!  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Montag

"Da sandte der Hauptmann Freunde zu Jesus und ließ ihm sagen: Ach Herr, bemühe dich nicht; ich bin nicht wert, dass du unter mein Dach gehest ..., sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund.
(Lukas 7, 6-7)

(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Das war ein aufregender Augenblick im Hause des römischen Offiziers!
Ich stelle mir die Situation so vor:  Ein Bote kommt und berichtet atemlos:  "Du hast doch die Ältesten zu Jesus gesandt, damit sie für deinen kranken Knecht bitten sollen.  Nun, sie haben es großartig gemacht!  Sie haben auf deine Verdienste hingewiesen, und dann haben sie gesagt, du seiest es wert, dass, ..."
  Der Hauptmann unterbricht:  "Was haben sie gesagt?  Ich sei es wert, dass Jesus meinem Knecht helfe?"  "Genau so!" bestätigte der Bote.
  Da wird der Hauptmann bleich und wendet sich an einige Freunde, die gerade da sind: "Lauft!  Eilt zu Jesus und sagt ihm, ich sei nicht wert, dass er selbst zu mir komme!"
  "Ich bin nicht wert ..."
Die Ältesten der Stadt sagten: "Er ist ein wertvoller Mann!"  Und hätten wir die Vorgesetzten des Hauptmanns gefragt, so hätten sie ebenfalls versichert: "Er ist ein sehr wertvoller Offizier."
  Aber der Hauptmann sagt von sich: "Ich bin nicht wert ..."  So kann nur ein Mann sprechen, der sich im Lichte Gottes gesehen hat.  So spricht ein Mensch, der nicht davon redet, was er über Gott denkt, sondern der fragt:  "Was denkt Gott über mich?"
  So sollten wir fragen.  Die Antwort steht in der Bibel:  Wir haben nichts zu rühmen vor Gott: "Wir sind allzumal Sünder."
  Wer so weit gekommen ist, den treibt es zu Jesus, dem Gekreuzigten, dem Erretter der Sünder.

 Herr!  Zeige uns unser Herz!  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Dienstag

"Sprich ein Wort, so wird mein Knecht gesund.
(Lukas 7, 7)

(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
    Gewiss war der römische Besatzungsoffizier aus dem Standort Kapernaum nicht sehr "religiös".  In Rom kannte man viele Götter.  Und man nahm sie alle nicht mehr sehr ernst.  Außerdem:  Solch ein Offizier kam in viele Länder und sah viele Tempel.  Da wird man skeptisch.  Es gab wohl nur einen einzigen Gott, dem der Offizier opferte:  das war er römische Kaiser, der sich zum Gott erklärt hatte.
  Nein, "religiös" war dieser Hauptmann sicher nicht.  Aber er hatte angefangen, nach der Wirklichkeit zu fragen.  Und da war er auf den Gott Israels gestoßen - den wirklichen, lebendigen Gott.  Darum war es wohl keine leere Geste.  dass dieser Hauptmann der Gemeinde in Kapernaum ein Versammlungshaus bauen ließ.  "Die Schule hat er uns gebaut", rühmten die Ältesten der Stadt.
  Wie manches Mal mag dieser ernste Mann gefragt haben:  "Gott wo bist du?  Gib dich zu erkennen!"
  In dies Fragen hinein hörte er von Jesus.  Während rings um ihn die Menschen über Jesus diskutieren, geht ihm die Erkenntnis auf: "In Jesus ist der unbekannte Gott zu uns gekommen."  Der Hauptmann glaubt:  "Gott ist in Christo."  Mit dieser Erkenntnis kommt Licht in das Herz.
  Nun traut der Offizier dem Herrn Jesus alle Macht Gottes zu.  Aber damit begnügt er sich nicht.  Er nimmt bittend diese Macht für sich in Anspruch.  Darüber freut sich Jesus.  Denn er ist gekommen zu helfen.  In der Weihnachtsbotschaft nennt der Engel in "sotär" = Retter.  Luther übersetzt


 Herr! Wir sind ohnmächtig!  Du hast alle Macht!  Wir sind arm.  Du bist reich!  Wir danken Dir, dass Du für uns da sein willst!  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Mittwoch

"Es geschah aber, da Jesus nahe an Jericho kam.
(Lukas 18, 35)

(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
    Jericho hat viel erlebt!
Vor Urzeiten hatten die Kanaaniter es erbaut und eine uneinnehmbare Festung daraus gemacht.  Aber als Gottes Volk vor die Stadt kam, stürzte der Herr die Mauern um.  Die Stadt war mit ihrem entsetzlichen Heidentum und ihren schmutzigen Sünden reif geworden für Gottes Gericht.  Über die rauchenden Trümmer rief der Feldherr über Israels Heer, Josua, ein furchtbares Wort:  "Verflucht sei der Mann vor dem Herrn, der sich aufmacht und diese Stadt Jericho wieder baut.  Wenn er ihren Grund legt, das koste ihn seinen ersten Sohn; und wenn er ihre Tore setzt, das koste ihn seinen jüngsten Sohn."
  Mehr als 4 Jahrhunderte später wagte Hiel von Beth-El, diesem Fluch zu trotzen.  Seine Söhne starben, als er Jericho wieder aufbaute.
  Welch düsterer Schatten lag über der Stadt!  Als Jesus in einem Gleichnis von unbarmherzigen Räubern sprach, verlegte er den Schauplatz der dunklen Tat in die Gegend von Jericho.
  So ist Jericho ein Bild der Welt.  Verflucht und belastet mit alter und immer neuer Schuld.
  Und zu dieser Stadt Jericho kommt nun Jesus.  In die unheimliche Atmosphäre begibt sich der Hohepriester, der am Kreuz alle alte Schuld wegträgt und Frieden macht mit Gott.  Werden die Menschen in der Stadt begreifen, was geschieht?
  Wir wollen es gleich vorwegnehmen:  Nur ein blinder Bettler und ein  reichgewordener Betrüger begriffen die Gnadenstunde.  Sollen wir sagen: "Wie traurig!"?  Freuen wir uns lieber, dass doch zwei ihn aufnahmen!  Und sorgen wir dafür, dass wir bei den zweien stehen!

 Herr! "Lass Deine Todespein / An mir nicht verloren sein!"  Amen. 
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag

"Da Jesus nahe an Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte." (Lukas 18, 35)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Welch ein Kontrast!
Es ist unerhört, wie dieser eine Vers der Bibel uns die gräßten Gegensätze vor Augen stellt.
  Da ist auf der einen Seite Jesus.  Der Jesus, von dem der Apostel Johannes bezeugt: "Wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit, als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit."  Da ist der Jesus, über den Gott selbst das Zeugnis ablegte: "Das ist mein lieber Sohn, den sollt ihr hören!"
 Da ist Jesus, der den Sturm gebot, dass er stille wurde; der Jesus, der den Lazarus mit machtvollem Wort aus dem Grabe rief; der Jesus, der seine Feinde fragen konnte: "Wer von euch kann mich einer Sünde zeihen?"
  Und diesem Herrn gegenüber sitzt im Staube der Straße das personifizierte Elend: Ein Bettler, der sich kümmerlich durchbringt mit den Pfennigen, die man widerwillig in seinen Bettlerlöffel wirft.  Blind ist er!  Unendliche Nacht umgibt ihn.  Wie viel Verzweiflung, Bitterkeit und Verzagtheit mögen ihn erfüllt haben!
  In diesem Bettler hat die gefallene Welt Gestalt gewonnen; die Welt, die von dem Sündenfall bestimmt ist.  Eine verlorene Welt!
  Aber die zwei stehen sich nicht nur gegenüber.  Es hat einmal einer gesagt:  "Jesus hat einen Zug zum Elend."  Dasselbe sagte David: "Der Herr ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, und heilt die, so ein zerschlagenes Gemüt haben."
  Wenn es so steht, tun wir ja gut, alles Elend unseres Lebens, das offenbare und das heimliche, vor Jesus auszubreiten.
  Denn er begegnet auch uns.  

 "Du kommst ins Elend zu mir / Wie soll ich immer danken Dir!   Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Freitag

"Da der blinde Bettler hörte das Volk, das vorrüberging, forschte er, was das wäre." (Lukas 18, 36)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Wie gut können wir diesen Mann verstehen!  Er wollte etwas mitbekommen vom Leben.  Er wollte teilhaben an dem, was die Vielen umtreibt.
  Wer will das nicht!
Wir haben ein großes Verlangen nach dem Leben.  Und wenn wir sehen, dass vieles sich zu einer Sache drängen, dann wollen wir dabei sein.  Dies Verlangen, überall, "dabei" zu sein, hat manchen jungen Menschen in zeitliches und ewiges Verderben geführt.
  Da saß also dieser blinde Bettler an der Straße nach Jericho.  Eines Tages hörte er eine große Volksmenge daherkommen.  Sofort fing er an zu rufen und fragen: "Was ist da los?"
  Man spürt geradezu sein Verlangen, am Leben teilzuhaben.  Und er ahnt nicht, dass in dieser Volksmenge der Eine, Herrliche ist, der von sich sagen kann: "Ich bin das Leben."  Das wirkliche Leben!  Jesus, den Heiland!
  Da ist die große Frage für uns, ob wir bei dem Suchen nach dem Leben wirklich auf Jesus stoßen, der von sich gesagt hat: "Ich bin gekommen, dass die Menschen das Leben haben sollen."  Oder ob wir hängen bleiben bei dem, was die Welt "Leben" nennt und was doch den Hauch des Todes in sich trägt.
  In dem Bettler, der "auch etwas vom Leben haben wollte",  verkörpert sich geleichsam die ganze Menschheit.  Möchten wir doch wie der Blinde erfahren, dass "etwas vom Leben"  zuwenig ist.  Wir dürfen "das Leben" haben - in Jesus Christus.

 Herr!  Bewahre uns, dass wir nicht am Leben vorbeileben!   Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Sonntag

"Der blinde aber rief:  Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich mein!  Die aber vornean gingen, bedrohten ihn, er solle schweigen.  Er aber schrie viel mehr ..." (Lukas 18, 38-39)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Es war schon schlimm!
 Da liefen die Leute mit dem Herrn Jesus und - benahmen sich so abscheulich gegen den armen blinden Bettler.
  Mann kann das verstehen:  Da waren sie von weither gekommen, um Jesus zu hören.  Aber man vernahm ja nicht ein Wort, wenn der Kerl da so brüllte.
  Ja, verstehen kann man es schon, dass auch Jesus-Jünger oft erbärmlich handeln.  Aber traurig ist es doch!
  Nun müsste man eigentlich annehmen, dass die Geschichte so weiterginge: Als der Blinde merkte, wie übel die Nachfolger Jesu sich verhielten, wurde er still und murmelte enttäuscht:  "Wenn die Jesus-Leute so sind, dann will ich von Jesus und seiner ganzen Sache nichts mehr wissen.  Schluss damit!"
  Aber das ist wundervoll - so geht die Geschichte nicht weiter.  Durch die Enttäuschung an den Nachfolgern Jesu ließ der Blinde sich nicht abhalten, Jesus weiter anzurufen.
  Kürzlich las man von einem indischen Christen, der als Student nach Deutschland kam.  Der hatte dem Christentum abgesagt, weil die Christen ihn so tief enttäuschten.  Das ist eine traurige Sache!  Und sehr beschämend für die Christenheit.
  Aber täricht hat dieser Inder doch gehandelt.  Er hätte von dem blinden Bettler lernen sollen.
  Wenn Jesus der Erlöser ist - und er ist es! -, dann muss ich seiner Erlösung teilhaftig werden, auch wenn die ganze sogenannte Christenheit sich als unerlöst zeigt.  Es geht um ihn, um Jesus allein!

 Herr!  Gib, dass nichts und niemand uns aufhalten kann, Dir anzugehören!  Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Montag

"Die aber vornean gingen, bedrohten ihn, er solle schweigen.  Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein!" (Lukas 18, 39)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Wir werden nicht ohne weiteres geneigt sein, einen Bettler als Vorbild und Lehrmeister anzukennen.  Aber mit dem blinden Mann unserer Textgeschichte dürfen wir eine Ausnahme machen.  Von dem können wir etwas lernen!
  Tag für Tag saß er an der Straße.  Eines Tages kam Jesus vorbei, umgeben von einem Haufen Volks.  Der Blinde glaubte an Jesus; er glaubte, dass Jesus Gottes Sohn und der Heiland sei.  So fing er an, nach Jesus zu rufen.
  Die Leute, die Jesu Worte hören wollten, wurden dadurch gestört.  Darum schrien sie dem Bettler zu, er solle schweigen.
  Aber der Mann ließ sich nicht einschüchtern.  Er rief und schrie beharrlich: "Jesus, erbarme dich mein!"
  Jetzt wurden die Leute böse und bedrohten ihn.  Das wurde eine ungemütliche Situation für den blinden Bettler.  Es ist unheimlich, wenn ma
n als einzelner von einer Volksmenge bedroht wird.  
  So ist das bis zum heutigen Tag.  Wenn ein Menschenherz begreift, dass Jesus, der Sohn Gottes, der einzige wirkliche Helfer und Erlöser ist, und nun zu ihm schreit und ruft, dann bietet der Teufel alles auf, um solch ein Herz zur Ruhe zu bringen.  Da heißt es;  "Du wirst überspannt!"  Oder die Vernunft droht: "Du wirst doch nur Enttäuschung erleben."
  Da kommen Stimmen von außen und innen, die das Herz zum Schweigen bringen wollen.
  Der blinde Bettler ließ sich nicht verwirren.  Er rief, bis Jesus ihm antwortete.  Es ist nicht gut,  wenn man mit dem Kopf durch die Wand will.  Aber in diesem Fall geht es nicht anders.

 Herr Jesus!  Gib auch uns solch ein Verlangen nach Dir!   Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag

"Jesus aber stand still." (Lukas 18, 40)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Eine einzige Erfahrung kann viele Theorien über den Haufen werfen.
Wie viel ist  doch geschrieben und geredet worden über das Beten.  In dem 34. Psalm setzt der König David allen Theorien seine Erfahrung entgegen:  "Da dieser Elend rief, hörte der Herr."  So hat er es erlebt.  Und so haben es in allen Jahrhunderten unzählige Beter erfahren.
  So hat es auch jener blinde Bettler erlebt, der einst vor dem Tor von Jericho an der Straße saß.  Eines Tages kam der Herr Jesus vorbei.  Sofort fing der Bettler an zu schreien und zu rufen:  "Jesus, du Heiland, erbarme dich mein!"  
  Es wäre nicht sehr verwunderlich gewesen, wenn Jesus einfach weitergegangen wäre.  Denn er war in jener Stunde umgeben von einer großen Volksmenge.  Da waren viele, die ihn etwas fragen wollten.  Und kamen andere, die ihm ihre Bitten vortragen wollten.  Und die meisten wollten ihn sehen und hören.  Konnte Jesus sich denn in diesem Augenblick aufhalten lassen von dem Bettler, der heiser vom Straßenrand her schrie?!
  Wahrscheinlich waren in der großen Menge um Jesus auch sehr einflussreiche Leute.  War es denn für Jesu Pläne nicht besser,  wenn er sich denen widmete, statt auf den armseligen Bettler zu hören?
  Aber nein!  Hier steht:  "Jesus stand still und hieß ihn zu sich führen."  Da ist einer, der nach ihm ruft.  Nun bleibt Jesus stehen.
  Das ist doch eine herrliche Verheißung für uns.  Wir dürfen beten!  Wir dürfen zu ihm schreien!  Er hört uns!  Er bleibt bei dem Elenden stehen.  Es ruft keiner vergeblich.  Das wir doch zu jenen gehörten, die auch mit bekennen können:  "Da dieser Elende rief, hörte der Herr!"

 Herr!  Wir danken Dir für Dein offenes Ohr!  Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
  
Mittwoch

"Jesus aber stand still." (Lukas 18, 40)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Das ist schwer zu begreifen!
Wenn wir etwas Wichtiges vorhaben, dann lassen wir uns nicht gern aufhalten.  Wenn eine Hausfrau Gäste erwartet und in den Vorbereitungen steckt, wird sie ärgerlich, wenn ein Hausierer ihr eine lange Geschichte erzählen will.
  Und wenn der Herr Direktor zu einer wichtigen Sitzung eilt und unterwegs von einem unwichtigen Menschen angehalten wird, dann heißt´s:  "Lieber Mann!  Jetzt habe ich keine Zeit!"
  In unserer Textgeschichte sehen wir den Herrn Jesus auf dem Weg zu dem allerwichtigsten Werk, das in der Welt je geschehen ist:  Er ist auf der Straße, die nach Golgotha führt. dort will er die "Sünden der Welt wegtragen".  Dort will er die Hölle und den Tod besiegen.  Dort will er Frieden machen zwischen Gott und Mensch.  Er will eine Tat tun, die alle Menschen zu allen Zeiten und auf allen Kontinenten angeht.
  Und auf diesem Weg wird er von einem Bettler aufgehalten.  Der sitzt an der Straße und schreit nach ihm.
  "Jesus aber stand still."  Da möchte man sich ja einmischen:  "Herr Jesus!  Du kannst dich doch auf dem Wege zur Erlösung der Welt nicht aufhalten lassen durch diesen Kerl!"  Und wenn wir an Jesu Stelle gewesen wären, hätten wir gesagt: Lieber Mann!  Wenden Sie sich an das Wohlfahrtsamt!"
  "Jesus aber stand still."  Man muss fragen:  "Warum tut er das?  Die Antwort finden wir in der Bibel: "Du wirst wert geachtet von meinen Augen."  
  So viel ist unserem Heiland und Erlöser ein einziger, armer Mensch wert! So viel!

 Herr! Dir danken wir, dass auch wir wert geachtet sind von Dir.  Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
   
Donnerstag

"... und hieß den Blinden zu sich führen.  Da sie ihn aber nahe zu ihm brachten ..." (Lukas 18, 40)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Man sieht es geradezu vor sich, wie die Leute dem blinden Bettler aufhelfen aus dem Straßengraben und wie sie ihn nun mit liebender Sorgfalt zum Herrn Jesus führen.
  Das sind dieselben Leute, von denen es vorher heißt: "Sie bedrohten ihn, er sollte schweigen."  Der Blinde war nämlich den Leuten auf die Nerven gefallen, weil er so unablässig und laut schrie:  "Jesus!  Erbarme dich mein!"
  Eben noch war da eine wilde bedrohende Schar.  Und im nächsten Augenblick sind sie freundliche Krankenpfleger, die den Blinden zum Arzt bringen.
  Welch eine Verwandlung!  Wie ist denn so etwas möglich?
 Nun, wir können auch schnelle Verwandlungen erleben.  Ich habe gesehen, wie in einem Hotel ein ruppiger Hausbursche die Freundlichkeit selber wurde, als er ein großes Trinkgeld sah.  Und ich habe gesehen, wie ein unfreundlicher Beamter auf einmal liebenswürdig wurde, als er einen hohen Vorgesetzten erblickte.
  Aber so etwas lag ja in unsere Geschichte nicht vor.  Es ging um einen armen Bettler.  Und doch wurden böse Leute auf einmal barmherzig.
  Wie ging das zu?
Als sie drohend vor dem blinden Bettler standen, war Jesus dazwischengetreten.  Jesus verwandelt Situationen.  Wo er hinkommt, hören Zorn und Drohungen auf.  Wo er Gewalt gewinnt über Herzen, werden sie voll Liebe und Barmherzigkeit.  So war es damals, und so ist es noch Heute.
  Hass, Drohungen, Unfreundlichkeit und Herzenskälte sind "Werke Satans"!  Jesus aber ist gekommen, dass er die "Werke Satans zerstörte".

 Herr! Richte auch in unserem Leben Dein Friedens- und Liebesreich. Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Freitag

"Da sie den Blinden aber nahe zu Jesus brachten ..." (Lukas 18, 40)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Das ist ein schönes Geschäft: Menschen zu Jesus führen!
Wir sind so geschickt, andere zu verführen.  Es ist unheimlich, wie einer dem anderen Mut macht, auf dem Weg der Sünde und des Unglaubens zu gehen.
  Wie anders geht es hier zu!  Da sind Menschen, deren Namen wir gar nicht kennen, geschäftig, einen armen, blinden Bettler zu Jesus zu führen.
  Das ist für einen Christen das lieblichste Geschäft.
Der Graf Zinzendorf war der erste, der Missionare in die weite Welt sandte, damit der Name Jesus bekannt würde.  Sein Herz brannte - so drückte er es aus -, "dem Lamme Seelen zuzufürhren."  Als es bei ihm zum Sterben kam, sagte er voll Freude zu seinen Freunden in der barocken Sprache seiner Zeit: "Welch eine formidable Karawane aus unserer Ökonomie steht jetzt schon vor dem Thron des Lammes."
  Wir sollten uns nicht aufhalten an der Sprache, die unsere Zeit nicht mehr gut versteht.  Wir sollten vielmehr fragen:  "Ist aus unserer Ökonomie wohl schon ein einziger Mensch dem Herrn Jesus zugeführt worden?"
  Ein einziger Mensch?
Man sagt so schnell: "Welch ein Irrtum!  Die ersten Christen, von denen die Bibel berichtet, haben es besser gewusst.  Wegen einer harten Verfolgung mussten sie aus Jerusalem fliehen.  Weiter erzählt die Bibel von ihnen:  "Die nun zerstreut waren, predigten das Wort."  Das waren unbekannte Leute, einfache Christen, denen das Herz brannte über dem Heil Gottes in Jesus Christus.

 Herr! Vergib Deiner Christenheit ihre Trägheit, und mache uns zu deinen Zeugen!  Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)
 
Samstag

"Jesus frage den Blinden und sprach: Was willst du, dass ich dir tun soll?" (Lukas 18, 40-41)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Ein Mann hat einen Wunsch frei!
In solch eine Lage möchten wir gern auch einmal kommen.  Was würden wir uns denn wünschen?  Wir werden viel über uns selber verraten, wenn wir darauf Antwort geben.
  "Was willst du, dass ich dir tun soll?"  fragte der Herr Jesus den Blinden, der jahraus, jahrein an der Landstraße saß und Pfennige erbettelte, um sein armseliges Leben zu fristen.
  Wenn der Mann gering von Jesus gedacht hätte, dann hätte er geantwortet: "Herr!  Es kommt selten vor, dass so viele Leute auf einmal hier vorbeikommen.  Lass mich doch jetzt kassieren.  Und wenn du ein empfehlendes Wort dazu sagst, dann wird mir sehr geholfen."
  Wenn der Blinde so gesagt hätte, hätte er sich entlarvt.  Dann hätte er gezeigt, dass er ist wie die meisten Leute: bedacht auf schnellen materiellen Vorteil.
  Nun, er hat um etwas anderes gebeten.  Und damit erinnert er uns an eine ähnliche Geschichte im Alten Testament.  Da wurde ein junger Mann, der König Salomo, von Gott gefragt, was er sich wünsche.
  Der Salomo wünschte sich ein weites und gehorsames Herz, dass sein Leben Gott wohlgefalle.  Darauf hat ihn Gott geantwortet: "Weil du solches bittest und bittest nicht ... um Reichtum noch um das Leben deiner Feinde ..., so habe ich getan nach deinem Willen."
  Unsere Wünsche verraten uns.  Was wünschen wir in den Tiefen unseres Herzens?  Wir sollten uns das Größte wünschen; den Heiligen Geist, der uns den Herrn Jesus erkennen lässt, der uns glauben lehrt und uns neu macht.

 Herr! Läutere uns!  Mache unser Herz weit für Deine Gaben! Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Sonntag

"Jesus frage den Blinden und sprach: Was willst du, dass ich dir tun soll?  Der Blinde sprach: Herr, dass ich sehen möge" (Lukas 18, 40-41)

(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Das heißt beten: dem Herrn klagen, was man will.
Wir haben eine Menge Wünsche, die wir dem Herrn nicht sagen.  Und wir tun recht daran.  Wir wissen ganz genau, dass diese Wünsche nicht nach seinem Willen sind.
  Unsere Wünsche und unser Verlangen werden gewissermaßen schon sortiert, wenn wir uns überlegen, ob wir sie dem Herrn im Gebet vortragen dürfen.  Böse, unreine und selbstsüchtige Wünsche werden wir selbst nicht für geeignet dafür halten.  Die werden also aus unseren Gebeten ausgeschieden.  Und wir werden guttun, sie auch aus unserm Leben auszuscheiden.  Solche ungeeigneten und bösen Wünsche wollen wir unter das Kreuz Jesu bringen.  Wir wollen sie als Sünde bekennen und den Herrn Jesus bitten, er möge sie in sein Sterben mit hineinnehmen.
  Aber alles andere dürfen wir dem Herrn klar und bestimmt im Gebet vortragen.  Er wird dann wiederum unsere Wünsche und Bitten sortieren und still das beiseite legen, was nicht nach seinem Willen ist und was uns schädlich wäre.
  "Herr, dass ich sehen möge", betete der blinde Bettler, der vor den Toren der Stadt Jericho dem Herrn Jesus begegnete.
  Der Blinde redete nicht hin und her.  Er machte nicht viele Worte.  Kurz und klar brachte er seine Bitte vor.
  Es war ein sehr großer Wunsch.  Aber die Größe der Bitte zeigt uns die Größe und Macht Jesu.
  Der blinde Bettler betete ja nicht ins Ungewisse zu einem unbekannten Gott.  Er hatte erkannt und glaubte, dass Gott in Jesus zu uns gekommen ist.  Nun konnte er im Glauben und voll Vertrauen bitten.

 Herr!  Lehre uns recht beten! Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Montag

"Jesus sprach zu dem Blinden: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen.  (Lukas 18, 42)

(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Der Herr Jesus spricht hier sehr merkwürdig!
Da war ein Blinder Bettler an der Straße nach Jericho.  Als der hörte, dass Jesus vorüberkam, schrie er unentwegt: "Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!"
  Jesus rief den Blinden zu sich und heilte ihn.  Dabei sagte er das merkwürdige Wort: "Dein Glaube hat dir geholfen."
  Wenn man den Bettler später fragte: "Wer hat dir geholfen?", antwortet er gewiss: "Jesus hat mir geholfen!"
  Jesus aber sagt: "Dein Glaube hat dir geholfen!"  Das ist doch merkwürdig gesprochen!
  Der Herr Jesus will hier offenbar den Glauben des Blinden ehren.  So wichtig ist der rechte Glaube!
  Wir lesen nirgendwo, dass der Herr Jesus die guten und frommen Werke der Pharisäer gelobt hat.  Aber den Glauben des Bettlers erkannte er mit bedeutungsvollen Worten an.  So wichtig ist der rechte Glaube!
  Wie sah denn der Glaube des blinden Mannes aus?  Oder - so können wir fragen - wie sieht ein Gott-wohlgefälliger Glaube aus?
  Der Blinde hatte die rechte Erkenntnis über Jesus.  Er bekannte: Dieser ist der verheißene Heiland, der Sohn Gottes, Mensch geworden aus dem Stamme Davids.
  Die Bibel sagt immer wieder, dass sehr viel abhängt von der Erkenntnis Jesu Christi.  Aber die Erkenntnis allein kann auch toter Besitz sein.  Der Blinde hatte mehr: Er gab sich in völligem Vertrauen in Jesu Hände.
  Das ist der rettende Glaube: Jesus als den Heiland und Sohn Gottes erkennen und sich ihm völlig anvertrauen.  Dieser Glaube rettet sogar von der Hölle.

 Herr!  Wir glauben!  Hilf unserem Unglauben!  Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Dienstag

"Und Jesus sprach zu dem Blinden: Sei sehend! ... Und alsbald ward er sehend ...  (Lukas 18, 42-43)

(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Es war ein armer Mensch, der dort bei Jericho an der Landstraße saß!  Und obendrein ein Bettler.
  Wir gleichen sehr diesem armen Menschen.
Denn wir sind auch Bettler.  Unabhässig betteln wir die Welt an, sie möge uns doch ein wenig Freude geben.  Und Trost soll sie uns geben.
  Aber die Welt ist ja selber so arm.  Wie sollte sie uns Trost und Freude geben können!  So bleiben auch die reichsten Leute arme Schlucker, solange Jesus nicht in ihr Leben gekommen ist.  Der erlöst uns aus dem Bettlerdasein.  Denn er gibt uns, was unsere Seele braucht an Trost, Freude, Frieden und Hoffnung.
  Ja, ohne Jesus gleichen wir sehr dem armen Bettler.  Denn auch wir sind blind.  Der Mann war in Finsternis gefangen.  So sind auch wir in Dunkelheit eingesperrt.  In Jesus ist "das Licht der Welt"  gekommen.  Aber unsere Augen sind zu blind, ihn zu erkennen.  Er selber muss uns die Augen auftun.
  Wenn wir den verlorenen Zustand unseres Lebens erkannt haben, dürfen wir - wie der Blinde bei Jericho - rufen:  "Jesus!  Du Heiland!  Erbarme dich mein!"
  Da hört er uns.  Und er spricht auch heute noch:  "Sei sehend!"
Als dem Blinden dort an der Straße die Augen aufgingen, sah er als erstes in das Angesicht seines Heilandes, des Sohnes Gottes, des Herrn Jesus.
  Genauso ist es, wenn er uns die Augen auftut.  Dann sehen wir ihn, in dem uns Gott das Licht und das Leben und sich selbst schenkt.

 Herr! Gib Augen, / Die was taugen, / Rühre meine Augen an! / Denn das ist die größte Plage, / Wenn am Tage / Man das Licht nicht sehen kann."  Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

 Mittwoch
"Und alsbald war er sehend und folgte Jesus nach und pries Gott ...  (Lukas 18, 43)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
  Ein Patient wurde aus dem Krankenhaus entlassen.  "Herr Doktor", sagte er, "darf ich mich nun als geheilt ansehen?"  Der Arzt antwortete: "Gibt es völlige Heilung! Sagen wir, sie sind gebessert."
  Es gibt viele, die meinen, Jesus sei gekommen, um unsere Leben zu bessern.  Das ist ein Irrtum!  In der Bibel steht.  "Durch seine Wunden sind wir geheilt."  
  Das muss doch schön sein:  Ein geheiltes Leben!  Unsere Textgeschichte zeigt uns, wie solche Heilung aussieht.
  An der Straße sitzt ein blinder Mann und bettelt.  Nun kommt Jesus vorbei.  Und das Wunder geschieht:  Der Blinde glaubt an ihn.  Solcher Glaube an den Herrn Jesus wächst nicht von selber in unseren Herzen.  Er ist ein Werk des Heiligen Geistes.
  Dann stand der Blinde von Jesus und zeigte dem sein Elend.  So geht es weiter mit der Heilung, dass wir unsern elenden Zustand erkennen und vor dem Herrn ausbreiten.
  Das nächste ist, dass der Mann ein Wort Jesu bekommt und sehend wird.  So kann ein einziges Wort Gottes unsere Augen erleuchten, dass wir alles neu sehen!
  "Er folgte ihm nach" .  In einem alten Lied heißt es drastisch: "O lass mich an dir kleben / Wie eine Klett´ am Kleid."  Nun bekam das Leben dieses Mannes einen neuen Herrn und eine neue Richtung.  So geht die Heilung weiter.
  Und dann? "Er pries Gott."  Leute, die Jesus geheilt hat, sind keine Trauerfahnen, sondern Menschen mit Lobliedern im Herzen und auf den Lippen.

 Herr! Du sagst: "Siehe, ich mache alles neu."  Tue dies Werk auch an uns! Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)

Donnerstag

"Und alsbald war er sehend und folgte Jesus nach und pries Gott.  Und alles Volk, das solches sah, lobte Gott.  (Lukas 18, 43)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)

  Die Sache fing damit an, dass der Herr Jesus einem blinden Bettler das Augenlicht wiedergegeben hatte.  Das ist etwas Großes!
  Es gibt Tausende, die erklären jetzt: "An mir hat Jesus noch etwas viel Größeres getan:  Er hat mir alle meine Sünden vergeben.  Er hat mich durch seinen Tod am Kreuz zum Kind des lebendigen Gottes gemacht.  Er hat mich errettet von der Obrigkeit der Finsternis und versetzt in sein Reich."
  Ja, das ist noch größer!
Aber achten wir nun auf den Blinden, der sehend geworden war!  Von ihm lesen wir: "Er folgte Jesus nach und pries Gott".
  Nachfolgend und fröhlich Gott loben - das gehört also offenbar zusammen.
Es gibt Christen, die folgen mit Ernst dem Herrn Jesus nach.  Er lebt ja, und also können wir ihm nachfolgen.  Aber man hat bei diesen Christenleuten oft den Eindruck, dass die Nachfolge ein hartes und bedrückendes Werk ist.  Es ist nichts zu spüren von der "Freude am Herrn."  Da stimmt doch etwas nicht!
  Und es gibt andere, deren Mund förmlich überfließt von Lob und Preis.  Aber in ihrem Leben ist vieles nicht in Ordnung.  Man merkt nichts davon, dass sie einen Herrn folgen, der das Kreuz nach Golgatha trug - zum Sterben.  Da stimmt es auch nicht.
  Mit Ernst dem Herrn Jesus nachfolgen und den lebendigen Gott preisen können für sein Heil - wo das zusammenkommt, da ist man wirklich in die Welt der Erlösung eingetreten.

 Herr!  Schenke uns einen rechten, vom Heiligen Geist gewirkten Christenstand!  Amen.
 (andere Gedanken zum Tag ...)

Freitag
"... der Mann folgte Jesus nach und pries Gott.  Und alles Volk, das solches sah, lobte Gott.  (Lukas 18, 43)
(aus "365 Mal Er - Tägliche Andachten", Wilhelm Busch)
Das Auto hat lange im Kalten gestanden.  Jetzt drückt man den Startknopf - aber der Wagen springt nicht an.  Angstvolle Sekunden!  Wie atmet man erleichtert auf, wenn der Motor endlich "Trr-Trr-Trr" macht.  Jetzt läuft er schon von selber weiter.  Aber das Anspringen!  Die Initialzündung!  Darauf kommt es an!
  Auch im Reich Gottes ist manchmal solch eine Initialzündung nötig.  Das sehen wir hier.
  Der Herr Jesus hat einem blinden Manne, der bettelnd an der Straße saß, das Augenlicht geschenkt.  Voll überströmender Freude fängt der Geheilte an, Gott zu loben.  Mir ist, als höre ich seine heißere Stimme singen: "Lobet den Herrn, den mächtigen König der Ehren ..."
  Das Volk hatte bisher stumm dabeigestanden.  Die einen waren verdrießlich, dass Jesus sich mit einem solchen Strolch einließ und dabei tat, als seien sie gar nicht vorhanden.  Die anderen waren bewegt und fragten sich: "Was ist dieser Jesus für ein Mann?"
  In all diesen Überlegungen hinein klingt das Loblied - nicht schön, aber laut und von Herzen.  Erstaunt hören die Menschen zu.  Aber dann packt er sie.  Eine zaghafte Stimme fällt ein.  Dann kommt ein Männerbaß dazu.  Und schon singen viele mit.  Zum Schluss ist es ein brausender Gesang:  "Und alles Volk lobte Gott".
  Der arme Bettler riss eine Volksmenge mit zum Lobe Gottes.
Wie viel Christenleute und Prediger quälen sich ab, solche Initialzündung zu geben.  Aber der Wagen will nicht anspringen.  Woran das wohl liegt?

 Herr!  Mache uns zu geisterfüllten Leuten, die die Freude am Herrn weitergeben!  Amen.
 
(andere Gedanken zum Tag ...)



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